Neuer zweiter ALS-Sprecher / Gesellschaftspolitische Aufgabe und soziale Verpflichtung

Rottstegge löst Rischkopf ab

Bei der Arbeitsgemeinschaft Langwedeler Sportvereine tritt Frank Rottstegge als stellvertretender Sprecher die Nachfolge von Manfred Rischkopf an. Holger Flömer bleibt Sprecher. Sylvia Kornau (v.li.) wurde als Protokollführerin verabschiedet. Foto: Hustedt

Daverden – Als Holger Flömer 2011 zum Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Langwedeler Sportvereine (ALS) gewählt wurde, war sein erster Ausspruch: „Ich habe Lust am Vereinsleben“. Und diese Lust ist ihm noch nicht vergangen. Auf der jüngsten Jahreshauptversammlung der ALS im Waldschlößchen Daverden wurde er einstimmig für weitere zwei Jahre in diesem Amt bestätigt. „Ich bin aber auch schon 22 Jahre lang Vorsitzender des TSV Eintracht Völkersen, sodass ich mich langsam aus dem Vereinsleben zurückziehen werde“, kündigte Flömer an.

Sein Stellvertreter Manfred Rischkopf, noch Vorsitzender des TSV Etelsen, verzichtete aus Altersgründen auf eine Wiederwahl. Er ist 71 Jahre alt. „Ich habe die Aufgabe gern wahrgenommen und habe viele Erfahrungen und neue Erkenntnisse für meine Tätigkeit als Vorsitzender des TSV Etelsen gesammelt. Besonders gefreut hat es mich, dass sich in dieser Zeit die Wahrnehmung der ALS verändert hat, weg von der reinen Verteilung von Fördergeldern hin zu einem neuen Miteinander, denn die ALS hat auch eine gesellschaftspolitische Aufgabe und eine soziale Verpflichtung“, so Rischkopf.

Manfred Rischkopf schlug der Versammlung als seinen Nachfolger einen engagierten Kandidaten vor: Frank Rottstegge, Vorsitzender des TSV Cluvenhagen. Er wurde dann auch einstimmig zum neuen stellvertretenden ALS-Sprecher gewählt.

In seinem Jahresrückblick informierte Holger Flömer, dass sich aktuell 30 Vereine der ALS angeschlossen haben. Diese Vereine haben insgesamt 7 677 Mitglieder, also gut 50 Prozent der Einwohner der Gemeinde. 29 Prozent davon sind Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren, 24 Prozent der Mitglieder sind älter als 60 Jahre.

Erfreulich nicht nur für Flömer: Nach Jahren der Stagnation sind wieder Mitgliederzuwächse, in der Regel durch neuartige Sportangebote, in den Vereinen zu verzeichnen. Zudem profitiere mannach wie vor von den umfangreichen Fördermaßnahmen der Gemeinde.

Immer problematischer werde die Situation in den gemeindeeigenen Sporthallen. Die Einführung neuer Trendsportarten sowie die Anforderungen des Leistungssports stellten die hallensporttreibenden Vereine vor ein immer größer werdendes Problem. Nur zwei Sporthallen sind von der Größe her für Handballtraining auf Leistungsniveau geeignet.

Davon besonders betroffen ist der TSV Daverden mit den meisten Handballmannschaften im Flecken. Die Daverdener haben jetzt Zeiten in der Sporthalle der BBS Dauelsen gemietet und hoffen, dass der Flecken Langwedel die entstandenen 2 000 Euro Mietkosten übernimmt.

Traditionell waren bei der Versammlung auch die ehemaligen ALS-Sprecher Fritz-Bruno Scholz und Gerhard Behling, jetzt KSB-Vorsitzender, ebenso dabei wie etliche Kommunalpolitiker.

Bürgermeister Andreas Brandt dankte seinem Hauptamtsleiter Rolf Korb für die Unterstützung. Die Lüftungsanlage der Sporthalle Völkersen stehe vor der Fertigstellung, im kommenden Jahr werde die Beleuchtung in Völkersen wie auch in der Mehrzweckhalle Cluvenhagen auf LED umgestellt.

Die Vorsitzende des Sportausschuss Sigrid Ernst stellte die Bedeutung der Sportvereine heraus. Vereinsarbeit werde von Vielfalt und der Gemeinschaft getragen.

Breiten Raum nahmen die Berichte ein. Die Schützenvereine verzeichnen konstante Mitgliederzahlen, der Wassersportverein Intscheder Wehr freut sich, nach acht Jahren des Bestehens 78 Mitglieder zu haben. Beim FC Langwedel und dem FSV Langwedel-Völkersen sind 50 Prozent der Mitglieder Kinder und Jugendliche, so Rolf Korb. Bei der IG Partner Pferd werden die Kinder immer jünger. Beim MTV Langwedel wurden ohne Murren die Beiträge erhöht, so Vorsitzender Marco Behrmann, der als Kassenwart des Kreissportbundes auch dort eine Beitragsanhebung für erforderlich hält.  hu

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