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Oberschule Langwedel: „Da sind wir wieder dabei“

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Von: Jens-Peter Wenck

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Die erfolgreichen jungen Börsenhändler und ihre Unterstützer (v.li.): Jo-Anna Hepperle, Jonathan Weigele, Beyonce Tavan, Jannes Schierloh (vorn), Katharina Lühr (hinten), Tino Wiedemann, Maurice Bohlmann und Derik Eicke.
Die erfolgreichen jungen Börsenhändler und ihre Unterstützer (v.li.): Jo-Anna Hepperle, Jonathan Weigele, Beyonce Tavan, Jannes Schierloh (vorn), Katharina Lühr (hinten), Tino Wiedemann, Maurice Bohlmann und Derik Eicke. © Wenck

Langwedel – Der 1. Platz geht in diesem Jahr nicht nach Langwedel. Sondern nach Verden. Ungeheuerlich. Oder? Überhaupt nicht. Schlimm schon mal gar nicht. Weil der 2. und der 3. Platz im Landkreis Verden beim diesjährigen Planspiel Börse der Sparkassen an die Oberschule am Goldbach in Langwedel gehen. Vom 20. September 2021 bis vor knapp zwei Wochen am 28. Januar handelten acht Langwedeler Gruppen aus dem Profil Wirtschaft der Oberschule mit Aktien. 42 Gruppen waren es insgesamt aus dem Gebiet der Kreissparkasse Verden.

Schon zum 39. Mal boten die deutschen Sparkassen dieses Planspiel an, bei dem Schülerinnen und Schüler ihr Geld möglichst stark vermehren müssen, um zu gewinnen. Dabei geht es nicht um echtes Geld, sondern um gedachtes, also virtuelles Geld. Die Gewinne und Verluste richten sich aber nach den tagesaktuellen Kursen am realen Aktienmarkt. Das Ganze läuft natürlich nicht nach der Devise ab: „So, da habt ihr einen Stapel Geld, nun macht mal schön“.

In der Oberschule Langwedel ist das Planspiel eine angenehme Bereicherung des praxisnahen Unterrichts. „Es gibt zunächst eine Einführung, was ist Börse überhaupt, was sind Aktien, was soll das alles“, erklärt Derik Eicke und verweist auf die fast schon traditionelle „sehr gute Zusammenarbeit“ mit der Filiale Langwedel der Kreissparkasse und den entsprechenden weiteren Unterricht zu dem Themenfeld.

Die Kreissparkasse stellt das Spiel in der Schule vor, es gibt ein App für das Mobiltelefon der Teilnehmer. Katharina Lühr von der Sparkasse stand den Schülerinnen und Schülern immer als Ansprechpartnerin zu Verfügung. Das Planspiel dauerte dieses Mal sogar 17 Wochen statt der früher üblichen zehn. Das „ermöglichte es den Teilnehmenden, ihre Anlagestrategie noch länger zu verfolgen, die Kursentwicklungen an den Börsen zu beobachten, Wirtschaftsnachrichten zu studieren, das Für und Wieder abzuwägen, um so die aussichtsreichsten Transaktionen für das eigene Depot auszuwählen“, so die Kreissparkasse in einer Mitteilung zum Börsenspiel.

In Langwedel kamen zwei Gruppen aus dem Jahrgang 9 ganz vorn ins Ziel und hängten am Ende auch die Gruppen aus dem Jahrgang 10 ab: Team Grün (Platz 2 im Landkreis; Beyonce Tavan, Jo-Anna Hepperle, Jonathan Weigele) und TMJ (Platz drei; Jannes Schierloh, Maurice Bohlmann und Tino Wiedemann).

„Aus dem Internet“ haben sie die Informationen zu den Aktien und der Wirtschaftsentwicklung gezogen, erklärt Jo-Anna Hepperle. „Ich hatte noch eine andere App nebenher laufen“, sagt Jonathan Weigele. Über ihre WhatsApp-Gruppe tauschten sich die Teammitglieder aus, entschieden gemeinsam über Kauf und Verkauf.

Und? Wer möchte jetzt später selbst einmal Geld in Aktien anlegen. Kurzes Schweigen, dann kommt von Jannes Schierloh die Ansage: „Erst einmal muss man das Startkapital haben.“ Das sieht sein Lehrer Derik Eicke aber ganz genau so: „Aktien können eine gute Ergänzung sein. Wenn man das Geld überhat.“

Wie auch immer, das nächste Planspiel Börse kommt bestimmt. „Da sind wir wieder dabei“, so Eicke. „Klasse“, findet das Jo-Anna Hepperle und die Kolleginnen und Kollegen nicken. Dann sind alle in Jahrgang 10 und können noch einmal an den Start gehen. „Dann aber auch bei der Nachhaltigkeitswertung.“ Die gewann in diesem Jahr nämlich ein Team vom Verdener Campus, genau wie die Wertung bei den konventionellen Aktien.

Pressekonferenz beendet, die erfolgreichen Junior-Börsenhändlerinnen und -händler dürfen wieder in den Unterricht. Derik Eicke und Katharina Lühr müssen noch besprechen, wie die Zusammenarbeit in der nächsten Corona-Zeit weitergehen soll – und kann. Wenn es um den praxisnahen Unterricht geht, kommen die Sparkassenfachleute auch ohne Planspiel in die Oberschule am Goldbach. Worum es geht? „Kreditwesen, Rechnungswesen. Zum Beispiel“, sagt Katharina Lühr.

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