Leuchtturmprojekt offiziell eingeweiht

Spielplatz Mohnblumenweg: „Es hat sich gelohnt“

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Jetzt offiziell eingeweiht und schon sehr, sehr gut angenommen: der Spielplatz Mohnblumenweg.

Etelsen - Auf dem großen Kletterrutschenturmspielgerät stoppt das pralle Kinderleben nur kurz. Warum stehen die Erwachsenen fast alle um den Mann herum und warum redet der so laut? Egal. Weiterspielen. Gestern Nachmittag wurde offensichtlich: Die Kinder haben den neuen Spielplatz am Mohnblumenweg in Etelsen schon längst in Besitz genommen. Offiziell eingeweiht wurde er aber trotzdem. Schließlich ist der Platz eines der zwei sogenannten Leuchtturmprojekte in Sachen Spielplatz im Flecken Langwedel.

„Seit 2009 haben wir die Spielplätze in Arbeit“, erinnerte Bürgermeister Andreas Brandt vor den Einweihungsgästen. Eigentlich sollte der Mohnblumenweg ja schon 2018 fertig werden. Man mochte den Platz mit anschließendem nun offenem großen offiziellen Parkgelände aber nicht ohne schönen grünen Rasen der Öffentlichkeit präsentieren. Und das war angesichts extrem heißer Sommer nicht einfach. Aber nun ist alles so, wie man sich das vorgestellt hat.

Ein ganz großer Dank des Bürgermeisters ging an die Arbeitsgruppe Kindergärten. „Früher haben wir uns ja auch mal gestritten“, so Brandt. Längst aber hat die Gruppe aus Ratsmitgliedern der Verwaltung eine Menge Arbeit abgenommen.

Holger Thöle zum Beispiel sind bei einer Fahrt mit den jungen Fußballern des FSV Langwedel-Völkersen zum Gothia Cup die Spielplätze in Schweden aufgefallen. Was er aber nicht zu hoch gehängt haben möchte. „Och, ja. Dann haben wir uns mal einen Katalog kommen lassen.“

Die Rutsche macht so richtig Spaß.

Resultat: Das Hauptspielgerät kommt von der Firma Hags aus Schweden. Für nur ein großes Spielgerät habe man sich deshalb entschieden, weil der Platz am Mohnblumenweg um einiges kleiner ist, als der des zweiten Leuchtturmprojektes, des Spielplatzes Schwarzer Berg in Langwedel.

In Etelsen kam noch ein Karussell dazu, auch von Hags und wie das große Gerät von den Schweden selbst aufgebaut und dazu barrierefrei.

Die restliche Gestaltung und den Aufbau von Federwippe und Schaukel sowie die Gestaltung der Wege hat der Bauhof der Gemeinde in 625 Arbeitstunden übernommen.

65 000 Euro hat das Hauptspielgerät gekostet, 5 000 Euro hat man für Tische, Bänke und Beton ausgegeben, noch einmal 10 000 Euro waren für die Sandkiste fällig, so Andreas Brandt. Insgesamt hat der Flecken Langwedel 87 000 Euro am Mohnblumenweg investiert. „Ein großes Projekt. Aber es hat sich gelohnt, das kann man heute schon sagen“, so Brandt. Der neue Spielplatz hat Bereiche für Kinder von drei bis fünf Jahren sowie für Fünf- bis Zwölfjährige (und einen Schaukelsitz für ganz Kleine).

Hauptarbeit jetzt abgeschlossen

Damit hat die Arbeitsgruppe ihre Hauptarbeit jetzt hinter sich. Im gesamten Flecken Langwedel hat man alle Spielplätze unter die Lupe genommen, geguckt, welche man behalten und verbessern will – und welche man vielleicht gar nicht mehr braucht. Die Gruppe wird sich weiter um den Erhalt und die Pflege der bestehenden Spielplätze kümmern.

Außerdem will sie noch einen Flyer erarbeiten, auf dem alle Plätze der Gemeinde mit ihren Besonderheiten verzeichnet sind.

„Ich habe da noch einen Geheimtipp“, verkündete der Bürgermeister. „Den Spielplatz Im Hufeisen hier in Etelsen. Das ist ein Wasserspielplatz geworden.“ Der ist zwar noch nicht offiziell eingeweiht, aber das tut dem Vergnügen keinen Abbruch.

Nicht so viel Freude haben teilweise die Anwohner am Mohnblumenweg mit dem neuen Platz. Das liegt allerdings nicht an den begeistert spielenden Kindern, sondern an Besuchern, die mit dem Auto in die enge Wohnstraße kommen und ihre Fahrzeuge dann vor den Häusern stehen lassen. „Gar nicht weit weg von hier kann man auf dem Parkplatz vor der Mehrzweckhalle Cluvenhagen prima sein Auto abstellen“, erklärte Andreas Brandt. „Das werden wir dann auch noch in den Flyer aufnehmen.“

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