Stimmungsvolles vorweihnachtliches Konzert erklingt im Schloss / Gelungene Vielfalt

Unbeschwerte, festliche Fröhlichkeit

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Die Flötistinnen Martina Bley (l.) und Ulrike Petritzki.

Etelsen - Von Ilse Walther. Das war eine sehr gute Idee, ein vorweihnachtliches Konzert im Rahmen der Etelser Schlosskonzerte anzubieten. Zweimal ein ausverkaufter Saal spricht Bände. Johannes Mnich, der Organisator der sommerlichen Schlosskonzerte, hatte dafür kompetente Musikerinnen und Musiker aus seinem Umfeld gewinnen können.

Und ein kleines Familienunternehmen war es auch. Denn Vater Hans-Peter, Orgel und Cembalo sowie Gesamtleitung, und Schwester Maria, Violine, waren mit dabei. Außerdem die Geigerin Sarah Grossert, Albert Zilverberg, Viola, Christiane Korting, Violoncello, Ulrike Petritzki und Martina Bley, Blockflöten, und das Vokalensemble von Tenor Heribert Langosz mit den Sopranistinnen Antje Döring und Aida de Boer, Verena Stolz-Langosz, Alt, und Christian Höffling, Bass – alles Musikerinnen und Musiker sowohl von der Kreismusikschule wie von den Kirchen.

Man erlebte ein wunderschönes Konzert mit zunächst adventlichen und dann Werken zur Weihnacht. Die Instrumentalgruppe musizierte wunderbar leichtfüßig und klangschön, und das Gesangsensemble brachte altvertraute Advents- und Weihnachtlieder a-capella in sehr bekannten Sätzen und gestaltete auch die Chorpartien in zwei Barockkantaten.

Die Kantate „Nun komm der Heiden Heiland“ von Georg Philipp Telemann war der festliche Auftakt mit dem gesamten Ensemble. Die Gesangssolisten gestalteten den Eingangschor dicht und gemessen, Christian Höffling bot die beiden Rezitative würdig und klangvoll, das Sopransolo sang Aida de Boer mit klarer Stimme, feinsinnig von den Violinen und dem Basso continuo (Hans-Peter Mnich und Christiane Korting) begleitet. Warm und intensiv brachte Heribert Langosz die Arie „Öffne dich, mein ganzes Herze“. Sehr farbig und froh war dann der Schlusschoral mit dem vorangestellten „Amen“. Sehr bewegten die a-capella gesungenen Choräle „Der Morgenstern ist aufgedrungen“, „Übers Gebirg Maria geht“, „Es ist ein Ros entsprungen“ und „Ich steh an deiner Krippen hier“ in ihrer schönen Schlichtheit.

Antje Döring brachte mit Maria Mnich, Christiane Korting und Hans-Peter Mnich die Kammermusikfassung der berühmten Alt-Arie „Bereite dich Zion“ aus Johann Sebastian Bachs Weihnachtoratorium. Eine bewegende Fassung, in der die Sängerin ihren Mezzobereich wunderbar einsetzte. Ulrike Petritzki und Martina Bley hatten die immer wieder gerne gehörte Triosonate F-Dur von Georg Friedrich Händel ausgewählt, die so richtig in ihrer unbeschwerten Fröhlichkeit in dieses Konzert passte. Vorzüglich von Cembalo und Cello begleitet, brachten die beiden Flötistinnen auf ihren herrlich klingenden Altflöten diese Sonate in spielerischer Leichtigkeit, großartig!

Der Höhepunkt war eindeutig das berühmte Weihnachtskonzert für zwei Blockflöten und Streicher. Hier saß Johannes Mnich an der Kleinorgel und legte einen warmen Grund unter die Musik, das gesamte Instrumentalensemble musizierte mitreißend. Ein großes Hörerlebnis. Auch das Publikum wurde mit einbezogen, man sang gemeinsam mit allen Ausführenden „Macht hoch die Tür“.

Viel Beifall, und dafür gab es noch den festlichen Choral von Johann Crüger „Fröhlich soll mein Herze springen“ und als lustigen Rausschmeißer „Jingle Bells“, voller Witz und Spaß gebracht, wobei Johannes Mnich als Nikolaus mit Kokosnuss fungierte, mit der er das Renntiergetrappel köstlich rhythmisch unterstützte.

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