Sonntagsmatinée in Langwedel mit Krimi-Autorin Mechtild Borrmann

Ungeheuerliches zum internationalen Frauentag

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Die Krimiautorin Mechtild Borrmann liest am 6. März in Langwedel.

Langwedel - Es ist ja noch ein Weilchen hin – aber die Veranstaltung hat in ihrer noch nicht ganz so langen Tradition einen ganz gehörigen Beliebtheitsgrad entwickelt und ist dann auch immer ausgebucht. Die Rede ist von der Sonntagsmatinée im Langwedeler Rathaus zum Internationalen Frauentag.

Das Frauenbündnis im Landkreis Verden lädt zu dieser Veranstaltung am Sonntag, 6. März, um 11.30 Uhr in den Bürgersaal des Langwedeler Rathauses ein.

Dabei geht es dann beileibe nicht allein um ein gemütliches Treffen und den gemeinsamen Austausch. Frau darf mit Fug und Recht ein gepflegtes Kulturprogramm erwarten. Diesesmal hat man die Autorin Mechtild Borrmann gewonnen, die aus ihrem Kriminalroman „Die andere Hälfte der Hoffnung“ lesen wird.

Mechtild Borrmann, Jahrgang 1960, verbrachte ihre Kindheit und Jugend am Niederrhein. Bevor sie sich dem Schreiben von Kriminalromanen widmete, war sie unter anderem als Tanz- und Theaterpädagogin und Gastronomin tätig. Mit „Wer das Schweigen bricht“ schrieb sie einen Bestseller, der mit dem Deutschen Krimi Preis ausgezeichnet wurde und wochenlang auf der KrimiZeit-Bestenliste zu finden war. Für den „Geiger“ wurde Mechtild Borrmann als erste deutsche Autorin mit dem renommierten französischen Publikumspreis „Grand Prix des Lectrices“ der Zeitschrift Elle ausgezeichnet. 2015 wurde sie mit „Die andere Hälfte der Hoffnung“ für den Friedrich-Glauser-Preis 2015 nominiert. Mechtild Borrmann lebt als freie Schriftstellerin in Bielefeld

Ihr neuester Roman, erst im vergangenen November erschienen, „ist ein eindrucksvolles Stück Zeitgeschichte über ein dunkles Kapitel Europas, packend aufbereitet, virtuos und meisterlich erzählt“, findet jedenfalls Langwedels Gleichstellungsbeauftragte Karin Sievers.

„Ungeheuerliche Geschichten, die von einem Augenblick auf den nächsten das Leben der Menschen verändern. Geschichten über Verfolgung, Auswanderung, Flucht, Korruption, Gewalt und Menschenhandel begegnen uns in dieser Lesung“, so Sievers weiter. „Und zu keiner Zeit versiegt die Hoffnung auf ein besseres, friedliches Leben! Mechthild Borrmann nimmt ihre Zuhörerinnen mit auf eine literarisch abenteuerliche und anrührende Reise – ein Roman mit Sprengkraft.“ Aha.

Worum es bei „Die andere Hälfte der Hoffnung“ etwas genauer geht, verrät der Verlag Droemer Knaur: „In der verbotenen Zone von Tschernobyl, wo nur lebt, wer nicht anders kann oder gezwungen ist, sich zu verstecken, wartet Valentina auf die Rückkehr ihrer Tochter aus Deutschland. Seit Monaten hat Valentina nichts mehr von ihr gehört. Sie scheint spurlos verschwunden – wie viele andere Studentinnen, die angeblich ein Stipendium in Deutschland erhalten haben. Um dem trostlosen Warten und dem bitterkalten Winter zu trotzen und die Hoffnung nicht zu verlieren, beginnt Valentina ihre Lebensgeschichte aufzuschreiben. In Deutschland versteckt währenddessen Martin Lessmann eine junge osteuropäische Frau vor ihren Verfolgern. Als sie sich kurz darauf die Pulsadern aufschneidet, rettet er sie ein zweites Mal – und erfährt Ungeheuerliches.“

Nach der Lesung steht Mechtild Borrmann zu Gesprächen und zum Signieren des Buches bereit.

Lisa und Lena Folkers am Saxophon und Klavier werden die Lesung musikalisch begleiten. Henrike Seliger verwöhnt die Gäste dieser Sonntagsmatinée mit kulinarischen Leckereien.

Der Eintritt zu der Veranstaltung ist frei. Wer kommen möchte, sollte sich aber unbedingt anmelden, Anmeldeschluss ist der 25. Februar. Weitere Informationen zu diesem Sonntag gibt es bei der Gleichstellungsbeauftragten des Fleckens Langwedel, Karin Sievers, (Telefon 04232 3947, Email: Karin.Sievers@Langwedel.de). Bei ihr kann man sich auch für diesen Vormittag anmelden.

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