Bildband „Ut de Schooltiet“ druckfrisch zum Sommerfest erschienen

Schule, Schüler und Lehrer in einem dicken Buch

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Harald Nienaber, Theda Henken, Sigrid Ernst, Hinrich Bunke, Irmtraud Kutscher und Harald Haase (von links) präsentieren den soeben eingetroffenen Bildband.

Daverden - Von Inka Sommerfeld. „Das sieht ja schön aus“, rief Theda Henken begeistert. Harald Haase pflichtete ihr bei: „Ein schönes Ding.“ Sigrid Ernst, Irmtraud Kutscher und Hinrich Bunke blätterten ebenfalls mit leuchtenden Augen im umfangreichen Bildband „Ut de Schooltiet“. Davon hatte der Verdener Verleger Harald Nienaber einige Exemplare mitgebracht.

Nein, es ist noch nicht Weihnachten. Auch wenn die Fünf sich riesig über die Bücher freuten. Nienaber hatte ihnen, Sigrid Meyer-Klein und Waltraudt Löwner je ein Buch geschenkt – als Dank für die Mitarbeit.

Das wurde jetzt passenderweise im Küsterhaus in Daverden, auch als Alte Schule bekannt, präsentiert. Wie es der Titel schon vermuten lässt, geht es um Schulen, Schüler und Lehrer. Die sind auf rund 500 Fotos zu betrachten. Alles im Farbdruck, betonte Nienaber. Auch wenn damals Aufnahmen lediglich in schwarz-weiß möglich waren. „So kommen die Graustufen besser zur Geltung“, erklärte der Verleger. Die beiden ältesten Fotos stammen aus dem Jahr 1886 und zeigen eine Mädchen- und eine Jungenklasse vor der Alten Schule in Daverden. Wer weiß, vielleicht entdeckt manch einer seine Ahnen darauf. Die neuesten Fotos sind von 2010.

„Irgendwann mussten wir Schluss machen“

Nicht nur Fotos von der Alten Schule in Daverden sind im Bildband veröffentlicht, sondern auch von Einrichtungen im gesamten Flecken Langwedel – neun Volks-, drei Grundschulen und eine Mittelschule. So entstand ein Werk, das 280 Seiten umfasst. „Dabei hätten wir noch viel mehr Fotos abdrucken können, aber irgendwann mussten wir Schluss machen“, sagte Kutscher. Denn alles begann 2009, als Heinz Kleinschmidt mit einigen Manuskripten und einem Karton voller Fotos im Haus der Werbung in Verden erschien – daraus sollte ein Buch entstehen. Nienaber beauftragte Dieter Häfker und Andrea Schlüsselburg damit, die Bilder einzuscannen und zu bearbeiten und die Texte zu erfassen. „Heinz Kleinschmidt fand es faszinierend, am Bildschirm zu sehen, was aus seinen Fotos wird. Er war mit Leib und Seele dabei“, erzählte Nienaber schmunzelnd.

Ende 2014 holte Kleinschmidt einige Vertraute mit ins Boot, um aus seiner Sammlung von Schulbildern einen Bildband entstehen zu lassen (wir berichteten).

Der Band wird auf dem Sommerfest, das am Sonntag, 10. Juli, im und am Küsterhaus gefeiert wird, vorgestellt. Beginn ist um 14 Uhr mit der Buchpräsentation. Harald Nienaber berichtet über die Entstehung des Bildbands. Die ersten der 750 Exemplare umfassenden Auflage werden verkauft. Im Laufe des Nachmittags hält Klaus Fricke einen kurzen Vortrag über „Schule damals“. In den Räumen ist eine Foto- und Bilderausstellung über die Schulen im Flecken Langwedel zu sehen. Selbstgebackener Kuchen und Kaffee, Wein und kühle Getränke können sich Besucher in den Zelten im Garten schmecken lassen. Und wer möchte, besichtigt das kleine Schulmuseum.

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