Erstes Sommerfest der Tierhilfe International Bremen (TIB) in Daverden / Spendenerlös auch für Kastrationen – als langfristige Lösung

Adoption rettet rumänischen Straßenhunden das Leben

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Mit Frisbeeübungen begeisterte beim Tierhilfe-Sommerfest in Daverden das Vitakraft Dog’s-Camp-Team vom Bremer Kreuz in Achim.

Daverden - In Daverden bei Gaby Dziuballe und Rolf Kleemann feierte am Sonnabend die Tierhilfe International Bremen (TIB) ihr erstes Sommerfest. Der Tag stand im Zeichen der Hunde, und viele der vierbeinigen Gäste stammen aus Rumänien. Die Vermittlung von Straßenhunden gehört zum Schwerpunkt des Tierschutznetzwerks.

Das Sommerfest war ein Treffen von Hundefreunden, und so störte sich niemand daran, dass die Tiere ohne Leine auf dem eingezäunten Grundstück der Gastgeber laufen und toben durften. Die Besucher erfreuten sich daran, wenn ein Hund ein erfrischendes Bad nahm oder sich mit langem Hals den selbst gebackenen Hundekeksen an einem Stand näherte. Auffällig war, wie friedlich und gut sozialisiert die Hunde miteinander umgingen.

Die Zweibeiner ließen sich Kaffee, Kuchen und Grillwürste schmecken oder bei Tierheilpraktikerin Sasja Metz über Barfen und Blutegeltherapien informieren.

Das Team vom Vitakraft Dog’s-Camp aus Achim zeigte Frisbee-Vorführungen, die es dort sicher auch bei einem Tag der offenen Tür am 26. September von 13 bis 18 Uhr geben wird, und Hundefriseurin Liane Zersen setzte auf Wunsch die Schneidemaschine an - natürlich nur bei den vierbeinigen Gästen.

Viele der zweibeinigen Besucher haben bereits einen Hund von TIB adoptiert. Sie nutzten den Tag zum Erfahrungsaustausch oder informierten sich über die Arbeit der Tierschutzorganisation. Die eingenommenen Spendengelder fließen dem kleinen rumänischen Tierschutzverein „Asociata Micaela“ zu. Dessen Gründerin Mihaela Graure war extra zum Sommerfest angereist und freute sich besonders über das Wiedersehen mit ihren ehemaligen Schützlingen, denen sie das Leben gerettet hat.

Sommerfest der Tierhilfe in Daverden

Zusammen mit zwei Freundinnen betreibt die Zahnärztin den kleinen Tierschutzverein und arbeitet eng mit der TIB zusammen. Sie teilt die Meinung der Kritiker, dass es nicht die Lösung seien kann, Hunde, die in Rumänien keine Chance auf artgerechte Haltung und Überleben haben, nach Deutschland zu holen. Das Problem sei langfristig nur zu lösen, wenn man massiv die Tiere kastriert, erklärte sie mit Hilfe einer dolmetschenden Freundin. Dabei werde sie von Tierärzten unterstützt. Die Kosten: pro Kastration 20 bis 30 Euro.

Ein Spottpreis im Vergleich zu deutschen Verhältnissen, doch bei den Einkommensverhältnissen in Rumänien für viele Tierfreunde dort kaum bis gar nicht finanzierbar.

Der Erlös des Festes wird einigen Hunden das Leben retten, doch es braucht weitere Hilfe, sonst wird das Leid der Straßenhunde nie enden. Mehr Informationen zu TIB gibt es unter www.tierhilfe-international-bremen.de

wb

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