Petra Mattfeldt hat einen neuen historischen Roman veröffentlicht

Eine Frau nimmt Rache

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Mediengruppe Kreiszeitung

Daverden - Eigentlich hätte das Buch erst am 1. September erscheinen sollen. Bei einem großen Onlinehändler war „Die Rache der Tuchnäherin“ aber schon ein paar Tage eher zu haben. Das ist nicht der Grund, aber mit der Auslöser für das unglaublich große Lächeln von Petra Mattfeldt. „Das geht gerade durch die Decke. Ich freu mich so.“ Soll heißen: Der neue historische Roman der Daverdenerin verkauft sich vom Start weg mehr als zufrieden stellend.

Was eigentlich gar nicht so verwunderlich ist. Schon „Die Duftnäherin“, die Mattfeldt wie ihre anderen historischen Romane unter dem Pseudonym Caren Benedikt veröffentlichte, fand reichlich begeisterte Leserschaft.

Auch wenn die Geschichte der anfangs 16-jährigen Anna, die sich in der von Männern dominierten Welt des Mittelalters als Geschäftsfrau durchsetzt, einen Anker in der Liebesbeziehung zwischen Anna und Gawin hat: „Ich schreibe keine Liebesromane“, erklärt Petra Mattfeldt mit Nachdruck.

Aber eben historischer Romane mit einem gerüttelt Maß an Dramatik und drastisch geschilderten Szenen. Auch wenn es manchen Leserinnen schon mal zu brutal wurde. Das Leben im Mittelalter war eben kein Ponyhof.

Wie sich leicht an den Folgen der großen Pest im 14. Jahrhundert nachvollziehen lässt, wie auch die Freie und Hansestadt Bremen sowie ihre Bürger in der Mitte des 14. Jahrhunderts erfahren müssen. Neun Jahre nach dem Ende der „Duftnäherin“ setzt die neue Geschichte an. Anna und Gawin sind verheiratet, haben mittlerweile drei Kinder. Auch sonst taucht einiges Personal aus dem ersten Teil wieder auf.

Dazu kommen historisch verbriefte Persönlichkeiten, die Benedikt/Mattfeldt dann allerdings schon auch nach dichterischer Freiheit agieren lässt. In dem Roman steckt jede Menge Recherche, wie sich schon allein anhand der umfangreichen Quellenliste erahnen lässt.

Die Charaktere aus dem Auftakt der Geschichte haben sich weiter entwickelt, sind reifer geworden. „Anna zum Beispiel ist nicht nur lieb und nett. Sie hat Ecken, Kanten, Fehler.“ Und kämpft um Macht und Reichtum. Dazu kommt noch eine Mordserie in Bremen, die aufgeklärt werden will. In „Die Rache der Duftnäherin“ ist erwartungsgemäß einiges los, was die Erwartungen der Fans erfüllen und neue hinzugewinnen dürfte. „Es war schon ein gewisser Druck da, nachdem sich die Duftnäherin so gut verkauft hat“, gibt Petra Mattfeldt zu. Der Druck ist großer Erleichterung und der Überzeugung gewichen: „Das ist das Beste, was ich bisher geschrieben habe.“

Eine Lesereise, um das Buch zu bewerben, wird es nicht geben. Petra Mattfeldt hat auch noch ein Familien- und Berufsleben neben der Schriftstellerei. Und jede Menge Termine. Schließlich soll im kommenden Jahr der nächste Kriminalroman mit Kommissar Falko Cornelsen erscheinen, genauso wie der zweite Band des Jugendbuches „Der Jahrbuchcode“, den die Daverdenerin zusammen mit ihrem Sohn Uli schreibt.

Und die Duftnäherin Anna? Wird ihre Geschichte weitergehen? „Weiß ich noch nicht. Obwohl… ein paar gute Ideen für einen dritten Teil hätte ich schon. Aber damit wäre dann Schluss.“ Übrigens nicht am Schluss, sondern ganz zu Anfang der Langwedeler Kulturtage wird es doch eine Lesung aus „Die Rache der Duftnäherin“ (erschienen bei Knaur, 9,99 Euro als Taschenbuch) geben – am 9. Oktober ab 19 Uhr im Langwedeler Rathaus.

jw

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