Verzögerung und Mehrkosten

Neubau der Oberschule Langwedel hinter dem Plan

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Die Oberschule Langwedel wird zum Schuljahresbeginn 2018/19 fertig – aber nicht ganz. Während der Schulbetrieb im Erdgeschoss und im 1. Obergeschoss aufgenommen werden soll, wird bis zu den Herbstferien an den Fachräumen im 2. Obergeschoss noch gearbeitet.

Langwedel - Die schlechte Nachrichten: Der Bau der Oberschule Langwedel hinkt heftig dem Zeitplan hinterher. Die Verzögerung ist nicht mehr aufzuholen, teurer wird die Geschichte dadurch auch. Die guten Nachrichten: Trotz allem bleibt man im bisher kalkulierten Kostenrahmen und man wird den Betrieb zum Schuljahr 2018/19 im neuen Gebäude aufnehmen können – wenigstens zu weiten Teilen.

Christopher Hundertmark von der Assmann Beraten und Planen AG, die sich der Flecken Langwedel zur Projektbetreuung beim Oberschulneubau ins Boot geholt hat, stellte dem Schulausschuss am Montagabend den jüngsten Statusbericht und Bauzeitenplan vor.

Verantwortlich für die Probleme sind laut Hundertmark die Fenster, beziehungsweise die lange Zeit nicht vorhanden Fenster, für das Obergeschoss der neuen Schule. Dreimal hat man die Kunststofffenster ausgeschrieben, dreimal nicht ein einziges Angebot bekommen. „Der Markt ist quasi leer gefegt“, so Hundertmark. Die Fenster gingen alle in den derzeit boomenden Wohnungsmarkt.

Schließlich entschied man sich dazu, Metallfenster auszuschreiben, wie sie ohnehin für das Erdgeschoss der Schule vorgesehen sind. Hier gab es dann ein Angebot, sogar im Kostenrahmen. Allerdings hatte man mittlerweile einen herben Zeitverlust auf dem Buckel. Durch die fehlenden Fenster rutschten auch andere Gewerke nach hinten, man geriet in die ungünstigere Bauzeit Winter, zusätzliche Kosten entstanden.

Erst sehr gut im Rennen, hatten die fehlenden Fenster einen gehörigen Stau bei den Arbeiten ausgelöst.

Die kann man aber immer noch auffangen, da man zu Beginn der Bauphase nicht nur schnell war, sondern bei manchen Ausschreibungen unter den ursprünglichen Planungen blieb. Auch aktuell liegt man noch unter dem Gesamtbudget von 16,28 Millionen, die Gesamtkostenprognose steht bei 16,2 Millionen Euro.

„Jetzt haben wir wieder Land unter den Füßen“ so Christopher Hundertmark. Um das Ziel, im Schuljahr 2018/19 loslegen zu können, habe man den Bauzeitenplan umgestrickt, wird die Schule nicht von oben nach unten, sondern von den unteren Stockwerken nach oben fertig gebaut.

Was bedeutet: Das Erdgeschoss und das 1. Obergeschoss werden pünktlich fertig, am 2. Obergeschoss wird noch bis zu den Herbstferien gearbeitet. Noch Fragen?

Umzug sorgt für Veränderungen im Stundenplan

Die Politiker hatten zu diesem Zeitpunkt keine, Oberschulleiter Rolf Bartels hatte. Sind Mensa und Schulküche zum neuen Schuljahr voll nutzbar? Wird es durch die Bauarbeiten im 2. Obergeschoss Einschränkungen im Schulbetrieb geben? „Es geht hier um mehr als einen reinen Umzug von Menschen und Material“, so Bartels. Mit dem Einzug ins neue Gebäude werde sich einiges im Schulbetrieb und im Stundenplan ändern. Da wäre man gern besser als momentan über den Stand der Bauarbeiten und die Planungen informiert, so Bartels, auch um selbst alles gut planen zu können.

Mensa und Schulküche werden fertig, so Christopher Hundertmark. „Aus heutiger Sicht klappt das.“ Im 2. Obergeschoss würden dann auch keine Lärm intensiven Arbeiten mehr vonstattengehen, sondern zum Beispiel der Innenausbau. Wenn die Schule die Fachräume im B-Block dringend benötige, dann sei auch dessen Abriss in den Sommerferien nicht in Stein gemeißelt, so Hundertmark.

Sehr wohl in Stein gemeißelt ist allerdings der Abriss von Haus A und B, spätestens sobald die neue Oberschule endgültig fertig ist. „Das ist Bestandteil der Baugenehmigung“, so der Hinweis von Bürgermeister Andreas Brandt vor dem Hintergrund von manchen Überlegungen aus der Politik, Altgebäude für eine spätere Hortbetreuung oder ähnliches stehen zu lassen. - jw

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