Vorbereitung auf Geburtstag

Schule in Langwedel wird 50 Jahre alt

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Viktoria Uyar, Calip Kastell und Seher Avanas haben, unter anderem, Torten verkauft und gebacken – nach Rezepten, die mindestens ein halbes Jahrhundert alt sind. 

Langwedel- Eine spannende Woche liegt hinter den Schülerinnen und Schülern der Oberschule am Goldbach: die Projektwoche. Das Thema lautete „Schule früher – Schule heute“ – laut Schulleiter Rolf Bartels, weil die einstige Langwedeler Hauptschule vor 50 Jahren am heutigen Standort eingeweiht wurde, später kam noch die Realschule hinzu. Offiziell gefeiert werden soll dieses Jubiläum später.

Nach einer Woche intensiver Arbeit wollte man den Eltern und der interessierten Öffentlichkeit die Projekte natürlich präsentieren. Organisiert wurde die Projektwoche von Katja Nötzel schon ein Stück weit als Vorbereitung auf die offizielle Jubiläumsfeier. Mit eingebunden waren auch zwei ehemalige Lehrer, Gerd Schmakeit und Roswitha Baehrens, die sich gern noch einmal für ihre alte Schule engagierten.

„Schule & Freizeit“ war eines der Themen. Dominik Müller war einer der Schüler, die sich damit befassten. Eine Erkenntnis: Damals gab es viel mehr Sport außerhalb der Schule.

Um zu recherchieren, waren die Schüler in Langwedeler Geschäfte und befragten Kunden. Anhand der Antworten wurden Diagramme erstellt. Dabei stellten die jungen Geschichtsforscher fest: Je älter die Interviewten waren, von umso strengeren Regeln wurde berichtet.

Eine weitere Gruppe beschäftigte sich mit Spielen von früher und heute und hatten auch einige alte Spiele mitgebracht.

„Fire-School!!!“ war das Thema einer anderen Gruppe. Nein, nicht die Schule sollte brennen, sondern die Gruppenmitglieder befassten sich mit den Feuerwehren. Als Schulbetreuer war Feuerwehrmann Jörn Winkelmann oft in den Schulen für die Ortswehren unterwegs, um über Brandschutz aufzuklären. Selbst waren die Schülerinnen und Schüler in den Feuerwehrhäusern in Daverden und Langwedel.

Politisch ging es in einer anderen Gruppe zu, die sich mit dem Vietnamkrieg beschäftige. Im gleichen Raum war auch der Contergan-Skandal und seine Folgen ein Anlass für Recherchen, ebenso wie der Beginn von Herztransplantationen.

Wie kleidete man sich vor 50 Jahren und wo gab es eine Schuluniform? Auch dieser Frage ging man nach. Und die alte Weisheit „Früher war alles besser“ wurde eindeutig widerlegt. Das Rauchen hat abgenommen, auch die Jugendkriminalität ging zurück. Erschüttert waren die Oberschüler, als sie feststellten, dass weltweit im Jahr 2000 noch 246 Millionen Kinder arbeiten mussten, 70 Prozent davon eine gesundheitsschädigende Tätigkeit ausübten. 2012 war diese Zahl auf 168 Millionen Kinder gesunken, aber die verrichteten Arbeiten sind immer noch mit einer 50-prozentigen Wahrscheinlichkeit der Gesundheitsgefährdung verbunden.

Auch mit dem Gewässerschutz früher und heute hatte man sich beschäftigt. Der Anteil der deutschen Flüsse und Seen, die den EU-Grenzwert für Badegewässer einhalten, ist von 30 Prozent im Jahr 1992 auf heute 98 Prozent gestiegen.

Bei so viel Präsentationen war für Eltern und Großeltern eine Kaffeepause zwischendurch genau das Richtige. Passend zu dem Punkt „Kochen früher und heute“ hatten sich Seher Avanas, Calip Kastell und Viktoria Uyar Torten gebacken – wie sie im Prinzip schon vor 50 Jahren gefertigt wurden.

Zum Abschluss des Tages gab es dann noch besondere Leckerbissen. Die Tanz-AG trat in der Aula auf und erhielt tosenden Beifall. In der Aula wurde es in der Folge immer heißer, was nicht nur die Raumtemperatur betraf. Die Bandklasse GoldRock und die Schulband Goldcreek heizten die Stimmung so richtig an. Obendrauf gab es noch die Lehrerband, die erstmals seit geraumer Zeit wieder auftrat.

Da kam schon einige Bewegung ins Publikum, selbst wenn nicht wirklich jemand der Aufforderung zum Tanzen nachkam. Dazu war es in der Aula aber eigentlich auch zu warm. 

hu

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