Oberschüler als Pfandsammler

Langwedeler Fünftklässler werden für die Welthungerhilfe aktiv

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Eva Schade (li.) von der Welthungerhilfe referierte vor dem Jahrgang 5 der Oberschule Langwedel. Die Mädchen und Jungen wollen sich am Projekt „Pfand macht Bildung“ beteiligen.

Langwedel - Von Jens Wenck. Was auffällt: Die Mädchen und Jungen fragen der Referentin quasi Löcher in den Bauch. Das hört gar nicht auf. Das tut es eigentlich erst, als Lehrerin Yasmin Seebeck meint, jetzt müsse langsam mal Schluss sein, weil gleich Pause ist. Danach gibt es noch ein Video. „Jaaaa!“ Was offensichtlich auf Zustimmung stößt. Anschließend will man besprechen, wie es weiter geht – und Eltern und andere Erwachsene sollten sich nicht wundern, warum die Kinder aus dem Jahrgang 5 der Oberschule am Goldbach kräftig hinter Dosen und Flaschen hinterher sind, die Pfand versprechen. „Pfand macht Bildung“ ist nämlich die Devise.

Das ist schon seit einiger Zeit ein Motto der Welthungerhilfe. Für die war Eva Schade in Langwedel. Die Studentin ist an Schulen unterwegs, um die Welthungerhilfe und ihre Projekte vorzustellen.

Aber mal von vorne. Diesen Fragen widmete sich die Referentin unter anderem: „Was ist Hunger überhaupt? Woran kann es liegen, dass Menschen hungern müssen? Was hat Hunger für Folgen?“

Eva Schade erzählte von Burundi, einem kleinen Land in Afrika und ganz bestimmt einem der ärmsten der Welt. Elf Millionen Menschen wohnen in Burundi, neun Millionen leben von der Landwirtschaft. „Elf Millionen! Das sind doch total viele“, kam es aus den Schülerreihen. Von wegen „ein kleines Land“. Na, ja. Kommt auf den Blickwinkel an. „In Deutschland leben über 80 Millionen Menschen ...“, so Eva Schade.

Wie sieht in Burundi eine Schule aus? Mächtig anders als in Deutschland. In den Fenstern sind keine Scheiben, dafür ganz viele Kinder in einer Klasse. „Und alles sieht so staubig aus.“ Stimmt. Aber die Kinder können überhaupt zur Schule gehen. Und die Welthungerhilfe unterstützt es zum Beispiel, dass die Kinder etwas zu essen bekommen: Maisbrei, Bohnen und Öl. Die Zutaten kommen aus Burundi, sollen möglichst auch hier angebaut werden.

Wer keinen Hunger mehr hat, kann besser lernen. Wer besser lernen kann, bekommt später eine bessere (oder überhaupt eine) Arbeit, ist nicht mehr arm, kann sich essen kaufen und helfen, sein Land weiter zu entwickeln. So der Plan.

Der Plan ist auch, dass die 5. Klässler der Oberschule im Rahmen des Projektes „Pfand macht Bildung“ in einer Pfandolympiade in der Schule Flaschen und Dosen sammeln, um die später zu Geld zu machen, dass dann die Welthungerhilfe bekommen soll. Die umliegenden Supermärkte möchte man auch ansprechen, ob man irgendwie eine Kooperation für die Aktion hinbekommt, die die Kinder ihm Rahmen ihres Unterrichtes in den Fächern Religion sowie Werte und Normen machen.

„In wie vielen Ländern hilft die Welthungerhilfe eigentlich?“ 38. „Und in Burundi, sind die Menschen da glücklich?“ Tja, was macht Menschen glücklich? Das ist überall in der Welt unterschiedlich, meint Eva Schade.

Und dann klingelt es zur Pause.

Informationen über die Welthungerhilfe gibt es im Internet unter www.welthungerhilfe.de

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