Reichlich Einsätze für Ortsfeuerwehren nach Gewitterschauern

Schneise der Verwüstung zieht sich durch Daverden

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In der Straße Am Bullergraben in Daverden stürzte ein Baum auf ein Wohnhaus.

Landkreis Verden - Umgestürzte und abgeknickte Bäume sorgten am Sonnabendnachmittag nach einem Unwetter an vielen Orten im Landkreis Verden für zahlreiche Einsätze von Feuerwehr, THW und Polizei. In Achim-Uesen blockierte ein Baum die Autobahnzufahrt. In Daverden wurde durch eine abgeknickte Baumkrone die Oberleitung der Bahnstrecke Hannover – Bremen abgerissen, und nur wenige Meter weiter, in der Straße Am Bullergraben, stürzte ein Baum auf ein Wohnhaus.

Motorsägen waren ein unverzichtbares Hilfsmittel. Bei dem Wohnhaus brauchten die Ehrenamtlichen der Feuerwehr zudem die Verdener Drehleiter, um an die auf das Dach ragende Baumkrone zu gelangen. Nur wenige Meter weiter zersägten die Ehrenamtlichen einen auf der Straße liegenden Baum. Ein weiterer gekippter Baum ragte auf das Gebäude einer Tischlerei in der Straße Am Köbens.

Unterhalb der zwischen diesen Einsatzstellen liegenden Eisenbahnbrücke (Feldstraße) hatte eine abgeknickte Baumkrone die Oberleitung abgerissen. Die Folge war eine Streckensperrung und ein unfreiwilliger Zwischenstopp auf dem Bahnhof Langwedel für etliche Bahnreisende. Dort stand ein ICE, der aus München auf den Weg nach Bremen war.

Herabstürzende Äste rissen eine Oberleitung der Bahn ab.

Durch den Halt im Bahnhof konnten die Bahnreisenden wenigstens den Zug verlassen, aber es gab keine Taxen und keine klaren Informationen, wann es weitergeht. Da lagen bei manchen Bahnreisenden die Nerven schnell blank. Angekündigt wurde dann, dass der Zug zurück nach Verden fahren werde. Von dort sollte ein Schienenersatzverkehr eingerichtet werden.

In Daverden legten heruntergestürzte Äste und Baumkronen den Bahnverkehr lahm. 

Derweil gingen die Aufräumarbeiten durch Feuerwehr und THW weiter. Überall sah man auch Bürger bei kleineren Aufräumarbeiten. Ein Herr berichtete, dass in Völkersen Landwirte mit Treckern Bäume von den Straßen gezogen hätten.

Diese Bahnreisenden kamen zunächst nur bis Langwedel. Dort ging nichts mehr für den ICE aus München.

„In Hönisch stürzte ein Baum auf ein Wohnhaus, ein anderer begrub in Groß Hutbergen ein Auto unter sich. Zudem wurde die L 203 zwischen Groß Hutbergen und Weserbrücke durch mehrere herabgestürzte Äste sowie einen umgestürzten Baum blockiert. Die Ortsfeuerwehren Döhlbergen-Rieda und Hönisch-Hutbergen rückten aus und beseitigten die Gefahrenstellen“, teilte die Kreisfeuerwehr später mit.

In Groß Hutbergen stürzte ein Baum auf ein Auto. 

Am späten Nachmittag sei zudem in Verden durch den Starkregen eine Eisenbahnunterführung teilweise geflutet worden. „Hier konnte die Feuerwehr die Gefahr ebenfalls schnell beseitigen, sodass es zu keinen größeren Verkehrsbehinderungen kam“, berichtete Feuerwehrsprecher Dennis Köhler.

Informationen der Bahn waren da schon schwieriger zu bekommen. Die DB-Regio Niedersachsen twitterte am späten Sonnabendnachmittag zu der Streckensperrung: „Etelsen – Langwedel ein Gleis wieder befahrbar. Züge von und nach Bremen verkehren wieder auf dem Regelweg mit allen Halten. Es kommt aber noch zu Verspätungen.“ Bei der Zugauskunft wurden gestern Nachmittag keine Sperrungen mehr angezeigt. J wb

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