Langwedeler Kulturtage

Ein Straßenfestival im April

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„Guten Tag – ich bin Martin Luther. Nee, ich tu nur so.“ Die Jugend der Kirchengemeinde Daverden zeigte mit Unterstützung der Freilichtbühne Daverden ein musikalisches Erklärstück zum Leben und Werk des Reformators Martin Luther.

Langwedel - Sie hatten getan und gemacht, insgesamt 50 Künstler an Land gezogen. 25 Helfer dürften es gewesen sein, die bei den Langwedeler Kulturtagen mit anpackten, wo es nur nötig war. Schließlich gingen am Freitag und Sonnabend die Langwedeler Kulturtage über die Straßenbühne, gab es zum ersten Mal die besagte Veranstaltung doch als Straßenfestival. Alles konnte man vorbereiten. Eines aber ließ sich nicht planen: das Wetter.

Und das gab sich in diesen Apriltagen so richtig Mühe, den Langwedelern die mit so viel Mühe und Liebe organisierten Kulturtage zu vermiesen.

Die richtige Kleidung und eine warme Decke waren dem Publikum beim Abendprogramm schon zu empfehlen.

Bei der Eröffnung am Freitag gab sich Kamerad Wetter ja noch einigermaßen zurückhaltend. Gut, die Sonne schien nicht gerade zum Auftakt mit Stelzenläufern, Mitmachzirkus, Samba, das Schauschmieden, poetischem Theater mit Tina Badenhop und Christoph Bendikowski... Die Mitmachaktion in Sachen Straßenmalerei mit Laszlo Monse vor der Kreissparkasse nutzten vor allem Kinder, um selbst wonnevoll mit viel bunter Kreide ans Werk zu gehen. Der eine oder andere Regentropfen – das störte nun wirklich nicht. Beim Auftritt der Flair Condition mit „Volare“ am Langwedeler Rathaus war gegen den fiesen kalten Wind zwar unbedingt die rechte Kleidung und am besten eine warme Decke zu empfehlen, aber das ging schon.

Man muss sich nur zu helfen wissen.

Das tat am Sonnabend auch Malerin Anne Richard. Die zog einfach ins Rathaus um. Aber was sollten am späten Mittag mit dem Stepptanzauftritt der Ballettschule Jessel ins Sachen Stepptanz auf der nach Regenschauern patschnassen Bühne vor dem Edekamarkt Redling passieren? Nichts. Der Auftritt musste abgesagt werden.

Die artistische Vorführung vom Trio Mio mit einer gehörigen Portion Humor passte dann noch genau zwischen zwei Regenattacken, bei der zweiten Vorführung von „Volare“ am Sonnabendnachmittag hätten die Künstler dem eisigen Wind ja noch getrotzt, die patschnassen Kostüme wurden professionell ignoriert.

„Sind sie zufrieden? Schmeckt's denn?“ Ganz offensichtlich tut es das. Sehr zur Freude des Herrn Oberkellners und des Publikums ließ es sich Monsieur Hund das Servierte auf der Bühne vor dem Langwedeler Rathaus gepflegt schmecken.

Aber Artistik und Geige spielen im Regen ging dann doch nicht.

Wenigstens blieb es bei der großen Varieté-Show am Abend dann trocken. Aber dieser Wind... Warm eingemummelte Zuschauer genossen die Vorstellung – und unter anderem einem im Restaurant speisenden Hund. Große Klasse.

Wie die Künstler es schafften, unter diesen erschwerten Bedingungen, ein prima Programm abzuliefern, verdient höchsten Respekt und Anerkennung. Gleiches gilt auch für die Organisatoren und Helfer der Kulturtage, die sich mit so viel Engagement und einer gehörigen Portion Improvisation gegen die widrigen Umstände stemmten. J jw

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