Anita Grant zur Rosenkönigin und Sarah zur Prinzessin gekürt

Rosenfest in Haberloh: „Prinzessin wollte ich schon immer mal sein“

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Dudelsackpfeifer Uwe Skowronek und Wirt Roland Pöllnitz mit Rosenprinzessin Sarah, Rosenkönigin Anita und den weiteren Kandidatinnen (von links) nach der Krönung. 

Haberloh - Dicht an dicht waren die Autos entlang der Wege des kleinen Ortes geparkt, neben dem Eingang zum Garten standen unzählige Fahrräder – im Hofcafé Haberloh wurde wieder Rosenfest gefeiert. Das fünfte. Von nah und fern kamen die Besucher, um im heimeligen Café und dem gemütlichen Garten „rosige“ Stunden zu genießen.

Blumen waren ein Anziehungspunkt auf dem Rosenfest. 

Reger Betrieb herrschte am Sonntagnachmittag. Kein Wunder bei dem Sonnenschein. Die Gäste ließen sich Kaffee und Kuchen schmecken, erstanden an den Ständen unter anderem Gelees, Marmeladen, Blumen, Kissenbezüge und Naturkosmetik und betrachteten Kunstwerke und Oldtimer-Trecker. Andere plauderten mit den Ausstellern, weitere entdeckten Freunde und Bekannte, mit denen es sich herrlich klönen ließ. Gästeführerin Silke Fronzek ging in ihrer Rolle als Weißnäherin Mine Cordes auf und verbreitete Klatsch und Tratsch, sehr zur Freude der Besucher. Dudelsackpfeifer Uwe Skowronek schritt würdevoll durch den Garten und zog alle Blicke auf sich – manch einer zückte seine Kamera und schoss ein Erinnerungsfoto. Mine Cordes räumte das Feld – gegen die lauten, schrillen Töne des Instruments kam sie nicht an. Kurz gesagt: Die Stimmung hätte besser nicht sein können. Alle warteten auf den Höhepunkt des Fests: die Wahl der Rosenkönigin.

Inzwischen waren blau-schwarze Wolken heraufgezogen, und tiefes Grollen kündigte ein Gewitter an. Als die ersten Tropfen fielen, machten sich einige Gäste auf den Heimweg, andere suchten mit Kaffeetasse in der einen und Kuchenteller in der anderen Hand ein trockenes Plätzchen drinnen im Café. Das war bald brechend voll.

Helles Gebimmel ertönte – Wirt Roland Pöllnitz kündigte an: „Wir wollen jetzt die Rosenkönigin wählen.“ Eine Anmeldung hatte er schon erhalten, und spontan meldeten sich vier weitere Kandidatinnen. Eine Rosenprinzessin wurde sofort gekürt – der Applaus des Publikums reichte aus, um Sarah aus Sottrum zur Prinzessin zu erheben. Der allerersten. Pöllnitz ging vor dem Mädchen auf die Knie und setzte ihr einen Rosenkranz auf. „Prinzessin wollte ich immer schon mal sein“, sagte die Achtjährige freudestrahlend.

Die Rosenkönigin dagegen musste ordnungsgemäß gewählt werden, befand Pöllnitz. Keine einfache Aufgabe, die die Besucher zu meistern hatten, denn es bewarben sich fünf Kandidatinnen um das Amt: Kerstin Lüßen aus Achim hatte sich angemeldet, spontan zur Wahl stellten sich Loretta Naujoks aus Bassen und Gaby Buschmann aus Verden. Um in eleganten Kleidern der Gründerzeit durch Café und Garten zu flanieren, waren Kleidermacherin Silvia Bierbaum aus Sottrum, die ihre inzwischen zur Prinzessin gekürte Nachbarin Sarah mitgebracht hatte, und ihre Freundin Anita Grant aus Ottersberg gekommen. Kurzentschlossen machten auch sie mit.

Welch ein Glück, der Regenschauer war vorüber, und ein Großteil der Gäste machte es sich wieder im Garten gemütlich. Dort warteten die Kandidatinnen, bis die Stimmen ausgezählt waren. Pöllnitz machte es kurz: „Die neue Rosenkönigin heißt Anita.“ Beifall brandete auf. Anitas Krone war ebenfalls ein Rosenkranz, den Pöllnitz ihr aufs Haupt drückte. In den Arm bekamen Hoheit einen riesigen Blumenstrauß – klar, mit Rosen –, einen Präsentkorb und Gutscheine für eine Massage und ein Dinner im Hofcafé.

„Es war ein großartiges Fest, die Resonanz war überwältigend“, resümierte Pöllnitz zufrieden. Allein am Sonntag verzehrten die Gäste 20 Torten. Sprach’s und schritt mit den beiden Majestäten am Arm ins Café – Dudelsackpfeifer Skowronek schritt vorneweg und machte den Weg frei. 

is

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