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Schützenverein Völkersen plant Neubau für 600 000 Euro

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Von: Wolfgang Hustedt

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Aktiver Verein: Alle gewählten Vorstandsmitglieder auf einen Blick.
Aktiver Verein: Alle gewählten Vorstandsmitglieder auf einen Blick. © Hustedt

Völkersen – Der Schützenverein Völkersen beabsichtigt in den Jahren 2023 bis 2025 den Neubau einer modernen Schießsportanlage mit zugehörigen Nebenräumen. Darüber diskutierten die Vereinsmitglider ausgiebig auf der Jahreshauptversammlung. In Zukunft soll der Luftgewehrstand auch für Ligaschießen und Meisterschaften zur Verfügung stehen, um den aktuellen Anforderungen der Schießsportordnung gerecht zu werden, leitete der Vorsitzende Uwe Konow die Diskussion ein.

Die Planung hat Manfred Meyer übernommen, Architekt und Vereinsmitglied. Über den Planungsstand informierte Bernd Sackretz, der bis 2018 den Schützenverein fast 25 Jahre führte. „Auf dem aktuellen Grundstück ist der allseitigen Grenzbebauung eine Erweiterung des Schießstands nicht möglich. Daraus resultiert die Notwendigkeit eines Neubaus“, sagte Sackretz und nannte als Standort die Fläche neben der Boulebahn an der Grünen Straße. „Das geht aber nur, wenn die Politik mitspielt“.

Als Bausumme nannte er 600 000 Euro, doch galoppieren die Baupreise augenblicklich. Sackretz klärte über Förderungen seitens des Fleckens Langwedel, des Landkreises und des Kreissportbundes auf. Er stellte auch die Möglichkeit vor, dass der Theaterverein „Völk’ser Platt“ dort mit einziehen könnte, aber auch andere Gruppen, die jetzt noch im kirchlichen Gemeindehaus untergebracht sind. Dann wäre ein Versammlungsraum in der Größe von 250 Quadratmetern erforderlich.

„Das ist für das Dorf eine große Chance“, schwärmte Ortsbürgermeister Andreas Noltemeyer von den Planungen. Auf Anregung von Kerstin Wendt wurde der Vorstand beauftragt, die weiteren Planungen aufzunehmen. Die Planungen hinsichtlich der Größe und Ausgestaltung könne dann später geklärt werden.

Nach den Planungen soll der Kleinkaliberstand (50 Meter) komplett überdacht werden und sechs Schießbahnen mit Scheibenzuganlagen erhalten. Die Außenmauer hinter dem Kugelfang wird mit geschlossenem Kalksandstein erstellt, so Manfred Meyer. Die Luftgewehranlage (zehn Meter) erhält 13 Schießbahnen mit elektronischen Anlagen. Für die Schüler sollen zwei Anlagen mit Lasertechnik eingerichtet werden. Als Nebenräume sind ein Unterrichtsraum, ein KK- und ein LG-Auswerteraum mit entsprechenden Geräten geplant. Doch die genaue Planung liegt nun in den Händen des Vorstands, der sich um Fördermittel bemühen wird. Auch muss das jetzige Domizil verkauft werden. Die Mitglieder würden aber bei jeder Entscheidung einbezogen, hieß es.

Neben diesem wichtigen Punkt gab es umfassende Neuwahlen. Uwe Konow, seit 2018 Vorsitzender, wurde ebenso bestätigt wie Gaylord Blume als 2. und Matthias Habrecht als 3. Vorsitzender. Kassierer bleibt Christian Tiedemann, sein Vertreter Tobias Hollmann. Als Schriftführer wurde Jens Willenbrock bestätigt, als sein Vertreter Christian Mattfeldt. 1. Schießwart bleibt Hans-Heiner Gieschen, 2. Schießwart Carsten Heuer. Als Jungschützenbetreuer wurde Niko Scharnhusen gewählt, als sein Vertreter Maik Gutowsky, als Betreuer der Kinderabteilung Imke Tiedemann, ihr Vertreter bleibt Ingo Oetting. Andreas Brandt wurde als Pressewart bestätigt. In den Festausschuss für den Förderkreis der Dorfgemeinschaft, der auch das jährliche Dorfgemeinschafts- und Erntefest organisiert, wurden Christoph Früchtenicht, Kerstin Wendt und Matthias Habrecht gewählt. Schließlich wurden Christoph Früchtenicht, Christian Prange und Andreas Tiedemann zu Fahnenträgern bestimmt.

Nachdem die Versammlungsteilnehmer der verstorbenen Mitglieder Rudolf Schmidt und Wilfried Mann, der den „Knitterorden“ ins Leben rief, und Ingrid Cordes, Gründungsmitglied der Damenabteilung, gedacht hatten, begrüßte Uwe Konow Simone Oetting als Damenkönigin. Der Schützenkönig Gerd Sackretz wohnt in Rotenburg und kam nicht zur Versammlung. Nur kurz fiel Konows Jahresbericht aus. Er sprach die Hoffnung aus, dass der Ukraine-Krieg schnell beendet werde und in Europa wieder Frieden einkehre. Mit den Jubilaren wurde am 17. Juli ein gemütlicher Nachmittag bei „Grashoff“ organisiert.

Schießsportleiter Hans-Heiner Gieschen freute sich über 322 Vereinsmitglieder. Mehrere Mannschaften nahmen an den Rundenwettkämpfen der Pokalvereinigung „Alte Aller“ und im Kreisschützenverbund teil. Auch in der Bezirksliga Neustadt traten Völkser Schützen an. Die Mannschaft mit Bernd Sackretz, Hans-Ulrich Block und Hans-Heiner Gieschen wurde Bezirksligameister, verpasste das Aufstiegsschießen zur Landesliga Nord aber. Bei den Kreismeisterschaften und dem Fernwettkampf waren mehrere Völkser Schützen erfolgreich.  whu

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