Junge Sozialdemokratin will Lebensqualität im Flecken steigern

Schon in Grundschule politisch interessiert

Vivian Willenbrock. - Foto: Mix

Langwedel - Vivian Willenbrock hat sich schon in der Grundschule für Politik interessiert. „Ich habe mich beim Projekt jugend@langwedel engagiert und zum Beispiel ein Stück Wald mit aufgeräumt“, berichtet die 23-Jährige im Gespräch mit der Redaktion. Etwas für das Gemeinwesen zu bewirken, fasziniert sie bis heute. Die Studentin und baldige Lehrerin kandidiert deshalb bei den Wahlen zum Langwedeler Gemeinderat und Daverdener Ortsrat.

„Denn dort werden ja die Entscheidungen getroffen“, weiß Willenbrock. Sie wolle politisch mitgestalten und dabei besonders die Belange ihrer Altersgruppe im Auge haben.

Die junge Frau ist bereits Vorsitzende des Verdener Kreisverbands der Jungen Sozialdemokraten, wie sich die heimischen Jusos nennen, und Vize-Chefin der SPD Langwedel/Etelsen. „Solidarität ist für mich ein hohes Gut, auch Gerechtigkeit“, begründet Willenbrock, warum sie in dieser Partei ihre politische Heimat gefunden hat.

Die zusammen mit zwei älteren Geschwistern im Elternhaus am Sonnenbergsweg aufgewachsene und dort noch wohnende Daverdenerin, die am Verdener Domgymnasium Abitur gemacht hat, studiert an der Uni Bremen Chemie und Biologie auf Lehramt und schreibt gerade an ihrer Master-Abschlussarbeit. Von August an wird sie zunächst ein Jahr lang an einer Oberschule in Bremen-Walle unterrichten, bevor sie sich in Niedersachsen um ein Referendariat bewerben will.

Ihr politisches Engagement sei eine „zeitliche Zusatzbelastung, aber es geht um die Lebensqualität vor Ort“, betont Willenbrock, die sich im Flecken Langwedel zu Hause fühlt. Und dort deshalb einiges voranbringen will.

Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist ihr ein Anliegen. „Ich halte es für wichtig, die Betreuungsmöglichkeiten von Krippe bis Hort auszubauen.“

„Bildung vor Ort“ will sie durch eine attraktive Oberschule sichern. Das Angebot an Fächern und Arbeitsgemeinschaften sollte ihrer Ansicht nach in Absprache mit den Lehrkräften und Eltern erfolgen, „ideologisches Vorgehen ist wenig förderlich“.

Auch Bau- und Verkehrsfragen findet die junge Sozialdemokratin spannend. Ein Kreisel anstelle der großen Kreuzung in Daverden könnte dort womöglich die Verkehrssicherheit erhöhen, fällt ihr beim Stichwort „Ortsentwicklung“ ein. Willenbrock hält es zudem für notwendig, bezahlbaren Wohnraum im Flecken zu schaffen und die Spielplätze gut auszustatten. „Und ein Bürgerbus könnte die etwas abgelegenen Ortsteile wie Völkersen besser ans Zentrum anbinden.“

Auch beim Thema Umweltschutz positioniert sich Vivian Willenbrock. Das neue Gesetz zu Fracking, Lagerstättenwasser-Verpressung & Co. reicht ihr mit Blick auf Erdbeben oder das Risiko von Trinkwasser-Verseuchung vor Ort nicht aus. „Die Erdgasförderung in dicht besiedelten Gebieten sollte beschränkt werden.“ - mm

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