Kunst im alten Käsewerk

Räumlichkeit und Tiefenwirkung

Paul Kroker (Mitte) sprach zur Eröffnung der Ausstellung von Sigi Brüns (re.) im ehemaligen Etelser & Alperi Käsewerk. - Foto: Hägermann
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Paul Kroker (Mitte) sprach zur Eröffnung der Ausstellung von Sigi Brüns (re.) im ehemaligen Etelser & Alperi Käsewerk.

Etelsen - Eine dreitägige Ausstellung war am Wochenende zu sehen im ehemaligen Betriebsgebäudes des Etelser & Alperi Käsewerks. Ausstellende Künstlerin war Sigi Brüns.

Bereits im September des Vorjahres hatte Brüns mit ihren Werken Räume bespielt, die mit den ihnen innenwohnenden Geschichten prädestiniert scheinen für künstlerische Aktionen - vorausgesetzt, Künstler/Künstlerinnen sind imstande, sich mit ihren Ausdrucksformen gegen die unprätentiöse Kraft der Räume zu behaupten.

Sigi Brüns war das im September eindrucksvoll gelungen. An diesem Wochenende gelang ihr eine Wiederholung. Der Titel der Ausstellung: Drei Monate digital, drei Tage analog - Prints, Siebdrucke, Malerei.

Die Bilderschau zeigt Werke, die von November bis Februar entstanden sind.

Während dieser Zeit wurden auf der Internetseite von Kultur im Norden (Kuno) die verschiedenen Schaffensphasen der Bremer Künstlerin online vorgestellt.

Und zwar in Form von drei „Ateliers“. Ein viertes Atelier mit Namen „Versuche/Versuchungen“ blieb zunächst bewusst leer. Sigi Brüns füllte es in drei Monaten mit rund 60 Werken.

Die Netz-Gemeinde konnte ihr dabei wöchentlich in Echtzeit zusehen und erhielt mittels Videos und Texten zusätzliche Informationen zur Arbeitsweise der Künstlerin in ihrem temporären Kreativ-Laboratorium.

Initiator dieser Kunstaktion im Internet war Paul Kroker. Er ist Gründer und Betreiber der Internetseite KUNO (und das steht für Kultur im Norden e.V.).

Virtuell wird real

Auf der sehr gut besuchten Vernissage am vergangenen Freitagabend sprach Kroker vom Reiz der Verlagerung einer virtuellen Ausstellung in reale Räume und von Bildern, die zwischen „Abstraktem und Gegenständlichem chargieren“. Als studierte Innenarchitektin sei Sigi Brüns stets bemüht, Räumlichkeit und Tiefenwirkung zu schaffen. Brüns, die sich am liebsten verschiedener künstlerischer Disziplinen bedient, hingegen sprach von der Herausforderung, aber auch von dem „leichten Druck“, unablässig künstlerisch produktiv sein zu müssen.

Musikalisch gerahmt wurde die Ausstellungseröffnung von der Sängerin Yolanda Arias und dem Gitarristen Joaquin Buitrago.

Auch wenn die Ausstellung in Etelsen jetzt gelaufen ist: Die Arbeiten von Sigi Brüns sind auch weiterhin online zu sehen - auf https://www.kunoweb.de/zentralarchiv/

häg

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