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Oberschule Langwedel mit kleinem Festakt und großem Schulfest eingeweiht

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Von: Jens-Peter Wenck

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„Das ist aber mal ein Schlüssel“, fand Schulleiter Rolf Bartels (r.) als Bürgermeister Andreas Brandt (l.) den symbolischen Türöffner überreichte.
„Das ist aber mal ein Schlüssel“, fand Schulleiter Rolf Bartels (r.) als Bürgermeister Andreas Brandt (l.) den symbolischen Türöffner überreichte. © Wenck

Langwedel – Wenn sich jemand ein neues Haus baut, dann kann er was erzählen. Von Freude, von Ärger, von zerbrochenen Ehen oder Beziehungen und was das Ganze am Ende des Tages überhaupt gekostet hat. Das war auch gestern Nachmittag in der Oberschule am Goldbach nicht viel anders. Obwohl, das mit der zerbrochenen Beziehung – das gab es gestern in Langwedel nicht. Am Ende war dann die neue Schule ganz offiziell eröffnet.

Bürgermeister Andreas Brandt hatte in seiner Rede wohl kein Detail der Geschichte auf dem Weg zur neuen Schule ausgelassen. Von den Problemen mit dem maroden Baukörper der 1968 gebauten alten Schule angefangen, über die vorgezogene Sanierung der Sporthalle, bishin zu den Problemen beim Bau der neuen Schule. „Eine lange Zeit des Leidens“, nannte Schulleiter Rolf Bartels diese Jahre.

2012 hatten die Planungen für den Neubau begonnen. Als man endlich soweit war, sollte die neue Schule im April 2018 bezugsfertig sein. Aber dann bekam man keine Fenster für den Bau, der Trockenbauer hatte keine Zeit mehr. Danach wurde fehlerhaft Estrich verlegt – und viel musste neu gemacht werden. „Der Rechtsstreit läuft seit zwei Jahren. Und ein Ende ist nicht abzusehen“, erklärte Andreas Brandt. Aber nach den Sommerferien 2020, da zog die Schule endlich in den Neubau um. Es ist das größte Projekt, an den sich der Flecken Langwedel jemals gewagt hat. Die Gesamtkosten für den Schulneubau und die sanierte Goldbachhalle: rund 22 Millionen Euro. „Davon 18,4 Millionen für die Schule – mit den Außenanlagen.“

Schulleiter Rolf Bartels erinnerte sich daran, wie er 2010 das erste Mal nach Langwedel kam, um sich die Schule anzusehen. „Ich war noch unentschlossen, ob ich die Leitung übernehmen wollte.“ „Zwei ganz besondere Schülerinnen“ aus Klasse 10 der damaligen Hauptschule hätten ihn herumgeführt. Die Außenanlagen: „Wunderbar“. Das Gebäudeinnere: „Desolat.“ Aber die pädagogische Ausrichtung, das Lehr- und Lernniveau: „In Langwedel alles auf dem höchsten Stand.“ Hier wollte Bartels Schulleiter sein und etwas weiterentwickeln.

Der Neubau der Oberschule richtet sich nach dem Lern- und Ausbildungskonzept der Schule, ist keine Ansammlung von Räumen und Gebäuden mehr, die lediglich Unterbringung bieten. Bis es aber nach neun Jahren soweit war, habe er vier Einzugswetten verloren, so Bartels. „Die erste 2014.“ Oft habe es zwischen der Schule und dem Schulträger richtig gekracht. Woanders hätte das für ein ewiges Zerwürfnis gereicht. Nicht in Langwedel. „Nach wie vor haben wir ein ganz, ganz wunderbares Verhältnis zwischen Schule und Träger.“ Beide Redner dankten an diesem Tage vielen Menschen, die sich um den Neubau verdient gemacht haben. Besonders hervorgehoben wurde dabei Uwe Dammann, Bauingenieur der Gemeinde. Lars-Hendrik Haase überbrachte als stellvertretender Landrat die Glückwünsche des Landkreises.

Ehrengäste bei der offiziellen Einweihung: die ehemaligen Schulleiter Diethelm Benecke, Werner Hasemann und Wolfgang May (v.l. ohne Maske).
Ehrengäste bei der offiziellen Einweihung: die ehemaligen Schulleiter Diethelm Benecke, Werner Hasemann und Wolfgang May (v.l. ohne Maske). © Wenck

Unter den Ehrengästen waren auch drei Männer, die untrennbar mit Langwedels Schulgeschichte verbunden sind: Werner Hasemann, Wolfgang May sowie dessen Vorgänger und langjähriger Schulleiter Diethelm Benecke. Der sah die neue Schule gestern zum ersten Mal im fertigen Zustand. „Wir waren schon mal im Rohbau.“ Ein Urteil mochte er sich wie Wolfgang May noch nicht erlauben. Man habe ja noch nichts gesehen.

Dazu bot sich im Anschluss an die Feierstunde Gelegenheit. Die Oberschule am Goldbach hatten alle Interessierten zum Schulfest eingeladen: Endlich die neue Schule angucken, die Sporthalle war auch auf. Etwas Schönes futtern, ein Kaltgetränk oder einen Kaffee genießen, spielen, schnacken, Spaß haben – und am Ende dann schulgemachte Musik hören.

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