Oberschule am Goldbach feiert Schulentlassung 2015 / Lob von allen Seiten

„Wenn der Tag kommt …“

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Die ausgezeichneten Schülerinnen und Schüler der Oberschule am Goldbach und Schulleiter Rolf Bartels (re.).

Langwedel - Jeder Entlassjahrgang ist anders, jeder Jahrgang ist auf seine Art etwas Besonderes, meinte gestern Rolf Bartels, Leiter der Oberschule am Goldbach in Langwedel. Recht hat der Mann. Eine Sache ist aber in jedem Jahr gleich. Garantiert.

Kaum sind endlich die Zeugnisse verteilt, die jungen Frauen und Männer wieder auf ihrem Platz angekommen, da wird die Mappe aufgeklappt und das Zeugnis beäugt. Nicht das da was stehen würde, was man ohnehin schon wüsste. Aber sicher ist sicher. Und irgendwo ist die gestempelte und gesiegelte Urkunde ja auch der endgültige Beweis: Hier geht gerade ein ganz wichtiger Lebensabschnitt zu Ende.

Zur Verabschiedung und Feier der erfolgreichen Haupt- und Realschulabsolventen des Jahrganges 2015 war man zum ersten Mal in der frisch sanierten Langwedeler Sporthalle zusammengekommen. Dabei saßen man dicht an dicht. Mehr Leute als sonst? Eher nicht. In Langwedel kommen immer viele Gäste. Aber früher war mehr Tribüne…

Dafür ist die Sporthalle nun aber wieder als Versammlungsstätte zu gelassen. Was rund drei Millionen Euro gekostet hat. Der Neubau der Oberschule, 2016 soll es los gehen, wird mindestens 13,5 Millionen Euro kosten, so Bürgermeister Andreas Brandt in seinen Grußworten. „Und mir tut kein Cent davon leid und mir wird auch keiner davon leid tun.“

Man werde in Langwedel in Zukunft eine herausragende Position in der Schullandschaft des Landkreises Verden einnehmen, ist sich Brandt sicher. Nicht allein wegen der neuen oder sanierten Gebäude. Dazu kommt nämlich noch eine Oberschule mit einem zukunftsweisenden Konzept und einem engagierten Kollegium.

„Ihr ward freundlich, höflich, offen, engagiert.“ soRolf Bartels. Im Vorfeld der Abschlussfeier hatte er die Schülerinnen und Schüler darum gebeten, aus ihrer Sicht den Sinn des Lebens zu schildern. Es gab witzige Antworten, kurze und knappe – und mächtig tiefsinnige für 16 Jahre alte junge Menschen. „Wenn der Tag kommt, musst Du gelebt, geliebt und erlebt haben.“ Zum Beispiel.

Jörg Rokitta war als Dezernt der Landesschulbehörde in Langwedel. „Wenn früher die Schulbehörde kam, zitterten immer die Lehrer“, erinnerte sich der Schulelternratsvorsitzender Volker Müller in seiner letzten Rede in diesem Amt.

Zum Zittern gab es aber hier keinen Anlass. Rokitta hatte gute Wünsche dabei, lobte das Langwedeler Kollegium und die Langwedeler Politik und Verwaltung ob ihres Einsatzes für den Schulstandort Langwedel.

„Wir haben vieles gelernt - und einiges behalten“, befand Schülersprecher Ardian Bellani. „Auf der einen Seite ist Freude, auf der anderen ein großes Fragezeichen, was wird“, gab Yannik Henke als Schülersprecher einen Einblick in sein Seelenleben. Da passte Andreas Bouanis „Auf uns“ bestens. „Ein Hoch auf das, was uns vereint“ – und das war bislang die Oberschule Langwedel. Besagtes Lied wurde gemeinsam gesungen, von allen Schülern, ansatzweise auch von allen Gästen. Wer da eine Gänsehaut hatte, bekam die nicht von der klimatisierten Luft in der Halle.

jw

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