„Besser so, als luschig“

Strenge Kontrollen beim Weihnachtsmarkt in Etelsen

Nach der 2G-Kontrolle gabt es ein Einlassbändchen. Die Vorgaben wurden beim Etelser Weihnachtsmarkt penibel eingehalten.
+
Nach der 2G-Kontrolle gabt es ein Einlassbändchen. Die Vorgaben wurden beim Etelser Weihnachtsmarkt penibel eingehalten.

Etelsen – Schlange stehen an den Eingängen zum Etelser Weihnachtsmarkt. Das war neu und nicht etwa einem großen Ansturm geschuldet, sondern den coronabedingten Einlasskontrollen. „2G“ war nachzuweisen und auf dem gesamten Hof Beckröge galt Maskenpflicht. Oben ohne war nur während des Verzehrs von Glühwein, Zimtapfelsaft oder einer der vielen kulinarischen Köstlichkeiten erlaubt.

Um den Weihnachtsmarkt in diesem Jahr durchführen zu können, waren Einlasskontrollen unverzichtbar. Konsequent abgewiesen von den beauftragen Security-Leuten wurden alle Besucher, die keinen Impfpass dabei hatten oder, was das häufigere Problem war, keinen Personalausweis. Das tat den Veranstaltern zwar für jeden Einzelnen leid, doch anders war es angesichts der Auflagen infolge der Pandemie nicht möglich, verdeutlichte Jara Beckröge. Ihre ganze Familie sei froh, den Weihnachtsmarkt nach der Absage im vergangen Jahr überhaupt wieder veranstalten zu können: „Dann müssen wir es aber auch richtig machen.“

Das große Gedränge blieb zumindest am Sonnabend aus. Dass es endlich wieder möglich war, entspannt zu bummeln, darüber freuten sich Besucher und Aussteller. Mit „gemischten Gefühlen“ war ein Ehepaar aus Uphusen gekommen, zeigte sich dann aber absolut zufrieden. Auch dank der gründlichen Kontrollen. „Besser so, als luschig“, sagte der Mann, der seinen Namen lieber für sich behalten wollte.

Wo vor Corona dichtes Gedränge herrschte, war es in diesem Jahr auf dem Hof Beckröge zeitweise recht luftig. Aber es gab überhaupt einen Weihnachtsmarkt.

„Sehr sicher“ fühlte sich Fabian Zweidar aus Bremen, der mit Familie und Freundin den Weihnachtsmarkt besuchte. „Lieber Etelsen als Bremen“ war die einhellige Meinung der zwei Paare, die bei einer Runde Heißgetränke die Masken fallen ließen.

So mancher Aussteller verkauft nur auf solchen Märkten und hat eine lange Durststrecke hinter sich. Teilweise waren die Verkäuferinnen und Verkäufer schon am Sonnabend zufrieden, etliche setzen auf den umsatzstärkeren Sonntag. Bei 79 Ausstellern, die sich mit mehr Abstand auf einer größeren Fläche verteilten, war die Vielfalt so groß, dass für jeden Geschmack etwas dabei gewesen seien dürfte.

Der große Weihnachtsbaum in der Scheune ist auch in diesem Jahr ein echter Hingucker.

Sicherheit war also oberstes Gebot und das gilt auch in den kommenden Wochen, wenn der Baumverkauf in weihnachtlicher Atmosphäre auf dem Hof Beckröge weitergeht, und zwar täglich von 10 bis 18 Uhr. Die jeweils geltenden Corona-Regeln werden im Internet (www.hof-beckroege.de) bekannt gegeben oder können unter Telefon 04235 / 755 angefragt werden.

Zwei Glühwein gibt es zu jedem Baum dazu und am dritten Advent, dem „Weihnachtsbaum-Familientag“ zusätzlich eine Tüte Schmalzkuchen. Für jeden Sonnabend und Sonntag hat sich Juttas Radeke mit ihrem rollenden Backhaus inclusive Flammkuchen, Pizza und Kuchen angekündigt, und der schon beim Weihnachtsmarkt viel bewunderte Weihnachtsbaum in der Scheune verleiht dem Ganzen besondere Gemütlichkeit.

Von Wiebke Bruns

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Meistgelesene Artikel

Halterin aus Morsum ärgert sich über freilaufende Hunde

Halterin aus Morsum ärgert sich über freilaufende Hunde

Halterin aus Morsum ärgert sich über freilaufende Hunde
Abriss schafft Platz für Wohnungen

Abriss schafft Platz für Wohnungen

Abriss schafft Platz für Wohnungen
An der Autobahn 27: Ein Blechpfeil und bei Rot über die Ampel

An der Autobahn 27: Ein Blechpfeil und bei Rot über die Ampel

An der Autobahn 27: Ein Blechpfeil und bei Rot über die Ampel
Fastfoodketten planen Mehrwegsysteme

Fastfoodketten planen Mehrwegsysteme

Fastfoodketten planen Mehrwegsysteme

Kommentare