Rat stellt 3,3 Millionen Euro / Zwölf Verabschiedungen

Langwedel: Neue Krippe wird ökologisch – und bunt

Sie sind nicht mehr im neuen Gemeinderat (v.li.): Jutta Mohrmann (SPD), Jochen Davids (CDU), Holger Thöle (WGL), Claus Willenbrock (FDP), Alexandra Blume-Sibbel (CDU), Irmtraud Kutscher (SPD), Frank Bohlmann (CDU) und Bijanka Müller (FDP). Es fehlen: Fabian Reichwald (Piraten), Murat Kilinc (SPD) und Michael Heine (WGL).
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Sie sind nicht mehr im neuen Gemeinderat (v.li.): Jutta Mohrmann (SPD), Jochen Davids (CDU), Holger Thöle (WGL), Claus Willenbrock (FDP), Alexandra Blume-Sibbel (CDU), Irmtraud Kutscher (SPD), Frank Bohlmann (CDU) und Bijanka Müller (FDP). Es fehlen: Fabian Reichwald (Piraten), Murat Kilinc (SPD) und Michael Heine (WGL).

Langwedel – Der Flecken Langwedel wird im Haushalt 2022 ein Summe von 3,3 Millionen Euro für den Neubau einer Drei-Gruppen-Krippe in Etelsen-Berkels bereitstellen. Diesen Beschluss fasste der alte Gemeinderat auf der letzten und 30. Sitzung seiner fünfjährigen Amtszeit einstimmig in der Sporthalle Langwedel. Der alte Rat musste darum noch schnell entscheiden, damit Verwaltung und Planer es schaffen, die Fristen einzuhalten, um an alle Förderungen von Bund und Land zu kommen.

Einig war sich der Rat auch noch darüber, dass die neue in Passivhausstandard zu errichtenden Krippe eine Erdwärmepumpe bekommen soll – was 35 000 Euro teurer ist als eine Luftwärmepumpe. Marco Bachmann (CDU) hatte den Antrag gestellt, die neue Krippe zu verputzen und auf die vorgeschlagene Verkleidung aus Lärchenholz und Fassadenplatten zu verzichten, um 20 000 Euro zu sparen. Der Antrag wurde bei nur drei Ja-Stimmen abgelehnt.

Die Krippe auf dem Berkels wird so ganz anders aussehen, als alle anderen öffentlichen Bauten in der Vergangenheit im Flecken Langwedel: kein Klinker, Gebäudeteile in Würfelform, und dazu noch bunt: Gelb, Grün und Blau, so der mit großer Mehrheit gefasste Beschluss.

Ganz frisch installiert und am Freitagabend noch nicht von allen Gerüsten befreit: der neue Eingang der Langwedeler Sporthalle - inklusive Leuchtschrift.

Gefeilt wird noch an einem Parkplatzkonzept, mit dem man die Eltern, die ihre Kinder bringen, soweit wie irgendmöglich vom Parken auf der Berkelsstraße und der Straße Zum Berkelsmoor abhalten will, so Bauamtsleiter Bernhard Goldmann.

Der öffentliche Teil dieser Ratssitzung in der Goldbachhalle (so steht es jetzt in Leuchtbuchstaben am neuen Eingang der Langwedeler Sporthalle), ging mit einer bemerkenswerten Zahl von Verabschiedungen zu Ende. 12 von 26 Ratsfrauen und Ratsherren werden nicht mehr im neuen Gemeinderat sitzen. Mit langem, stehenden Applaus wurde Irmtraud Kutscher (SPD) verabschiedet. Die Etelserin hatte im September nach 37 Jahren im Gemeinderat, 40 Jahren im Ortsrat Etelsen, 20 Jahren als Ortsbürgermeisterin im September bei der Kommunalwahl nicht mehr kandidiert. Es sei nicht immer einfach gewesen, nicht immer ein Honigschlecken, „aber schön“, so Kutscher über ihre Zeit im Rat. „Es war nicht immer ganz einfach, mit den Kerlen“, meinte sie mit Blick auf die Platzhirsche in ihrer Fraktion. Nun sei die Zeit für einen Schlussstrich. „Ich wollte hier ja nicht mit dem Rollator rausgehen, sondern mit Hackenschuhen“, so Kutscher – und schlüpfte für ihren Abgang in rote High Heels.

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