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Sturmschäden: Das große Aufräumen auf dem Friedhof Etelsen

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Von: Jens-Peter Wenck

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Am Rande des Friedhofs in Etelsen ist der Bauhof Langwedel mit schwerem Gerät im Einsatz.
Am Rande des Friedhofs in Etelsen ist der Bauhof Langwedel mit schwerem Gerät im Einsatz. © Wenck

Etelsen – „Direkt an unseren Hauptstraßen war tatsächlich nicht viel“, meint Sebastian Jüntgen, Leiter des Langwedeler Bauhofs. Auf den ersten Blick scheint das vergangene Sturmwochenende im Flecken gar nicht so viel Schaden angerichtet zu haben. Gut, ein kleiner Dachschaden, ein paar fehlende Ziegel am Rathaus, eigentlich nicht der Rede wert. „Der Dachdecker ist auch schon bestellt, aber der hat dieser Tage wohl mehr zu tun“, meinte Bürgermeister Andreas Brandt. Aber in den Wäldern haben die beiden Stürme doch mächtig gewütet. „Haberloh ganz schlimm“, sagt Sebastian Jüntgen am Mittwochmorgen. Aber das ist nur ein Beispiel, betroffen sind im ganzen Landkreis und darüber hinaus etliche Waldgebiete.

Ein paar hundert Meter hinter der Friedhofskapelle in Etelsen geht nur ein leichter Wind, es duftet nach Wald. Oder eher doch noch Baumharz. Es singen auch nicht die ersten Frühlingsvögel, sondern die Motorsägen.

In dem direkt an den Etelsen Friedhof angrenzenden Fichtenbestand ist ein Harvester, ein Baumerntegerät, bei der Arbeit zu hören. Zu sehen ist er nicht. Weil am Wirtschaftsweg hinter dem Friedhof schon ein ganzer Wall Holz und Strauchwerk aufgetürmt ist. Hier haben die Stürme richtig eingeschlagen. Bäume sind in bemerkenswerter Höhe abgebrochen und im hinteren Teil des Friedhofs auf den Zaun gestürzt.

Die Mitarbeiter des Bauhofes arbeiten daran, den Friedhof schnell wieder herzurichten. Bis allerdings der Zaun neu gezogen werden kann, dauert es noch.
Die Mitarbeiter des Bauhofes arbeiten daran, den Friedhof schnell wieder herzurichten. Bis allerdings der Zaun neu gezogen werden kann, dauert es noch. © Wenck

„Grabstellen sind glücklicherweise nicht in Mitleidenschaft gezogen worden. Soweit wir das bis jetzt beurteilen können“, so Jüntgen im Schweiße seines Angesichts. Der Bauhofchef ist bei den Arbeiten mittendrin, der Etelser Friedhof soll so schnell wie möglich wieder aufgeräumt sein. „Glücklichweise haben wir den Bagger noch. Den hatten wir für den ersten Sturm geliehen“, erklärt Sebastian Jüntgen. Nur per Hand wären die Männer vom Bauhof gnadenlos aufgeschmissen. Mit dem schweren Gerät werden die umgestürzten Bäume vom Friedhof und vom Weg geräumt. Die Nachbarbäume kommen auf das Grundstück nebenan.

Die Stürme konnten in dem Etelser Waldstück reichlich Opfer finden, hier hatten mehrere trockene Sommer und der Borkenkäfer bereits Schäden an den Bäumen angerichtet. Der Wald wurde ausgelichtet, um den Käferfraß einzudämmen. Nur wurde wohl auch den Stürmen die entsprechende Angriffsfläche geboten.

Die Stürme haben auch im Schlosspark Etelsen ihre zerstörerischen Spuren hinterlassen.
Die Stürme haben auch im Schlosspark Etelsen ihre zerstörerischen Spuren hinterlassen. © Wenck

Auf dem Friedhof selbst sind die Schäden Gott sei Dank gering geblieben. Thujen und ein großer Baum wurden entwurzelt. Bis Ende der Woche wollen sie auf dem Friedhof in Etelsen fertig sein. „Im Schlosspark haben wir auch noch Schäden“, berichtet Jüntgen. Das bleibt bei dem großen Baumbestand und bei solchen Stürmen wohl auch nicht aus. Unter anderem ist ein großer Baum direkt hinter dem Schloss an der großen Wiese umgestürzt und auf den Weg gefallen. Den einen oder anderen Schaden hat es noch gegeben. Einem der Bäume in der Nachbarschaft mit einer der Feentüren, die sich im Schlosspark finden lassen, der, in dem eine gewisse „Feeni“ wohnen soll, geht es gut. Soweit ein Laie das beurteilen kann.

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