„Park ist in einem hervorragenden Zustand“

Rund ums Etelser Schloss sollen in diesem Jahr die Wege erneuert werden

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Andreas Brandt (li.) wurde für weitere drei Jahre als Vorsitzender des Schlossparkvereins Etelsen gewählt, auch etliche Beisitzer wurden in ihren Ämtern bestätigt. Kurt Will (re.) dagegen mag nicht mehr 2. Vorsitzender bleiben.

Etelsen - Bürgermeister Andreas Brandt bleibt für weitere drei Jahre Vorsitzender des Schlossparkvereins Etelsen. Er wurde ebenso einstimmig im Amt bestätigt wie die anderen zu wählenden Vorstandsmitglieder.

So die beiden Beisitzer für den Aufgabenbereich „Gestaltung des Parks“, Helmrich Folkers und Peter Winter und die beiden Beisitzer für den Aufgabenbereich „Kulturangelegenheiten“, Dr. Ulrike Möller und Thilo Styhler. Der Beisitzer für „Werbung und Öffentlichkeitsarbeit“, Manfred Köster, bat auf der Jahreshauptversammlung des Vereins im Schloss Etelsen für seinen Posten um geheime Abstimmung. Er wurde bei nur einer Gegenstimme und einer Enthaltung gewählt. Fast zum Schluss der Versammlung verkündete Kurt Will dann, er stand übrigens gar nicht zur Wahl, dass er zum 31. Mai als stellvertretender Vorsitzender das Handtuch wirft. Aktuell ist man also auf der Suche nach einem neuen 2. Vorsitzenden.

Ein Quadratmeter Weg kostet zehn Euro

In diesem Jahr soll im Schlosspark eine Wegesanierung erfolgen. Ein gehöriger finanzieller Brocken, den Kurt Will auf etwa 30.000 Euro bezifferte. Will hofft, für das Projekt auf öffentliche Zuschüsse sowie Unterstützung seitens der Gesellschaft historischer Gärten und der Stiftung der Kreissparkasse.

Das Vorhaben an sich erläuterte Rainer Kossack. Die betroffene Wegefläche ist 2600 Quadratmeter groß. Sämtliche Wege sollen einen neuen Belag erhalten. Pro Quadratmeter rechnet man mit Kosten von zehn Euro. Im Juli soll diese Arbeit ausgeführt werden.

Diskussion um Baumspenden

In seinem Jahresbericht freute sich Andreas Brandt über die Mitgliederzahl von 444, aber auch über das Funktionieren der Bewässerungsanlage im Park. „Das Rondell würde sonst nicht so hervorragend aussehen.“ Brandt informierte über Gespräche mit der Kreisverwaltung zur Einstufung des Waldgebietes rund um das Mausoleum. Dort stehen viele alte Bäume, die jährlich kontrolliert werden. Ließe sich das Gebiet als Wald einstufen statt als Park, bräuchte man eine weniger aufwendige Pflege.

Diskutiert wurde darüber, ob es auch in Zukunft Baumspenden geben soll. Viele Mitglieder sprachen sich dafür aus, obwohl Kurt Will die Arbeit der Vorstandsmitglieder bei der Bewässerung der Neuanpflanzungen problematisierte. Für Andreas Brandt sollten auch in Zukunft Baumspenden möglich sein. Allerdings wäre es sehr hilfreich, wenn auch die Spender für die Bewässerung sorgen könnten und die Baumwünsche des Vereins berücksichtigt werden.

Park nicht optimal für Veranstaltungen ausgestattet

„Der Park ist in einem hervorragenden Zustand“, lobte Brandt die Arbeit des Parkausschusses, für den Helmrich Folkers sprach. Die Bänke wurden gesäubert und eine neue Parkbank aufgestellt. Neu angepflanzte Bäume wurden bewässert und im Herbst Bäume gefällt, vor allem Ahorn. Dieser hatte sich wild erheblich vermehrt.

Für den Kulturausschuss erinnerte Thilo Styhler an die drei Ausstellungen sowie den literarischen Abend im ehemaligen Mausoleum. Allerdings fehlen hier die Toiletten – ein Hindernis für weitere derartige Veranstaltungen. Im Schloss gab es zwei Veranstaltungen. In diesem Jahr beginnen die Ausstellungen, die erste ab kommenden Sonntag im Mausoleum.

Baumbestand hatte in der Nachkriegszeit gelitten

Manfred Köster freute sich, dass der Spendenaufruf zur Neujahrsspende 2016/2017, der 15. insgesamt, Spenden in Höhe von 9184,07 Euro erbracht hat. Eine weitere Erfolgsstory ist die Baumspende, die 2012 aus der Neujahrsspende entstand. Seitdem wurden über 100 Bäume gepflanzt: Buchen, Eichen, Eschen und Linden, für die Patenschaften übernommen wurden. Dies sollte unbedingt fortgesetzt werden, da in der Nachkriegszeit und durch die Zeit als Tierpark große Lücken im Baumbestand zu verzeichnen sind. Erst der Schlossparkverein hat ab Ende der 1980er-Jahre damit begonnen, laufend Anpflanzungen von Büschen, Rhododendren und Bäumen vorzunehmen.

Auch Ortsbürgermeisterin Irmtraud Kutscher sprach sich für eine Fortsetzung der Baumpflanzaktionen aus, die eine Werbeaktion für den Schlosspark seien.

Beschlossen wurde schließlich der Haushaltsplan 2017.

hu

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