Sängerin Yuly Allende kommt mit Band „Zona Franca“ nach Langwedel

Musik als Türöffner in eine neue Welt

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Yuli Allende ist die Frontfrau der Salsa-Band „Zona Franca“.

Langwedel - Norddeutscher Schmuddelwinter, grau trübes Wetter und genauso eine Stimmung? Zumindest für Dienstag, 29. Dezember, 19.30 Uhr, weiß der Langwedeler Kulturverein gehörig Abhilfe und lädt zum Jahresabschlusskonzert ins Langwedeler Rathaus mit karibischen Salsarhythmen ein, die die achtköpfige Bremer Salsaband „Zona Franca“ liefert.Rolf Göbbert vom Kulturverein sprach mit Yuly Allende, der chilenischen Sängerin der Band.

Hallo Yuly, wie bist Du zur Musik und nach Deutschland gekommen?

Allende: In Chile machen viele Menschen Musik. Mein Vater spielte Gitarre und Akkordeon. Für mich war es ganz normal mit Musik aufzuwachsen und auch in der Schule bekam ich gute Noten in Musik.

Damals hatte ich nie daran gedacht, professionell Musik zu machen. Es war für mich ein Traum. Ich studierte in San Fernando, meiner Heimatstadt mit etwa 50000 Einwohner, Grafik und Design.

Über meinen späteren Ehemann, einem Chilenen, der in Bremen arbeitete, kam ich nach Deutschland.

Wann hast Du gemerkt, dass Musik für Dich mehr ist als nur Unterhaltung?

Allende: Als ich in Deutschland war, hat sich vieles geändert. Ich hatte einen Freund aus Kuba, mit dem ich viel Musik gemacht habe. Ich hatte meine ersten Veranstaltungen und wurde für eine Reisemesse engagiert. Zuerst habe ich Gitarre gespielt und gesungen. Später konzentrierte ich mich mehr auf den Gesang. Einer meiner Förderer in Bremen ist Nicolai Thein.

In Bremen bin ich dann an Salsa geraten. Es war für mich etwas völlig Neues, denn in Chile spielte ich überwiegend Folklore. Als Südamerikanerin merkte ich sofort, dass mir das karibische Lebensgefühl liegt.

Als Sängerin der Bands Zona Franca und Casino arbeitest Du in gemischten Formationen mit Deutschen und Latinos. Wie läuft die Zusammenarbeit und was macht den Unterschied aus?

Allende: Es gibt große Unterschiede zwischen den deutschen und den lateinamerikanischen Musikern. Das hat Vor- und Nachteile. Die Latinos sind sehr spontan und lebensfreudig. Die Deutschen sind sehr pflichtbewusst, gut strukturiert und alles ist gut organisiert. Ich mag das sehr.

Meine Aufgabe als Sängerin und Frontfrau ist es, die südamerikanischen Eigenschaften für die Show zu nutzen. Dazu hört das Improvisieren und auf spontane Reaktionen vom Publikum zu reagieren.

Wer sucht bei Euch die Songs aus und wie sind andere lateinamerikanische Einflüsse zu erklären?

Allende: Die Auswahl unserer Musik erfolgt demokratisch. Der Einfluss der anderen Musikrichtungen erfolgt über die Auswahl der Stücke.

Auch wenn wir unseren eigenen Stil haben, verfremden wir die Lieder nicht so, dass die Vorlieben der einzelnen Musiker durchschlagen. Meine Wurzeln, die Folklore, haben nahezu keinen Einfluss auf unsere Musik. Wenn wir etwas afrokubanische oder Latin-Jazz Musik spielen wollen, suchen wir uns die Lieder danach aus.

Welche Bedeutung hat Musik in Deinem Leben?

Allende: Musik spielt für mich eine große Rolle. Sie hat mein Leben verändert. Musik ist meine Leidenschaft. Ich singe sogar beim Duschen. Sie war für mich der Türöffner in eine neue Welt mit neuen sozialen Kontakten. Musik ist meine Tankstelle. Sie gibt mir Energie, bringt mir Freude, lässt Sorgen vergessen. Ich bin überrascht über diese positive Entwicklung.

Und wer sich selber von der positiven Energie Yuli Allendes, von „Zona Franca“ und ihrer Musik überzeugen möchte, sollte sich eine Karte im Vorverkauf für 15 Euro in der Buchhandlung Rohrberg in Langwedel besorgen. An der Abendkasse kostet der Eintritt 18 Euro.

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