Neuer Edeka soll im Mai 2016 fertig werden / Pläne fürs alte Einkaufszentrum

„Langwedel ist interessant“

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So stellen sich die Planer im Entwurf den Eingangsbereich des neuen Edeka-Marktes vor.

Langwedel - Die Planung ist schon ein bisschen ambitioniert. Aktuell hat man den Mai ins Visier genommen, so Projektleiter Tobias Kuhl von der Firma Döpker. Das Oldenburger Unternehmen baut gegenüber dem Langwedeler Rathaus den neuen Verbrauchermarkt, in den im kommenden Jahr Edeka Redling einziehen wird.

Spielen Winter und Wetter mit, hat man für den Bau ähnlich viel Zeit gebraucht, wie der Landkreis Verden für die Baugenehmigung: Acht Monate. Die Geschichte des Neubaus ist dabei noch viel, viel länger.

Erste, lose Gespräche habe es schon gegeben, als er den Langwedeler Edeka übernahm, erinnerte sich gestern Markus Redling bei einer Baubesichtigung.

Konkret wurde es dann vor fünf Jahren. Der Edeka-Markt sollte und wollte wachsen. Nur, wie bekommt man das hin? Eine Vergrößerung am derzeitigen Standpunkt war nicht machbar. Also musste ein neuer Standort her, wollte man den Markt am Ort halten. Und das wollte man für die langfristige Nahversorgung unbedingt, wie Bauamtsleiter Frank Bethge und Bürgermeister Andreas Brandt gestern noch einmal deutlich machten.

Die Grundstückssuche gestaltete sich nicht unbedingt einfach. Nachdem man auf den Standort gegenüber dem Rathaus verfiel, galt es zum einen gewisse Überzeugungsarbeit bei Aldi Nord zu leisten, die hier schon einen Markt betrieben. Dann brauchte man noch Flächen, auf denen drei Wohnhäuser standen. „Wir mussten sehr lang dicke Bretter bohren“, so Frank Bethge.

Hat aber geklappt. Im nächsten Jahr soll der Markt mit einer Gesamtfläche von 1985 m² (inklusive Bäcker und Café mit 22 Sitzplätzen nebst Außenterrasse) bezogen werden. Was die Fassade anbelangt, hat man sich von Seiten der Gemeinde ein Mitspracherecht ausbedungen – und bekommen. Es sollte farblich ortstypisch sein.

Innen setzt man auf Holz, wollte es gerne hell und freundlich haben, erklären Markus und Monika Redling. Fleisch- und Käsetheke werden nicht nur räumlich getrennt, sondern auch entschieden größer.

Das Gleiche gilt für die Sozialräume. Im Moment stapeln sich theoretisch 65 Angestellte in einem 15 m² großen Aufenthaltsraum. „Kein Zustand“, findet Redling. Im neuen Gebäude sind auch die Sozialräume um einiges größer, die Zahl der Mitarbeiter soll wachsen: „Es werden 72 bis 75. Davon nur acht geringfügig Beschäftigte, die anderen alle in Teil- oder Vollzeit.“

Neu wird es ein Information geben, die der Kunde dann durch den vollverglasten Eingang ansteuert. Einen seperaten Tabakshop an dem man auch hochwertige Spirituosen bekommt wird man ebenfalls einrichten. Das ist zum einen der möglichen Entwicklung im Jugendschutz geschuldet – zum Anderen der Diebstahlsverhinderung.

188 Parkplätze haben Edeka und Aldi dann am Ende vor der Tür. Der Aldi hätte dann sogar noch die Möglichkeit, die eigene Ladenfläche bis an die Wand des neuen Edeka zu erweitern.

Und was wird denn nun aus dem alten Langwedeler Einkaufszentrum? „Da können wir öffentlich nichts zu sagen“, kommt es von Bürgermeister und Bauamtsleiter fast zeitgleich. Warum strahlen die beiden dabei so? „Es zeichnet sich was ab.“ Aha. „Ich sag mal so: Langwedel ist und bleibt interessant“, fügt Andreas Brandt an.

jw

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