Jungstorch schon in warmen Süden gestartet

„Navigationsgerät“ auf Kurs Afrika

Auf dem Berkels peilt einer der Störche Richtung Afrika, während der zweite sich ausruht, um Kraft für den langen Flug zu sammeln. Den Eindruck könnte man jedenfalls bekommen. - Foto: Ostmann

Etelsen - Die Störche auf dem Berkels in Etelsen, „Friedo“ und „Frieda“, haben sicherlich schon ihr inneres Navigationsgerät auf Kurs Afrika eingestellt. Jetzt ist das „Ehepaar“ auf seinem Horst am Stubbenweg nur noch abends zu sehen. Für die Beiden war das Brutgeschäft in diesem Jahr nicht so erfolgreich. Sie haben nur einen Jungvogel durchbekommen, der sich offensichtlich schon auf den Flug nach Afrika gemacht hat. Er ist im Nest nicht mehr auszumachen.

Zwei Geschwister haben die Alten schon früh aus dem Nest geworfen. Sie waren verendet. Vermutlich war der viele Regen im Frühjahr dafür verantwortlich, dass sich der Storchennachwuchs nicht entwickeln konnte. Immer nass im „Bett“ ist ihnen einfach nicht gut bekommen.

Im ganzen Land, war im Blatt zu lesen, ist die Storchenbilanz in diesem Jahr nicht so gut. Gemessen an den vergangenen Jahren hat der Storchenbestand trotzdem insgesamt einen Aufschwung genommen. Es sah schon einmal bedenklicher aus.

Siegfried Aldag, auf dessen Grundstück am Stubbenweg der Horst aufgebaut ist, erzählt von einem lebhaften Besuchsprogramm.

Hin und wieder kommen die Störche aus Hagen-Grinden und Völkersen zu Besuch auf den Berkels. Dann schweben die sechs Störche über dem Nest. „Ein tolles Bild“, schwärmen Helga und Siegfried Aldag.

Die Tiere tauschen sich dann aus. Möglicherweise machen sie den Abflugtermin untereinander aus.

Nach der zweiten Saison sind sich die Bewohner des Berkels fast sicher, dass die Störche auch im kommenden Jahr wieder den Horst in luftiger Höhe beziehen werden, das Wetter besser ist als in diesem Sommer und sie mehr Jungstörche großziehen werden. 

ost

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