Was für ein Theater

Freilichtbühne Daverden gönnt Kindern einen feinen Ferienspaß

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Bevor dann die Eltern und Großeltern auf den Zuschauerrängen Platz nahmen, verfolgten schon mal die Ferienspaßkollegen das Geschehen auf der Bühne im Daverdener Holz. 

Daverden - Es war schon ein kleiner Probelauf für die am 12. August beginnende plattdeutscher Theatersaison auf der Freilichtbühne Daverden. Hier trafen sich jetzt jede Menge Kinder im Rahmen der Ferienspaßaktion – und machten selbst ordentlich Theater. Was dabei herauskam, wollten dann am Ende auch noch Eltern und Großeltern sehen. So viel sei schon verraten: Es gab viel Applaus.

In diesem Jahr war es etwas anderes als in den Jahren zuvor beim Ferienspaß auf der Freilichtbühne. Die Kinder im Alter zwischen neun und 14 Jahren wurden in Gruppen aufgeteilt und dann auf den Auftritt vorbereitet.

Intensive Proben und schon trafen die Eltern ein

Den musikalischen Part hatte natürlich Edelfried Hennig übernommen. „Die Kinder haben sich für das Lied entschieden, das beim Märchenstück im Frühjahr gesungen wurde“, so Hennig.

Das klassische Einüben der Sketche übernahmen Stephanie Förster und Veronika Schmidt. Bei der Gestik halfen Heike und Xenia Ertel den Kindern. Für die Mimik auf der Bühne gab es Tipps von Volker Penczek.

Auf Kostüme wurde in diesem Jahr verzichtet, nicht aber auf ein bisschen Schminke, die Fenja Gerkens und Fenja Meyer bemalten liebevoll die Gesichter der Kinder brachten – und ihre eigenen Wangen auch.

Überall wurde geprobt. Edelfried Hennig zog mit seinen Leuten oberhalb der Bühne zwischen den Buden, Volker Penczek wich mit den Kindern an das Ufer der Alten Aller aus. Um 14 Uhr gingen die Proben für das Theaterspielen los, kurz nach 16.30 Uhr trafen schon die ersten Eltern ein. Da wurde schnell noch einmal alles durchgeprobt und dann rauf auf die Bühne.

Darsteller haben schnell gelernt

Zunächst gab es den Gesangauftritt mit Edelfried Hennig. Aber nicht nur den. Schon hier konnte man sehen, was die Kinder auch in Sachen Mimik und Gestik gelernt hatten.

Stephanie Förster und Veronika Schmidt führten durch die Sketche und stellten die jungen Darsteller vor. Immer wieder gab es Beifall. Ob für die Szene am Essenstisch, das Gespräch am (natürlich frisch gestrichenen Gartenzaun). In der Schule beantworteten die Kinder die Fragen der strengen Lehrerin doch sehr eigenwillig. „Vier mal sieben?“ War das nicht viermal feinen Sand sieben?

„Was sind drei Packen minus zwei Packen“, wollte Frau Lehrerin eingedenk der alten Mengenlehrezeiten wissen. Die Antwort: „Ein Packen!“ Worauf die Kinder ihre Sachen schnappten und verschwanden, zum Erstaunen der Lehrerin.

Herrje, und woran liegt es bloß, dass der Nachwuchs die Suppe nicht isst? Nach längerer sorgenvoller Nachforschung der Mutter ergibt sich: „Ich habe keinen Löffel“.

„Theater-Führerschein“ für hervorragende Leistungen

Beim Besuch eines dunkelhäutigen Diplomaten unterstellt ihm dessen Tischnachbarin mal eben mangelnde Kenntnisse deutsche Sprache, arbeitet viel mit Gesten, Gefuchtel und Gestammel. Bis der gute Mann seine Rede hält – in bestem Deutsch. Anschließend fragt er seine Tischnachbarin: „Na? Schön bla bla?“ Im letzten Sketch war nur Mimik und Gestik gefragt und die war hervorragend einstudiert und eingesetzt – und es gab verdientermaßen sehr viel Beifall.

Zum Schluss gab es für die jungen Leute noch den „Theater-Führerschein“, mit dem Volker Penczek, selbst Schauspieler und außerdem Vorsitzender der Freilichtbühne, allen Kindern eine hervorragende Leistung bescheinigte.

Der Regisseur des Daverdener Märchenstückes Uwe Witten verfolgte das Geschehen auf der Bühne und machte sich Notizen. Ob er da Talente für die kommenden Kinder- und Jugendstücke in Daverden entdeckt hatte?

Auf alle Fälle wurde noch von Erik Förster gegrillt. Kinder und Familien waren eingeladen und bis dann doch noch der Regen kam, wurde fein geklönt.

hu

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