22. April rüttelt auch Bürgermeister Brandt stark auf

Das Rathaus nah am Zentrum eines heftigeren Erdbebens

Bürgermeister Andreas Brandt (SPD) am Schreibtisch im „Chefzimmer“ des Langwedeler Rathauses. Im kommenden Jahr wird der Verwaltungschef sich zur Wiederwahl stellen.

Langwedel - Dass sein Dienstzimmer nah am Epizentrum eines Erdbebengebiets liegt, hätte sich der Langwedeler Bürgermeister Andreas Bandt bei seinem Amtsantritt sicher nicht träumen lassen. Seit den Erschütterungen vom 22. April ist es aber durch die Messstelle direkt im Rathaus nachgewiesen.

Knapp fünf Millimeter Schwingung pro Sekunde wurden damals hier ermittelt. Das zählte zum höchsten Wert in der gesamten Umgebung. Zur Veranschaulichung: Schon ab zwei Millimetern pro Sekunde ist mit Schäden etwa an denkmalgeschützten Gebäuden zu rechnen.

Mehrere längere Risse an Wänden des Langwedler Rathauses sind vermutlich durch die Erdstöße entstanden.

Jener 22. April bleibt für Brandt der – nicht im angenehmen Sinne – denkwürdigste Tag des jetzt ablaufenden Jahres im Flecken Langwedel. Da musste er jetzt beim Pressegespräch gar nicht lange überlegen. Die Risse an Rathauswänden, -decken und Fliesen sind ja auch unübersehbar.  Positiv bewertet Brandt hingegen die „unbürokratische Schadensregulierung“. Es wurden noch weitere Häuser lädiert, deren Eigentümer sich jedoch alle mit dem Erdgasförderbetrieb über angemessene Entschädigungsgelder geeinigt hätten.

Dabei sei bis zur jetzigen, offiziellen Bestätigung durch die Landesregierung immer nur von einem „wahrscheinlichen“ Zusammenhang zwischen Erdgasförderung und Erdstößen die Rede gewesen.

Die Gespräche der Gemeinde mit der Firma Dea zur Schadensregulierung laufen noch auf der Grundlage von Gutachten weiter.

Die Einrichtung der BebenMessstelle im Rathaus habe sich aber bereits bewährt, und lange Auseinandersetzungen über Schwinggeschwindigkeiten wie bei früheren Langwedeler Beben seit 2005 gebe es nun nicht mehr, freut sich Andreas Brandt.

Froh wäre er auch über Mittel zur Instandsetzung in einem anderen Bereich. So sei der Zustand des Radweges zwischen Langwedes und Etelsen nach wie vor ein Ärgernis.

An der Landesstraße sei hier natürlich das Land Niedersachsen zuständig, und es reiche nicht mehr aus, Warnschilder aufzustellen, moniert der Langwedeler Bürgermeister.

Sogar aus eigenen Mitteln habe die Gemeinde schon den Radweg in Höhe Etelsen beim Sportplatz verbreitern lassen, um hier die Schulwegsicherheit besser zu gewährleisten. Dabei stellte sich dann heraus, dass auch die Entwässerung an dem Weg nicht mehr funktioniere und daher erneuert werden musste. 

la

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