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Regen hält Völkerser nicht auf

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Von: Wolfgang Hustedt

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Gegen das Schietwetter konnten auch diese Herrschaften leider nichts ausrichten. Aber Spaß hatten trotzdem alle.
Gegen das Schietwetter konnten auch diese Herrschaften leider nichts ausrichten. Aber Spaß hatten trotzdem alle. © Hustedt

Völkersen – Beim Dorfgemeinschafts- und Erntefest in Völkersen scheint immer die Sonne. Bis auf vergangenen Samstag, da schüttete es richtig. Lag das an einem der 21 Festwagen, der sich die Dürre des Sommers als Thema genommen hatte und dessen Teilnehmer mit Gießkanne als Kopfbedeckung herumliefen? Wie auch immer, der Stimmung tat das Wetter keinen Abbruch.

So setzte sich der bunte Zug pünktlich in Bewegung, und trotz des Regens standen viele der Einwohner unterwegs an den Straßenrändern. Die Anwohner hatten ihre Vorgärten herbstlich geschmückt – ein schöner Anblick.

Das gibt es nur in Völkersen: eine Gießkanne mit Regenschirm.
Das gibt es nur in Völkersen: eine Gießkanne mit Regenschirm. © Hustedt

Zunächst ging es zur Erntebraut Alena Mattfeldt, wo es die Aufgabe des Erntebräutigams Yannick Henke war, den Erntekranz herauszufordern. Das aktuelle Erntepaar wurde unterstützt von ihren Vorgängern Merle Jahns und Nils Köster sowie den Ernteleuten für das nächste Jahr, Emma Kocem und Niklas Speck. Damit die Paare auch nicht zu nass wurden, hielt Vater Andreas Mattfeldt schützend einen großen Schirm über die Erntepaare. Die Musik zu der traditionellen Zeremonie kam handgemacht von Andreas Brandt.

Die wetterfesten Völkerser Erntepaare (v.li.) Merle Jahns, Alena Mattfeldt, Emma Kocem, Yannick Henke, Nils Köster und Niklas Speck. Sie wurden unter die Schirmherrschaft von Andreas Mattfeldt gestellt, Andreas Brandt machte die Musik.
Die wetterfesten Völkerser Erntepaare (v.li.) Merle Jahns, Alena Mattfeldt, Emma Kocem, Yannick Henke, Nils Köster und Niklas Speck. Sie wurden unter die Schirmherrschaft von Andreas Mattfeldt gestellt, Andreas Brandt machte die Musik. © Hustedt

Anschließend setzte sich der Umzug wieder in Bewegung. Nächster Halt war die Aufstellung auf der Weide von Wolfgang Lutz am Heideweg. Dort sollten alle die Möglichkeit erhalten, sich die Erntewagen in Ruhe anzuschauen. Kindheitshelden aus der Sesamstraße fuhren mit, Harry Potter und das Sandmännchen. Sogar die Hexen von Düvelssaal waren gekommen. Mönche und Nonnen waren beim Umzug dabei – und fanden das Wetter auch nicht klasse. Die Dorfkinder der Hehrenwiese waren dabei und Benjamin Blümchen aus dem Bassener Zoo. Ganz ehrlich: Bei dem „tollen“ Wetter machte der Zug nicht so lange Pause wie sonst, anschließend gab es Kaffee und Kuchen im Grashoff’s. „Die Stimmung war echt sehr gut“, schwärmte Petra Henke, Mutter des Erntebräutigams Yannick. Der Kuchenverkauf der Dorfzeit wurde auch gut angenommen. In der Festscheune trug die Erntebraut Alena Mattfeldt das Erntegedicht vor.

Schon vor zwei Wochen hatte es die Fahrradrallye gegeben. Die Siegerehrung nahm jetzt Organisator Frank Tödter vor. Es siegte das Team „Zumba Zumba Tätärä“ vor dem Team „Vimex“, der „Tödter-Clüver-Gang“, dem Team Bockhoop und der „Gadamons Fahrradgang“.

Anschließend eröffneten die Erntepaare den Tanz, und dem Vernehmen nach wurde noch bis in den Sonntagmorgen gefeiert.  whu

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