Ein offenes Denkmal, Leinen – und was alles an Arbeit dahintersteckt

So ein Aufwand

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Wie ein Bauernwebstuhl funktioniert, das ließ sich jetzt im Langwedeler Häuslingshaus erleben und erfahren.

Langwedel - „Handwerk, Technik, Industrie“ – war am Wochenende der Tag des offenen Denkmals überschrieben. Mit bei dieser bundesweiten Aktion dabei war das preisgekrönte Langwedeler Häuslingshaus. Passend zum niederbäuerlichen Charakter des Hauses hatte man sich gemäß dem Motto das Ziel gesetzt, den Besuchern das Thema „Leinen“ näher zu bringen.

Wie funktioniert der Leinenanbau von der Aussaat bis zur Ernte? Wie wird Leinen mit alten handwerklichen Techniken verarbeitet? In der Ausstellung im Häuslingshaus wurde das nachvollziehbar dargestellt.

Große und kleine Gerätschaften, die zur Herstellung von Leinenrohstoff erforderlich sind, wurden gezeigt und soweit wie möglich in ihren Funktionsweisen demonstriert.

Wie aus Rohleinen ein Faden mit einem Spinnrad entsteht, wie aus einem Faden eine feine Spitze geklöppelt oder gehäkelt wird, konnte man ebenso erleben, wie aus einem gewebten Stück Leinen mit alten Techniken, unter anderem einer uralten Nähmaschine, ein Produkt für den Gebrauch oder zur Zier entsteht. Auch wurde gezeigt, wie ein Leinentuch durch farblichen Druck mit handgemachten Models verschönert wurde.

Die Diele, die gute Stube und der Außenbereich des Häuslingshauses waren für alle diese Objekte und Tätigkeiten hergerichtet worden. Ein historischer Bauernwebstuhl aus der Ortschaft Langwedel war dabei der Ausstellungsmittelpunkt in der Diele.

Nach dem Rundgang durch die Ausstellung mit detaillierten Erläuterungen auf Schrifttafeln und Bildern zur Erläuterungen der Arbeitsgänge der Leinenverarbeitung wurde deutlich, welchen Aufwand unsere Vorfahren betreiben mussten, um einen Meter Leinen herzustellen und welchen Wert es bedeutete, wenn leinene Kleidung, Artikel des täglichen Gebrauchs, Decken oder gar ein ganze leinene Aussteuer für Bräute angefertigt werden musste.

Der Tag des offenen Denkmals ist ein Fest für die erhaltenen Denkmale. Zu einem Fest gehört natürlich eine angemessene Bewirtung der Gäste. Am Vormittag wurden das traditionelles „Häuslingsfrühstück“ und Milchshakes angeboten. Dafür stand eine kleine Bar, mit einem Zelt überdacht, zur Verfügung. Am Nachmittag wurden Kaffee und Kuchen angeboten. Auch dafür standen Plätze in einem Zelt bereit. Da im Großen und Ganzen angenehmes Wetter herrschte, ließ es sich auch prima im Freien sitzen.

Der Langwedeler Kulturverein und alle Unterstützer haben sich über die große Resonanz beim Tag des offenen Denkmals in Langwedel sehr gefreut. Auch deshalb gibt der Verein am kommenden Sonntagnachmittag von 14 bis 17 Uhr die Gelegenheit, den Ausstellungsteil in der Diele des Häuslingshauses zu besichtigen und erläutert zu bekommen.

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