Ab 14 Uhr Zug von Schülingen nach Völkersen über die Landesstraße 155

Demo gegen Dea-Vorhaben

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Stellvertretend für die kreisverdener BI´s erhoffen Thomas Vogel sowie Andreas und Paul Noltemeyer eine breite Unterstützung für ihr Anliegen

Völkersen - „Der Landkreis Verden darf nicht zur „Asse“ der Erdgasindustrie werden“, so Thomas Vogel von der Bürgerinitiative (BI) „No Fracking.Deshalb haben die Bürgerinitiativen aus Langwedel, Inschede, Thedinghausen, Achim Odeweg/Schafwinkel und Völkersen unter dem Motto „Kein Gift in unsere Erde“ für Sonnabend ab 14 Uhr eine Demonstration organisiert.

Dahinter steht das gemeinsame Anliegen, das Verpressen des bei der Ergasförderung als Abfallprodukt anfallenden Lagerstättenwassers verhindern.

Treffpunkt und Auftakt der Demo ist in Schülingen der Parkplatz nahe des Hauptbetriebsplatzes der DEA. Nach der Begrüßung durch BI-Sprecher Thomas Vogel wird sich der Demonstrationszug in Richtung Völkersen in Bewegung setzen, wo gegen 16 Uhr auf dem Sportplatz die Abschlusskundgebung unter anderem mit den beiden Bundestagsabgeordneten Christina Jantz und Andreas Mattfeldt stattfinden wird.

Für den geselligen Erfahrungsaustausch nach der Demo ist für Speise und Getränkestände gesorgt.

Menschen, die nicht die gesamte Strecke zu Fuß zurücklegen können, haben die Möglichkeit, Trecker mit Anhänger zu nutzen.

Das Erdgasunternehmen Dea (früher RWE-Dea) hat vor einigen Monaten die „Verpressung“ von bis zu 130.000 m³ Lagerstättenwasser pro Jahr beim zuständigen Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie beantragt.

Den Versicherungen des Unternehmens, man verfolge mit diesem Vorhaben die nachhaltigste Lösung, habe bei einer Studie die wirtschaftlichen Bedingungen gar nicht geprüft, schenken die Bürgerinitiativen wenig bis gar keinen Glauben.

Auch die Aussage der DEA, man wolle das Lagerstättenwasser nicht „verpressen“, es gehe um „die drucklose Rückführung von insgesamt rund 90.000 m³ Lagerstättenwasser pro Jahr in den bereits heute mit natürlichem Lagerstättenwasser durchzogenen Bereich … in mehr als 5.000 Meter Tiefe“ beeindruckt die Initiativen vor Ort wenig.

Das Unternehmen, so die Initiativen, wolle das „hochgradig mit Benzol und Schwermetallen belastete Abwasser einfach in das alte, schon gefracte d.h. geologisch veränderte Bohrloch Völkersen Nord-Z3 verklappen“. Probleme wie schadhafte Bohrlochzementierung, Wegsamkeiten zum Trinkwasserreservoir Rotenburger Rinne, mögliche durch Verpressung ausgelöste Erdbeben etc. blieben völlig unberücksichtigt.

Aus diesem Grund fordern die Bürgerinitiativen eine seitens des Bundes oder der Landesregierung in Auftrag gegebene unabhängige Studie zum weiteren Umgang mit dem aus ihrer Sicht gefährlichen Abfall.

Sei die Verpressung erstmal genehmigt, würden andere Unterhnehmen auf den Zug aufspringen und das Völkerser Pilotprojekt übernehmen, so die Befürchtung der Bürgerinitiativen, die auf eine Landkreis übergreifende Unterstützung hoffen – und für Verkehrsbehinderungen während der Demo jetzt schon einmal um Verständnis bitten.

jw

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