Niemand will vakante Vorstandsposten übernehmen

Schützenverein Langwedel steht am Abgrund

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Bald verwaist? Das Vereinsheim der Langwedeler Schützen steht am Burgberg.

Langwedel - Der Schützenverein (SV) Langwedel von 1878 steht am Abgrund. Denn nach dem Rückzug des Vorsitzenden und des Schriftführers steht er ohne Vorstand da.

Auf der Jahreshauptversammlung im Gasthaus Klenke erklärte sich niemand bereit, einen dieser Posten oder die schon länger vakante Position des stellvertretenden Vorsitzenden zu übernehmen. Nach 138 Jahren könnte damit die Geschichte des ruhmreichen Schützenvereins Langwedel enden. Gerade mal 25 Prozent der Mitglieder hatten den Weg zur Versammlung gefunden. Dabei standen Wahlen zum Vorstand auf der 14 Punkte umfassenden Tagesordnung.

Wie seit langem bekannt, ist der Posten des zweiten Vorsitzenden unbesetzt. Nun stellte sich auch Vereinschef Rüdiger Hogrefe aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr für eine Wiederwahl zur Verfügung. Und da auch Schriftführer Stephan Rinn frühzeitig seinen Rückzug von diesem Ehrenamt bekannt gegeben hatte, waren gleich drei Vorstandsposten neu zu besetzen. Wie von vielen im Verein befürchtet, fanden sich allerdings keine Kandidaten dafür.

Die Jahreshauptversammlung wurde beim Tagesordnungspunkt Wahlen abgebrochen. Für Donnerstag, 3. März, ist eine außerordentliche Versammlung des SV Langwedel im Gasthaus Klenke anberaumt. Einziger Punkt werden dann die Wahlen zum Vorstand sein.

An die Mitglieder wurde appelliert, sich doch mehr in den Verein einzubringen. Denn sollte sich am 3. März kein neuer Vorstand finden lassen, so würde im Anschluss das Vereinsleben ruhen. Es wird aller Voraussicht nach auch kein Schützenfest 2016 geben. Im schlimmsten Fall droht die Auflösung des Vereins.

Dabei hatte Hogrefe in seinem letzten Jahresbericht durchaus Erfreuliches aufgelistet. Die Teilnahme an den Veranstaltungen des Kreisschützenverbandes (KSV) Verden und der Pokalvereinigung (PV) „Alte Aller“ seien zumeist ein Gewinn für die Langwedeler gewesen. Zumindest geselliger Art, oft aber auch aus schießsportlicher Sicht.

Schießwart Dieter Rowohlt berichtete von vielen Erfolgen der Sportschützen. Kreismeistertitel und Rundenwettkämpfe wurden in den Mannschafts- und Einzelwettbewerben gewonnen. Und bei der PV „Alte Aller“ sackten die Langwedeler den „A-Pokal“ ein.

Das Schützenfest im Juli hingegen litt nach Angaben des Vorsitzenden unter der „afrikanischen“ Hitze, so dass weniger Mitglieder und Besucher kamen. Was auch zu finanziellen Einbußen geführt habe.

Neben Tadel gab es aber auch Lob auf der Versammlung. Hogrefe sprach den Aktiven des Vereins seinen Dank für die vielen Arbeiten im Schießstand aus.

Ehrenvorsitzender Heinrich Osmers wiederum dankte Rüdiger Hogrefe für seine Arbeit als Vorsitzender. Gleichzeitig sprach er Hogrefe gute Wünsche für eine baldige Genesung aus.

Helga Osmers wurde zum Ehrenmitglied ernannt. Damit würdigte der Schützenverein die Verdienste der langjährigen Leiterin der Damenabteilung.

Bei dieser Truppe ist alles im „Lot“. Damenleiterin Regina Aves berichtete von sportlichen Erfolgen sowie viel Geselligkeit bis hin zu Tagesausflügen. Das von der Damenabteilung ausgerichtete „Er & Sie-Schießen“ sei gut angenommen worden.

Die Kinderabteilung umfasst noch acht Mitglieder, die von Anja Behrmann betreut werden. Die Jungschützen, merkte deren Betreuer Jan Behling an, bräuchten dringend Nachwuchs..

roh

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