Sanierung des alten Küsterhauses Daverden

Die Uhr tickt – jetzt ist Mitmachen angesagt

Hinrich Bischoff, Theda Henken und Ulrich Mattfeldt erklären, wie die Sanierung des alten Küsterhauses in Daverden aussehen soll. Neben dem vorhandenen Eigenkapital, Eigenleistungen und Zuschüssen braucht man noch weitere Spenden und Sponsoren. - Foto: pma

Daverden - Endlich ist es soweit. Die Verhandlungen sind abgeschlossen, der Baupachtvertrag mit der Kirchengemeinde Daverden ist unter Dach und Fach. Jetzt kann es losgehen und die Sanierung des alten Küsterhauses angegangen werden.

Entsprechend herrscht Aufbruchstimmung im Verein für Kultur und Geschichte, und schon während der außerordentlichen Mitgliederversammlung am 26. Oktober wurde deutlich, dass wirklich jeder hinter dem Projekt zu stehen scheint. Denn die Abstimmungen sowohl für den Baupachtvertrag als auch das Sanierungs- und Finanzierungskonzept fielen einstimmig aus.

„Die positive Stimmung im Verein ist wirklich greifbar“, äußert sich die 1. Vorsitzende des Vereins, Theda Henken, sichtlich begeistert. „Wir haben unheimlich viel Feedback bekommen und wir sind glücklich, auf eine so breite Unterstützung hoffen zu können.“

Geht es also direkt mit der Sanierung los? „Nicht sofort“, erklärt Hinrich Bischoff, der das Projekt von Anfang an federführend begleitet hat. „Die Finanzierung der Sanierungskosten ist auf mehreren Säulen aufgebaut und es ist an uns, all das umzusetzen, was wir uns vorgenommen haben.“

Bischoff erläutert, dass sich die Gesamtkosten der Sanierung auf rund 250.000 Eurobelaufen werden, wovon bereits 75.000 Euro als Eigenkapital und weitere 30.000 Euro als geplante Eigenleistung vorhanden sind.

Die Gemeinde Langwedel hat darüber hinaus eine Bezuschussung von 80.000 Euro in Aussicht gestellt. Bleiben noch zwischen 65.000 Euro und 70.000 Euro, die der Verein aus Spenden und Sponsorenzuschüssen bis März, der Zeitpunkt, zu dem mit dem Bau begonnen werden soll, zusammenbekommen muss.

Eine gewaltige Summe, doch Ulrich Mattfeldt, der sich ebenfalls für das Projekt engagiert, zeigt sich zuversichtlich: „Wir haben erste Zusagen von Sponsoren, auch wenn das natürlich längst noch nicht ausreicht. Aber für viele Daverdener, Langwedeler und auch die Menschen aus den Nachbargemeinden ist die Erhaltung, vor allem aber das Wiederbeleben des alten Küsterhauses mehr als nur ein Stück gelebte Geschichte.“

Hinrich Bischoff erläutert, wofür das Gebäude denn eigentlich genutzt werden soll, wenn alles in neuem Glanz erstrahlt: „Wir brauchen endlich wieder einen Wohlfühlort, an dem sich die Menschen begegnen können. Einfach zusammenkommen auf einen Kaffee und sich austauschen. Freunde treffen oder Fremde, die zu solchen werden.“

Jeder Spender, der sich mit über 500 Euro beteiligt, wird als Dankeschön mit einer kleinen Gravurplatte im Küsterhaus verewigt werden.

Welche Möglichkeit habe ich nun, wenn ich mich als Bürger beteiligen und einbringen möchte?

„Wie schon erwähnt, müssen wir noch etwa 70.000 Euro zusammenbekommen“, beantwortet Ulrich Mattfeldt die Frage. „Jede Spende hilft. Aber auch fleißige Hände sind willkommen.“

Wer das Projekt unterstützen möchte, kann sich bei Hinrich Bischoff unter 04232/7230 melden oder auch Informationen auf www.daverden.de finden. Die Uhr tickt – und jetzt ist Mitmachen angesagt.  J pma

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