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Quilts in Daverden: Seit beinahe 20 Jahren infiziert

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Sylvia Bunnenberg, Katja Kubitzki und Michaela Wallrabe haben sich zur Künstlerinnengruppe „Lorelie“ zusammengeschlossen und stellen derzeit noch im alten Küsterhaus aus.
Sylvia Bunnenberg, Katja Kubitzki und Michaela Wallrabe haben sich zur Künstlerinnengruppe „Lorelie“ zusammengeschlossen und stellen derzeit noch im alten Küsterhaus aus. © Hustedt

Daverden – Hell und freundlich sieht es im Küsterhaus ja immer aus. Jetzt aber stellt eine Künstlergruppe namens „Lorelie“ dort ihre kunstvollen Werke aus. An den Wänden hängen farbenfrohe Patchwork-Arbeiten, auch auf den Tischen sind sie ausgebreitet. Und wenn wie am Wochenende die Sonne in das Haus hineinscheint, dann sieht es noch bunter, fröhlicher und einladender aus.

Die drei Bremerinnen Sylvia Bunnenberg, Katja Kubitzki und Michaela Wallrabe haben sich zur Künstlergruppe „Lorelie“ zusammengefunden und zeigen im Küsterhaus ihre Quilts. Sie gehen seit fast 20 Jahren ihrem Hobby nach. Das klingt harmlos, ist es aber nicht.

Jede der drei Künstlerinnen hat sich bei einem Anfängerkurs auf dem Gebiet Patchwork und Quilten infiziert. Auf einer gemeinsamen Urlaubsreise kamen sie das erste Mal mit farbenfrohen Frauenstoffen der amerikanischen Designerin Loralie Harris in Kontakt. Daher wählten die drei Bremerinnen den Vornamen „Lorelie“ als Namen für ihre Künstlergruppe.

Einmal im Monat treffen sie sich in Bremen-Nord, um gemeinsame Nähideen in eigenen Farben umzusetzen. Durch diese monatlichen Treffen kommen im Jahr zwölf Teile zusammen.

Sylvia Bunnenberg hat eine Vorliebe für bunte und farbenfrohe Stoffe, Michaela Wallrebe bevorzugt hingegen eher grün und gelb. Sylvia Bunnenberg hat Spaß am Nähen und hat zu Hause 40 bis 50 Exponate, die an die Familie verschenkt werden.

Von Katja Kubitzki kommt der riesige Schmetterling, der im alten Küsterhaus zu sehen ist. „Ich konnte erst häkeln, dann laufen“, scherzte sie und schwärmte von Regenbogenfarben. Sie ist am längsten dabei, schon 30 Jahre. „Durch ein Burda-Sonderheft mit dem Thema ,Patchwork’ kam ich zu diesem Hobby.“ Vor einem Jahr hat sie sich eine 3,40 Meter breite Long-arm-Quiltmaschine gekauft. „Ein Kleinwagen“, verriet sie über den Preis. In einem Keller in Bremen-Kattenturm entstehen ihre wunderschönen Quiltarbeiten.

Die beiden anderen Künstlerinnen bevorzugen die Nähmaschine oder das Handquilten. Eine Nähmaschine steht auch im Küsterhaus, damit Besuchern die zusammengenähten Kunstobjekte und ihre Entstehungsweise erklärt werden können.

Die Frage, ob denn die farbenfrohen Quilts auch verkauft werden, wurde zwar mit „Ja“ beantwortet. Aber wenn erklärt werde, wie teuer die Stoffe sind, würden viele Interessenten dann doch abwinken. „Wir quilten aber auch nur Hobby“, erklärten die drei Künstlerinnen.

Theda Henken, die Vorsitzende des Vereins für Kultur und Geschichte Daverden, der diese Ausstellung organisiert, war angetan von der Farbenpracht in den Räumen des Küsterhauses. Ein Besuch lohnt sich immer.

Am heutigen Mittwoch ist die Ausstellung von 17 bis 20 Uhr geöffnet und am kommenden Wochenende, 12. und 13. März, jeweils in der Zeit von 14 bis 18 Uhr.  whu

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