Freilichtbühne Daverden zieht positive Bilanz

„Die Flussprinzessin“: Sechs Aufführungen in zwei Wochen und ein tolles Team

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Allein schon das Bühnenbild und die Kostüme, hier Volker Meyer als Krebs und Heike Ertel als Hexe, waren eine Wucht. Dazu kam noch ein klasse Stück mit toller Musik. 

Daverden - Die Flussprinzessin hat inzwischen die Alte Aller verlassen und ist weitergezogen. Zurück bleibt die leere Freilichtbühne im Daverdener Holz mit der herrlichen Kulisse, einer Unterwasserwelt. Traurig darüber war nicht nur Stephanie Förster, die erstmals gemeinsam mit Uwe Witten Regie geführt hat.

Es waren tolle Aufführungen, die immerhin 2 150 Besucher, vor allem Kinder, auf die schöne Waldbühne lockten. Und als nach der letzten Aufführung dann auch noch Goldlametta von oben auf die Akteure regnete, fiel der Abschied noch schwerer.

„Die Flussprinzessin“ hieß das diesjährige Märchenstück der Freilichtbühne Daverden. Geschrieben hat es Xenia Ertel, selbst eifrige Laiendarstellerin, schon vor einigen Jahren. Da aber Uwe Witten nicht ausreichend junge Schauspielerinnen und und -spieler zur Verfügung hatte, musste dieses schöne Stück zunächst in der Schublade liegen.

Im vergangenen Jahr fand auf der Freilichtbühne wieder eine Ferienspaßaktion statt und da waren so viele Kinder dabei, die unbedingt einmal richtig auf der Bühne stehen wollten, dass Uwe Witten und Stephanie Förster keine Probleme mehr mit der Rollenbesetzung hatten. Und nicht nur die sieben kleinen Fische in Alter von sechs bis elf Jahren waren eine Augenweide für die vielen Besucher.

Tolle Kostüme

Doch was war das Besondere am diesjährigen Stück? Da waren die tollen Kostüme, angefangen vom aufwendigen Kostüm der Flusshexe, gespielt von Heike Ertel, bis hin zu den Kostümen der vielen kleinen Fische. Hier hatten sich Melanie und Fenja Meyer sowie Karin Cyriacks so richtig ins Zeug gelegt.

Vor jeder Aufführung kam Volker Penczek mit vielen Kindern auf die Bühne, um die Gäste zu begrüßen. Er war zu diesem Zeitpunkt zwar schon immer bärtig, hatte sein Kostüm als König aber noch nicht an. So band er sich schnell ein Baströckchen um die Hüften und los ging es. Zunächst wurde gesungen, Edelfried Hennig hat auch für dieses Stück die Musik geschrieben.

Alle seine Lieder der bisherigen Vorführungen, und die gibt es schließlich schon seit dem Jahr 2000, wurden auf DVD gebrannt und konnten käuflich erworben werden. Es sind sogar noch Exemplare vorhanden, die auch weiterhin verkauft werden. Heiko Schmidt hat in dieser Saison wie in jedem Jahr ein Video aufgenommen, das auch erworben werden kann.

Xenia Ertel hat das Stück „Die Flussprinzessin geschrieben – und spielt auch seit Jahren in Daverden mit.

Seit Ende Februar hatten die großen und kleinen Schauspieler geprobt. Und alle Darsteller, ob groß oder klein, waren so textsicher, sodass die beiden Souffleusen Jutta Mohrmann und Eric Förster gar nicht eingreifen mussten. „Ich habe lediglich als Regieassistent ausgeholfen und die kleinen Fische in die richtigen Positionen beordert“, so Eric Förster nach der letzten Aufführung.

„Zwei Wochen mit sechs Aufführungen sind für die Kinder genug“, befand Stephanie Förster. Auch wenn es den jungen Schauspielern noch so viel Spaß macht. Gerade nach den vier Nachmittagsvorführungen, wenn die Darsteller den Besuchern ihre Autogramme gaben. Bei den beiden Vormittagsvorstellungen für Schulen und Kindergärten gab es diese Autogrammstunde nicht. Worüber einige Kinder richtig traurig gewesen sein sollen.

Voll des Lobes für Verpflegung

Stephanie Förster war voll des Lobes für das Verpflegungsteam und der Federführung von Ulrike Meyer-Penczek sowie Petra und Michael Heine. Auch für die Techniker fand sie nur lobende Worte. Es waren vor allem junge Leute, die die ganze Verantwortung für die Mikros und die wichtigen Zwischentöne an den richtigen Stellen hatten. „Es war ein ganz tolles Team auf und hinter der Freilichtbühne“, schwärmte die junge Regisseurin, deren Kinder auch zu den Fischen gehörten.

Jetzt ist also wieder Ruhe auf der Freilichtbühne eingekehrt. Doch an einigen Nachmittagen oder Abenden in der Woche können die Spaziergänger plattdeutsche Laute auf der Freilichtbühne hören. Geprobt wird nämlich jetzt schon für die plattdeutsche Komödie „Jümmer Arger mit Wotan“. Premiere ist am Samstag, 11. August, um 20 Uhr.

hu

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