Schulverein organisiert das erste Etelser Fliegerfest - inklusive Flugzeugwerft

„Wann ist meiner fertig?“

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Fliegerdoktor Andreas Stampa (re.) reparierte beim ersten Etelser Fliegerfest abgestürzte Holzflugzeuge.

Etelsen - Die Schüler sind in Ferienstimmung, ein Zimmermann repariert Flugzeuge – es ist Fliegerfest in der Etelser Grundschule. Das erste. Das wurde jetzt auf dem Schulhof kräftig gefeiert.

„Das Fliegerfest ist der Ersatz für das Drachenfest“, erklärte Organisator Andreas Stampa. Der Vorstand wollte etwas Neues anbieten, das ebenso wie das Drachenfest mit Herbst, Wind und draußen etwas zu tun haben sollte. So kam der Etelser nach einigem Überlegen auf das Fliegerfest.

Kurzerhand bestellte Stampa 75 Bausätze für Holzflugzeuge, die seinen strengen Anforderungen jedoch nicht standhielten. „Es ist für die Kleinen zu schwierig, die Bauteile zu halten und gleichzeitig zu kleben“, so Stampa. Deshalb bastelte er 75 Werften, mit Stützen für Tragflächen und Rumpf.

In Reih und Glied aufgestellt, warteten am Freitag 43 wunderschöne Flieger auf ihre jungen Besitzer. Die Erst- bis Viertklässler hatten die Flugzeuge am Vortag zusammengebaut und farbenprächtig gestaltet. „Es sind wahre Kunstwerke entstanden. Alles hat super geklappt“, schwärmte Stampa und blickte stolz auf den Tisch.

Zu Beginn des Fests holten die Mädchen und Jungen ihre Flieger ab und liefen auf den Schulhof. Dort warfen sie die Flugzeuge in die Luft und verfolgten genau deren Bahn. Manch einer drehte auch einen Looping. Die Kinder jauchzten laut.

Der Jubel verebbte abrupt, als Flieger unsanft auf den Boden aufschlugen. „Meiner ist kaputt“, rief jemand und hielt Stampa Flugzeug samt abgeknicktem Heck unter die Nase. „Bei mir ist ein Flügel abgebrochen“, schallte es aus anderer Richtung.

Flugs wurde der Organisator zum Fliegerdoktor – mit speziellem Klebstoff und der nötigen Ruhe reparierte er die Flugzeuge, so gut es ging.

Unterstützung bekam Stampa von Boris Dräger. Bessere Hilfe hätte er sich nicht wünschen können – Dräger ist Tischler und war einer von zehn Eltern, die den Kindern beim Fliegerbau hilfreich zur Seite standen. Mit Schraubzwingen, Zangen, Klebeband und jeder Menge Improvisationstalent schaffte es der Handwerker, auch komplizierte Brüche zu reparieren.

„Wann ist meiner fertig?“, fragten die Kinder. „Zehn Minuten“, lautete die Antwort der Erwachsenen. Eine Geduldsprobe.

Also turnten die Mädchen und Jungen an den Geräten auf dem Hof, spielten fangen und ließen sich Würstchen, Kuchen und Süßes schmecken, das der Schulverein anbot. Derweil plauderten die Eltern angeregt miteinander, auch einige Großeltern kamen zum Fest.

Die nächste Aktion des Vereins ist das Schulkino, das am Donnerstag, 26. November, ansteht. Am ersten Adventswochenende sind Vereinsmitglieder dann auf dem Weihnachtsmarkt bei Beckröge anzutreffen – am Stand des Schulvereins gibt es frische Waffeln.

„Im Februar veranstalten wir wieder eine Kinderdisco“, freut sich Vorsitzende Anja Weidemann. Die Disco war ausgefallen, weil die Kinder der Eltern, die die Veranstaltung organisiert hatten, auf weiterführende Schulen gehen.

„Inzwischen haben sich Nachfolger gefunden, die die Disco auf die Beine stellen“, berichtete Weidemann strahlend.

is

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