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Souly begeistert in Langwedel: „Wir kommen wieder“

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Selbst wenn nicht alle Musikerinnen und Musiker von Souly bei einem Stück am Start waren – in großer Besetzung war nur Platz vor der Bühne.
Selbst wenn nicht alle Musikerinnen und Musiker von Souly bei einem Stück am Start waren – in großer Besetzung war nur Platz vor der Bühne. © Hustedt

Langwedel – Draußen war herrliches Sommerwetter, trotzdem war der große Saal von Klenkes Gasthaus voll, ausverkauft, als am Sonnabend Souly in großer Besetzung spielte – zum ersten Mal wieder nach der langen, langen Pandemiezwangspause. Schon beim ersten Song sprang der Funke der Begeisterung auf das Publikum über.

Melanie Schierenbeck überzeugte mit ihrer Interpretation von Michael Buble‘s Jazz-Klassiker „Feeling Good“. Die Kommunikation zwischen Sängerin und Band, die Spielfreude der Bandmusiker, ihre perfekt aufeinander abgestimmten Arrangements – all das trug sicher dazu bei, dass das Publikum großen Spaß an diesem vom Langwedeler Kulturverein organisierten Konzertabend hatte. Dazu kam der ungewöhnlich große Abwechslungsreichtum des Programms. Jazz, Latin, Soul, Pop, eigene Songs – Souly ist in all diesen Stilrichtungen zu Hause.

Und noch etwas macht diese Band zu etwas Besonderem: Es gibt nicht nur eine Sängerin mit wunderschöner Stimme, sondern gleich vier – und dazu noch zwei beeindruckende Sänger aus der Rhythmusgruppe.

So blieb das Konzert in jedem Moment anregend und spannend. Es gab mitreißende Groove-Nummern wie „The Letter“, von Steve Wieters gesungen oder das brasilianische O Pato, das Maria Bothen vortrug. Und in schnellem Wechsel damit Gänsehautmomente mit Balladen, wie dem vom Souly-Pianisten Gert Alsleben komponierten und ebenfalls von Maria Bothen gesungenen „A better Day“. Dann wieder Südamerika-Feeling mit brasilianischem Bossa, etwa „Agua Day“, bei dem Julie Kempski mit ihrer ausdrucksstarken weichen Stimme beeindruckte oder Alicia Keys Hymne auf New York, mit der Johanna Röttger schnell das Publikum elektrisierte.

Aber auch in der Rhythmusgruppe hatte jedes Bandmitglied die Möglichkeit, sich als Solist zu zeigen. Bassist Ali Schneider und Schlagzeuger Tonu Danner zum Beispiel im Dschungelbuch-Klassiker „I Wanna Be Like You“, und Gitarrist und Sänger Hilton Gonzales mit dem für seinen Sohn geschriebenen Song „Gabriel“ .

Dazu kamen zwei weitere bemerkenswerte musikalische Farbtupfer. Flötistin Birgit Beek bekam viel Applaus für ihre Bossa-Version des englischen Volksliedes „Greensleeves“ und die junge Trompeterin Ricarda Gärtner, die derzeit noch in Hannover Musik studiert, riss das Publikum mit der atemberaubend rasanten Bebop-Nummer „A Night in Tunesia“ von den Sitzen. Mit dem Stevie Wonder-Hit „Master Blaster“ endete das Konzert – nicht. Das Publikum entließ die Band erst nach drei Zugaben.

„Wir kommen wieder“, hörte man überall. Die nächste Möglichkeit, Souly im Kreis Verden zu hören, gibt es am 15. Oktober im Müllerhaus Kirchlinteln.  whu

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