Etelser feiern ihren Gottesdienst unter freiem Himmel / „Hoyaer Konfirmanden“ verabschiedet

Pfingsten vor der Kirchentür

Und es gab doch Musik: In dem gebotenen Corona-Abstand sangen Mitglieder des Gospelchores.

Etelsen – Bei strahlendem Sonnenschein fand an der Etelser Kirche ein besonderer Pfingstgottesdienst statt: Openair. Es war bereits der zweite Gottesdienst unter veränderten Vorzeichen in veränderten Zeiten, aber eben der erste Gottesdienst unter freiem Himmel.

Auch das Frühlingswetter lockte viele Besucher vor die Etelser Kirche, sodass die Mitglieder des Kirchenvorstands immer wieder Stühle heranschleppen mussten. Die Sitzgelegenheiten wurden in entsprechendem Abstand aufgestellt, Familien durften aber zusammensitzen. Dort, wo sich Menschen begegneten, sollte der Mund- und Nasenschutz getragen werden, ansonsten hätte man ihn abnehmen dürfen, doch fast alle Besucher behielten die Masken auf.

Da selbst draußen auf Gemeindegesang verzichtet werden muss, waren einige Sänger und Sängerinnen des Etelser Gospelchors gemeinsam mit dem Chorleiter Falko Wermuth für die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes dabei.

Beim ersten Lied „Die Sonne geht auf, die Sonne geht unter“ forderte Falko Wermuth die Besucher auf, mit Handbewegungen dieses Lied zu begleiten.

Pastor Martin Beckmann beglückwünschte die Kirche zu ihrem Festtag, Pfingsten wird ja als Geburtstag der Kirche gefeiert. Den entsprechenden Bibeltext las Sylke Beckmann. „Vom Himmel erschienen Zungen wie von Feuer, die sich verteilten. Auf Jeden der Anwesenden ließ sich eine nieder. Alle wurden mit dem Heiligen Geist erfüllt und begannen, in fremden Sprachen zu reden, wie es der Geist ihnen eingab.“

In einer kurzen Predigt machte Martin Beckmann den Sinn dieser Geburtsstunde der Kirche deutlich, denn die Gläubigen feiern die Sendung des Heiligen Geistes zu den Jüngern Jesu und seine bleibende Gegenwart in der Kirche.

Traditionell werden am Pfingstsonntag die „Hoyaer Konfirmanden“ nach ihrem ersten Jahr Konfirmandenarbeit verabschiedet. Vorbereitet wurden sie durch zehn Mütter, die den Konfirmandinnen und Konfirmanden die entsprechenden Urkunden überreichten.

In der Vorbereitungszeit sollten die Kinder Wünsche an die Kirche aufschreiben, die Pastor Martin Beckmann verlas: „Lass die Sonne scheinen für unser Solardach“. Ein Wunsch, den wohl viele haben, lautete: „Lass uns bald wieder die Feste feiern wie immer.“ Eine Sache betraf Beckmann direkt: „Lass Martin noch lange unseren Pastor bleiben.“

Auf den anschließenden Familienfrühschoppen musste verzichtet werden. „Wir wünschen uns, dass dennoch etwas von der pfingstlichen Freude und Offenheit spürbar wird, die diese Gottesdienste in den vergangenen Jahren erfüllt haben“, so Martin Beckmann, der sich zudem wünschte, dass die gemeinsame Konfirmandenfreizeit noch wird stattfinden können.

Mit Liedern, die von den Sängerinnen und Sängern des Gospelchors gesungen wurden, ging dieser Pfingstgottesdienst zu Ende. „Wenn das Wetter gut ist, werden wir auch in zwei Wochen wieder draußen unseren Gottesdienst feiern“, so Pastor Beckmann bei seinen Abschiedsworten.  hu

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