Breitbandausbau mit Glasfaserkabel in Schülingen abgeschlossen

Langwedel: Schnelles Internet auf dem Dorf

Haushalte in Etelsen und Holtebüttel können jetzt über schnelles Internet verfügen. Was auch Etelsens Ortsbürgermeisterin Irmtraud Kutscher (re. ) und ihren Holtebütteler Kollegen Adalbert Meyer (li.) freut.
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Haushalte in Etelsen und Holtebüttel können jetzt über schnelles Internet verfügen. Was auch Etelsens Ortsbürgermeisterin Irmtraud Kutscher (re. ) und ihren Holtebütteler Kollegen Adalbert Meyer (li.) freut.

Im Flecken Langwedel geht der Breitbandausbau vorran. Jetzt haben auch Schülingen, Nindorf und Lindholz schnelles Internet.

Schülingen – Da wurde im wahrsten Sinne ordentlich Geld verbuddelt – und alle Beteiligten sind richtig stolz darauf, weil die Landkarte des Fleckens Langwedel wieder ein paar weiße Stellen weniger hat, was die Breitbandversorgung angeht. In Schülingen, Nindorf und in Lindholz gibt es jetzt schnelles Internet.

„Alle Haushalte wurden per FFTH erschlossen“, lässt Marco Bungalski jetzt nach Abschluss der Arbeiten in Schülingen via Pressemitteilung wissen. Der Verdener ist nicht etwa für einen der großen Anbieter am Markt unterwegs, sonders als mittelständischer Unternehmer, unter anderem mit der Marke TM-Net. Und FFTH? Das heißt „Fiber to home“ – und meint in der hiesigen Landessprache: „Glasfaser bis ans Haus“.

Das bedeutet nun für die Nutzer theoretisch eine Bandbreite von 1 Gigabit/s. Tatsächlich buchen lassen sich derzeit 200 Mbit/s (Download). Kurzfristig wolle man bis zu 400 Mbit/s anbieten, so Marco Bungalski – was sich bei Bedarf auch noch weiter erhöhen ließe.

„Wo schleppst du uns eigentlich ganz hin?“, wollte Etelsens Ortsbürgermeisterin beim Pressetermin auf Abstand von Bürgermeister Andreas Brandt wissen. „Eben. Damit ihr mal seht, wie weit draußen wir jetzt Glasfaser haben“, kam als Antwort nebst der Anweisung, die Schülinger Straße doch bis zum Verteilerkasten noch ein Stück weiter hinunter zu fahren.

Um an den Rand der Ortschaften Holtebüttel und Etelsen das schnelle Internet zu bekommen, wurde auf insgesamt 16,5 Kilometern Länge gegraben und Kabel verlegt. „Der Tiefbau wurde durch die Firma MS-Bauservice Schröder erbracht“, teilt Bungalski mit. Dabei hat man zuletzt im Bereich Schülingen 40 Hausanschlüsse komplett neu erstellt.

„Das war eine gewaltige Arbeit“, so die Einschätzung von Langwedels Bürgermeister Andreas Brandt, der den Breitbandausbau bei seinen Wegen durch den Flecken verfolgt hat. „Morgens offen, abends waren die Gräben alle wieder dicht.“ Und der Bürgermeister hat nicht nur geguckt, er hat nach eigenen Angaben von dem ganzen Projekt auch eine umfangreiche Fotodokumentation angelegt.

Von den insgesamt 315 000 Euro die verbaut wurden, kommen 200 000 Euro aus einem Fördertopf des Landes Niedersachsen, 50 000 Euro vom Landkreis – und rund 60 000 Euro hat die Firma Bungalski investiert.

„Die Technik, die dazu in Langwedel, Am Häsenberg und in Nindorf aufgebaut wurde, ist direkt an unser Rechenzentrum in Luttum per Glasfaser angebunden, sodass wir auch zukünftig für steigenden Bandbreitenbedarf gerüstet sind“, teilt Marco Bungalski mit.

Durch den Corona-Lockdown haben er und seine Mitarbeiter im Frühjahr tatsächlich einen starken Anstieg der Nachfrage und damit einen höheren Bandbreitenbedarf festgestellt, besonders Anfang März. Im Sommer gab es eine Pause. Jetzt steigt die Nachfrage wieder.

„Die Anzahl der täglichen Gesprächsminuten der angeschlossenen Haushalte im Festnetz hat sich mit Beginn des Lockdown light und insbesondere seit vorletzter Woche gegenüber dem Vorjahr fast verdoppelt“, erklärt Bungalski. Dabei werde durch die HD-Telefonie doch tatsächlich das Festnetztelefon gegenüber dem Handy wegen der besseren Sprachqualität vorgezogen.

Im Flecken Langwedel arbeitet man derweil weiter gegen den weißen Breitbandflecken auf der Landkarte an. „Für Hagen-Grinden und Alt-Cluvenhagen ist die Ausschreibung in Vorbereitung“, gibt Bürgermeister Brandt bekannt.

Vielleicht auch nicht uninteressant zu wissen: Um in den Genuss der Förderung zu kommen, müssen Haushalte und Ortsteile schon eine wirklich schlechte (bis gar keine) Internetverbindung haben. Dann gibt es das Glasfaserkabel auch kostenlos bis ans Haus. Was der Internetanschluss dann monatlich kostet, hängt von der Geschwindigkeit ab, die man haben möchte.

Wer auch nur ein paar hundert Meter weit weg vom Fördergebiet wohnt, aber schon eine passable Anbindung hat, muss für den Glasfaseranschluss selbst aufkommen. Die Bedingungen wurden entsprechend mit der Einrichtung der Fördertöpfe aufgestellt, also von Bund und Land.

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