Salsa-Band „Zona Franca“ bringt Publikum im Rathaussaal zum Tanzen

Karibischer Klang verzaubert

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Tolle Musik, tolle Stimmen, tolle Ausstrahlung: „Zona Franca“ im Rathaussaal.

Langwedel - Karibische Rhythmen mitten in der norddeutschen Tiefebene – funktioniert das? Und ob! Dass diese Mischung sogar sehr gut harmoniert, zeigte die Bremer Formation „Zona Franca“ beim Jahresabschlusskonzert im Langwedeler Rathaus. Angesichts der feurigen Salsa-Klänge hielt es das Publikum nicht lange auf den Plätzen. Stattdessen wurde getanzt, was das Zeug hält.

Die 125 Plätze im Rathaussaal musste der Langwedeler Kulturverein als Veranstalter noch auf 140 aufstocken. Doch auch das reichte nicht ganz. Für Vorsitzenden Rolf Göbbert kein Problem: „Wir haben noch einige reingelassen, sitzen wollten die eh nicht“, sagt er und lacht. Den zunächst vereinzelten Tänzern gesellten sich im Laufe des Abends immer mehr Konzertbesucher, die anfangs noch gesessen hatten, dazu.

Zona Franca, eine Band mit Musikern aus Chile, Cuba, Puerto Rico und Deutschland, spielten größtenteils Salsa, Chá chá chá und den etwas langsameren Bolero. Für Martina aus Verden und Andreas aus Bremen, beide leidenschaftliche Tänzer, bedeutet diese Musik „die pure Lebensfreude“. Die beiden stellen ihre Tanzfiguren am liebsten bei Live-Musik zur Schau: „Wo was los ist, sind wir auch.“ Auch die Verdenerin Dorothee liebt seit etwa einem Jahr den Salsa zum „Abschalten vom Stress“. Tanzlehrer Carlos aus Mexiko vermittelte ihr im Tanzclub die ersten Schritte und begab sich ebenfalls aufs Parkett. „Die Musiker bekommen die Übergänge der unterschiedlichen Rhythmen sehr gut hin“, lobte er.

Und auch die Band war angetan davon, dass das Publikum sich derart mitreißen ließ: „Es ist nicht verboten zu tanzen, das verjüngt“, ermutigte einer der Musiker. Mit Kontrabass, Piano, Trompete und zwei Posaunen bekamen die Zuhörer ein beschwingtes, durchweg handgemachtes Konzert geboten. Über allem schwebend die ausdrucksstarken Stimmen der beiden Sängerinnen, die sich in ihren leicht unterschiedlichen Stimmlagen wunderbar ergänzten.

Das Programm umfasste viele bekannte Songs des Genres, etwa vom Buena Vista Social Club aus Cuba, in Deutschland durch den gleichnamigen Wim-Wenders-Film ein Begriff, „erotischen Salsa“ aus Spanien, Cumbia aus Kolumbien, dazu Klassiker wie „Quimbara“ und „Bambolero“, einst gesungen von der „Königin des Salsa“ Celia Cruz.

Zum Finale stieg eine der beiden Sängerinnen von der Bühne, entledigte sich ihrer High Heels und forderte die Zuhörer auf, mit ihr Rumba zu tanzen. Eine Bitte, der das Publikum, teils vor der Bühne, teils vor ihren Plätzen stehend, gern entgegenkam, inklusive „Zugabe, Zugabe“-Rufen.

ldu

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