Theaterverein Völk‘ser Platt startet am 29. Januar in die Saison / Restkarten

Mit Elfie Wohlsen gegen fiese Pensionsbetreiber

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Hier haben nicht nur die Theatergäste sondern auch die Schauspieler ihren ausgemachten Spaß. Und das merkt der geneigte Besucher: Ab dem 29. Januar beim Völk‘ser Platt und der „Pension Sünnschien“.

Völkersen - Von wegen eitel Freude, Sonnenschein. Die „Pension Sünnschien“ ist eine heruntergekommene Bude, das Betreiber Ehepaar auch von einer sehr merkwürdigen Fraktion. Das Essen ist ungenießbar, harte Kekse und Pfefferminztee reißen da auch nichts raus, die Hausordnung streng. Aber das Ganze von außen mit anzugucken ist ein Riesenvergnügen. Am 29. Januar kann es los gehen.

„Pension Sünnschien“ – so heißt das plattdeutsche Stück, dass vom Theaterverein „Völk‘ser Platt“ in dieser Saison gespielt wird.

„Pension Sünnschien“ ist ein Volksstück von Karl Wittlinger, das von Hartmut Cyriacks und Peter Nissen ins Plattdeutsche übersetzt wurde, das auch schon mit Erfolg im Hamburger Ohnsorg-Theater lief und das sogar zu den Ohnsorg-Klassikern gehört, die einst (und Gott sei Dank manchmal heute noch in der Wiederholung) über die deutschen Fernsehschirme flimmerten.

Hinter den großen Hamburgern müssen sich Regisseur Jörg Meyer, seine Assistentin Ilse Meinken und die Völk‘ser Schauspieler garantiert nicht verstecken, hier sind eigentlich schon traditionell echte Hochkaräter am Start, die zudem auch einem Klassiker einen gelungenen neuen und eigenen Anstrich verpassen können.

Allerdings nicht mehr in Völkersen, Premiere ist wie schon im vergangenen Jahr im „Waller Dörpshus“. Ins benachbarte Verden-Walle sind die Völkerser Theaterspieler umgezogen, nachdem Saal und Bühne im „Gasthaus zur Post“ nicht mehr zur Verfügung standen. Das Publikum nahm die neue Spielstätte so gut an, dass die Völkerser Theatersaison in Walle sogar in die Verlängerung ging.

In diesem Jahr gibt es also die „Pension Sünnschien“. Wie erwähnt arg heruntergekommen und in der Hand des Ehepaars Salm. Andreas Noltemeyer spielt den kauzigen Otto Salm, Jana Wöhler seine Ehefrau Ida.

Linda Strepkowski gibt Elfie Wohlsen, die, frisch aus dem Gefängnis entlassen, aber mit Geld im Rücken, einen ganz eigenen Wind in die Pension bringen wird.

Henriette (Erika Schorling) und Kurt Borasch, den in bewährter Manier Reinhard Körte spielen wird, sowie Bella von Stadler (Stefanie Bokeloh-Brischke) und Rene Meier-Rafael (Uwe Behrmann), lassen sich das karge Leben in der Pension zunächst noch gefallen. Aber dann kommt der große Auftritt von Elfie Wohlsen und die Komödie nimmt ihren Lauf.

Als Souffleuse steigt Ingrid Heimsoth in den Kasten, für die typischen Masken sorgen Petra Rehbock-Galensa, Elisabeth Poetukat, Christina Fehsenfeld und Almut Aßmann.

Die Bühne im Waller Dörpshus wird von Hartmut Struhs in eine Pension verwandelt werden. Für die Technik sorgen Rainer Labrenz und Rainer Scharnhusen, für die Requisiten Jutta Kastens und Bernd Galensa.

Vor der Premiere gibt es allerdings für Besucher eine schlechte Nachricht: Alle Frühstücksvorstellungen sind ratzeputz ausverkauft. Ebenso die Abendvorstellungen für die Freitage bis zum 21. Februar, solange läuft die Saison. Halt, es gibt noch einige wenige Karten für die Premiere am 29. Januar. Für den Kaffeenachmittag am 31. Januar sind noch ein paar Restkarten auf dem Markt, genauso wie für die Abendvorstellungen mittwochs am 3., 10. und 17. Februar.

Wer sich also noch Karten für diese Termine sichern möchte, sollte nicht mehr allzu lange fackeln und sich möglichst bald entscheiden.

Es gibt zwar keinen Vorverkaufstermin mehr, man kann die Tickets allerdings noch telefonisch bei Reinhard Körte in Völkersen unter der Telefonnummer 04232/1342) ordern.

Was absolut ratsam erscheint, kann man sich doch beim Völk‘ser Platt nicht wirklich darauf verlassen, dass man an der Abendkasse noch Karten ergattern kann.

jw

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