Verein trifft sich in Daverden 

Pflegestellen für Findelhunde dringend gesucht

Leroy, zirka 3,5 Jahre alt und 40 cm groß, ist bereits in Deutschland. Er wurde in Rumänien angefahren und humpelt seitdem. Sport und große Spaziergänge sind nichts für ihn. Der Rüde braucht eher ein kuschliges Zuhause.

Daverden - Von Wiebke Bruns. „Rumänische Findelhunde“ – kurz „Rufi“ – heißt ein noch recht junger Verein aus Daverden, der sich die Hilfe für Straßenhunde in Rumänien und deren Vermittlung an deutsche Tierfreunde zur Aufgabe gemacht hat. Eine Versammlung am Sonnabend, 28. Januar, um 12 Uhr im Restaurant Antiochia (Hauptstraße 69 in Daverden), will der Verein nutzen, um sich interessierten Hundefreunden vorzustellen. Denn Unterstützung auf vielfältige Weise wird dringend benötigt.

Auf Initiative von Gaby Dziuballe (Kassenwartin) und ihrem Lebensgefährten Rolf Kleemann (Vorsitzender) hat sich der Verein im vergangenen Jahr gegründet. Mehrfach waren sie schon in Rumänien und haben sich mit Tierschützern vor Ort getroffen, die dort kleine Tierheime betreiben.

„Wir haben uns auch eine Tötungsstation angesehen und einen Tierarzt besucht“, berichtet Dziuballe. „Das ist keine Erholung, sondern Stress“, merkt sie an. Die lange Fahrt, die Termine vor Ort und die psychische Belastung, wenn man das Tier-elend hautnah erlebt. „Man kann nicht jedem Hund helfen und muss sich für die Hunde freuen, denen man helfen konnte“, so ihre Einstellung.

„Derzeit haben wir 15 Mitglieder“, sagt die Daverdenerin und die brauchen dringend Unterstützung.

Doch wie kann die Hilfe aussehen? „Wir brauchen dringend Pflegestellen“, verdeutlicht Dziuballe. Es handelt sich dabei um Tierfreunde, die Hunde nach der Ankunft in Deutschland bis zur Vermittlung an neue Besitzer bei sich aufnehmen. Der Verein trägt die dabei entstehenden Kosten sei es für Futter, Zubehör oder Tierarzt. „Für viele ist es bestimmt interessant mit jemandem zu sprechen, der schon eine Pflegestelle hat“, glaubt die Kassenwartin und dazu bietet sich am Sonnabend eine gute Möglichkeit.

Der zirka acht Jahre alter Pekinesenmischling Pico sitzt aktuell noch in einer rumänischen Tötungsstation und darf Ende Januar nach Deutschland kommen. Eine Pflegestelle gibt es für ihn, aber er sucht noch ein endgültiges Zuhause.

Was dem Verein zudem fehlt, sind Kontakte zu einem Spediteur, denn die RuFis brauchen Unterstützung beim Transport. „Wir mussten schon Sachspenden ablehnen, weil wir nicht wussten wie wir die Sachen nach Rumänien bekommen“, so Dziuballe. Momentan würden deshalb nur Futterspenden und Wolldecken angenommen, diese werden allerdings auch Hände ringend gesucht. Körbe und Boxen seien zu sperrig. Alternativ könnten auch ehrenamtliche Fahrer helfen, denn der Verein verfügt über einen eigenen Transporter, der noch freie Werbeflächen bietet. Benötigt werden zudem günstige Lagerflächen im Raum Langwedel, Weyhe oder Brinkum.

Wer den RuFis helfen möchte, kann am Sonnabend einfach vorbeikommen, für die Planung wäre sie für eine Anmeldung aber dankbar. Möglich bei Dziuballe/Kleemann unter Telefon 04232 / 2677174.

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