Saskia Meyer aus Langwedel geht in internationalen sozialen Freiwilligendienst

„Ich wollte schon etwas Sinnvolles machen“

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Saskia Meyer wird ein Jahr in einer Behinderteneinrichtung in den USA arbeiten.

Langwedel - „Oh, ja. Das wollte ich immer schon mal machen. Ich bin aber nie dazu gekommen. Und jetzt ist es zu spät. Irgendwie…“ Das hat wohl jeder schon mal zu hören bekommen. Von Freunden, Bekannten oder der Person, die einem aus dem Spiegel anguckt. Saskia Meyer aus Langwedel wird das nicht passieren. Sie macht es, geht für ein Jahr ins Ausland. Aber nicht einfach nur so.

2011 hat die Langwedelerin Abitur gemacht, anschließend eine dreijährige Ausbildung zur Krankenschwester absolviert. Seit einem halben Jahr arbeitet sie in ihrem Beruf am Diakonieklinikum in Rotenburg. Aber nicht mehr lange. Ihre Stelle in Rotenburg hat sie gekündigt.

„Irgendwann war da der Gedanke: Ich möchte noch einmal ins Ausland“, erzählt die 23-Jährige. Aber nicht „Work and Travel“ – also irgendwo einen Job annehmen und mit dem verdienten Geld die weitere Reise finanzieren. „Ich wollte schon etwas Sinnvolles machen. Wo ich mich vielleicht mit meinem erlernten Beruf nützlich machen kann. Erfahrungen sammeln.“

Saskia Meyer wandte sich an „World-Horizon“. Eine kleine Organisation, die weltweit versucht, soziale Projekte zu stärken und zu unterstützen – unter anderem mit Hilfe von jungen Leuten und einem internationalen Jugend Freiwilligendienst. Wobei „World-Horizon“ auch nicht jeden vermittelt. Einer Bewerbung folgt, bei potentieller Eignung, ein Vorbereitungstreffen.

Saskia Meyer wurde genommen, wird nach einem weiteren Vorbereitungsseminar Mittel Juli in die USA fliegen, um dann dort im Bundesstaat Michigan nördlich von Detroit im „Fowler Center“ mit anzupacken.

Das „Fowler Center“ hat es sich nach eigener Darstellung zur Aufgabe gemacht, Kindern und Jugendlichen mit einer Behinderung, sei sie nun körperlich oder geistig, einzigartige Erlebnisse in der Natur zu ermöglichen – und dadurch ihr Selbstvertrauen zu stärken.

Bei dem Center handelt es sich um eine Camp-Anlage in amerikanischen Ausmaßen: riesig. Seit 1957 ist das Center in Betrieb, zu den barrierefreien Aktivitäten gehören unter anderem Reiten, Schwimmen, Sport und Kunst-Workshops.

Das „Fowler Center“ ist, genau wie artverwandte Einrichtungen in Deutschland, vielleicht sogar noch wesentlich mehr, auf Spenden und die Arbeit von Freiwilligen und Ehrenamtlichen angewiesen.

Was im Prinzip auch für die Arbeit von „World-Horizon“ gilt, und was wiederum für Saskia Meyer bedeutet: Sie wird für ihren freiwilligen sozialen Dienst nicht mit Geld überhäuft – sondern muss tunlichst noch welches mitbringen und zwar in Form von Spenden. 3700 Euro sind das Ziel der 23-Jährigen. „Es wäre toll, wenn davon die Hälfte bis Mitte Juli zusammenkommt.

Klar kann man einfach spenden, wenn einen der Einsatz der jungen Frau und die Arbeit von „World-Horizon“ überzeugt. Saskia Meyer selbst ist aber auch dabei, einen Spendenlauf zu organisieren. Der soll am 31. Mai von 15 bis 19 Uhr vom Treffpunkt Sportplatz Oberschule Langwedel unter dem Motto „Laufen und Walken für den guten Zweck“ über die Bühne gehen. Wer sich auf die zwei oder fünf Kilometer lange Strecke begibt, zahlt 2,50 Euro Startgeld (es darf bestimmt auch mehr sein). Obendrauf gibt es Essen, Trinken, Musik und eine Preisverleihung.

Wer direkt spenden möchte kann das bei „World-Horizon“ unter dem Verwendungszweck „Spende, eingeworben von Saskia Meyer“ über folgendes Konto tun: IBAN: DE09300700100123503500, BIC: DEUTDEDDXXX.

jw

www.world-horizon.org

www.thefowlercenter.com

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