PäPP macht für drei Tage in der Grundschule Langwedel Station

Polizisten, Puppen und die Sache mit der Prävention

Warum soll man sich im Auto anschnallen? Maja, Björn Reschke-Thein, Teddy und Kerstin Wulfekuhl konnten das anschaulich vorführen.

Langwedel - „Hallo, guten Tag. Ihr dürft auch da vorn auf die Matte.“ Na, dass lässt sich die 2b an diesem Morgen von Kerstin Wulfekuhl nicht zweimal sagen. Schließlich hat man den Langwedeler Grundschüler in der Turnhalle Marienstraße Puppentheater versprochen. Aufregend. Und dann ist Polizei in der Halle. Noch aufregender. Das ist PäPP.

PäPP steht auch auf dem Aufnäher von Kerstin Wulfekuhls Uniform. „Pädagogische Puppenbühne der Polizeidirektion Oldenburg“ hätte da auch nicht raufgepasst. Das heißt PäPP nämlich.

Großartig fand das junge Publikum die Vorstellungen der Bühne. Womit mal der Beweis abgeliefert, war dass pädagogische Präventionsstücke (und nebenbei ein bisschen Werbung für die Polizei) absolut Spaß machen können. - Fotos: Wenck

Die gibt es schon seit 1991, solange ist die Polizei schon von Wilhelmshaven aus an Grundschulen unterwegs. Die Nachfrage ist so groß, dass man die PäPP um drei weitere Leute (mit Sitz in Delmenhorst) erweiterte. Trotzdem ist die Warteliste für einen Auftritt der Bühne lang. Zwei Jahre muss eine Grundschule bis zum nächsten Mal warten, wenn die Bühne einmal da war, erzählt Wulfekuhl, die an diesem Morgen mit ihren Kollegen Björn Reschke-Thein (wie Wulfekuhl Sozialpädagoge) und Polizeikommissar Karsten Döhrmann nach Langwedel gekommen ist. Selbstverständlich hat die Polizei bei ihren Schulbesuchen Hintergedanken. „Prävention“ steht ganz oben drüber. „Das ist aber nicht bloß der Verkehrskasper, wie ich den noch von früher kenne“, sagt Karsten Döhrmann. Für die 1. und 2. Klassen gab es in Langwedel das Stück „Geschnallt?!“, Verkehrserziehung auf die unterhaltsame Art. Die 3. und 4. Klassen sahen „Netz-Dschungel“, ein Stück in Sachen Medienkompetenz und Umgang mit den eigenen Daten.

„Die Kinder sind sehr, sehr dankbar“, beschreibt Wulfekuhl die Reaktionen des jungen Publikums. Was sich bei den Schule und vielleicht sogar den Eltern ähnlich verhalten dürfte. Schließlich kommt die PäPP nicht nur fürs Theater in die Schule, sondern wie jetzt in Langwedel auch noch für eine Nachbereitung im Unterricht. Elternabende sind aber auch machbar.

Noch hat die Vorstellung nicht angefangen, Kerstin Wulfekuhl beantwortet nach den Reporterfragen geduldig die Fragen der Kinder – da bricht bei denen Geschrei aus. Unter dem Vorhang arbeitet sich eine Hand durch und krabbelt wie eine Spinne an der Bühne lang. Mädchen und Jungen sind jetzt schon entzückt. „Die machen nur Quatsch“, meint die Sozialpädagogin. War aber nicht ernst gemeint. Das ist schon eine ganz seriöse Veranstaltung . Aber eine, die allen Beteiligten viel Spaß macht. 

jw

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