Kooperation von Nabu und Touristik-Verein

Naturpfad in Haberloh erklärt heimische Tierarten

Im Landschaftsschutzgebiet an der Radwanderroute in Haberloh haben Nabu und Touristik-Verein Langwedel die Schilder aufgestellt. Christoph Meyer (Pastor i.R.) und Ortsvorsteherin Bijanka Müller vom Touristik-Verein sowie Herbert Feder, Hans-Joachim Winter und Jürgen Stiehler vom Nabu (v.l.) freuen sich über die gelungene Kooperation.
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Im Landschaftsschutzgebiet an der Radwanderroute in Haberloh haben Nabu und Touristik-Verein Langwedel die Schilder aufgestellt. Christoph Meyer (Pastor i.R.) und Ortsvorsteherin Bijanka Müller vom Touristik-Verein sowie Herbert Feder, Hans-Joachim Winter und Jürgen Stiehler vom Nabu (v.l.) freuen sich über die gelungene Kooperation.

Haberloh – Was ist der Unterschied zwischen einem Frosch und einer Kröte? Der Grasfrosch hat, anders als die Erdkröte, eine Zeichnung im Gesicht: „Sein brauner Ohrfleck ist ein sicheres Erkennungsmerkmal“, weiß Herbert Feder vom Langwedeler Naturschutzbund (Nabu). So hat er es auch mit seinem Vereinskollegen Jürgen Stiehler auf einer von insgesamt zehn Infotafeln beschrieben, die der Nabu zusammen mit dem örtlichen Touristik-Verein auf Eichenpfählen im Spanger Forst in Haberloh aufgestellt hat.

Der erstmals eingerichtete Naturpfad, der am Waldrand beginnt und ein Stück durch den Forst führt, soll Besuchern und Ortsansässigen die dort vorkommenden Tierarten näher bringen.

Feder war es wichtig, die Texte so zu formulieren, dass auch Kinder sie verstehen – um damit auch die Jüngsten schon für das Thema Naturschutz zu gewinnen. „Denn was man kennt, wird man auch eher schützen“, stellt Christoph Meyer, Pastor i.R. und Vorsitzender des Touristik-Vereins Langwedel, fest. „Viele Menschen wachsen heute der Natur entfremdet auf und können geläufige Tierarten nicht mehr bestimmen“, so Feder. Zudem kursierten Irrmeinungen über Tiere. Die für Menschen völlig harmlosen Hornissen – einige Exemplare nisten übrigens in den Eichen im Spanger Forst – würden beispielsweise von vielen als gefährlich angesehen.

Der Naturpfad umfasst unterschiedliche Tierarten: Amphibien, Vögel und Insekten. Er befindet sich zwar mitten im Landschaftsschutzgebiet, aber nicht alle dort beschriebenen Tierarten stehen unter Naturschutz.

Auf zwei Kilometern Länge verläuft der Naturpfad „Haberloh – Spanger Forst“. Die Schilder befassen sich mit unterschiedlichen Tierarten, hier der Grasfrosch.

Das Projekt entwickelte sich laut Bijanka Müller, zweite Vorsitzende des Touristik-Vereins und Haberlohs Ortsvorsteherin, aus der Übergabe eines Waldkauz-Schildes zum 70. Geburtstag des Nabu Niedersachsen. Das war 2017, als der Kauz zum Vogel des Jahres gewählt wurde. Müller schlug vor, den Naturpfad entlang der Fahrradwanderroute „Langwedel erfahren“ anzulegen. „Wenn Radfahrer den Spanger Forst besuchen, sollten sie auch Informationen mitnehmen“, ergänzt Meyer. Ein Stopp biete sich hier ohnehin an, denn in direkter Nachbarschaft befindet sich das Hofcafé Haberloh, das allerdings zurzeit noch coronabedingt geschlossen hat.

Aufgrund von Corona konnten auch die sonst vom Nabu angebotenen Exkursionen eine Zeit lang nicht stattfinden. Die Idee, auf diese Weise über heimische Tierarten zu informieren, hing aber nicht ursächlich mit Corona zusammen. Letztlich hätten die Kontaktbeschränkungen in der Pandemie das Konzept aber bestärkt. Denn im Lockdown habe sich ein nicht ganz neuer Trend etabliert: „Mehr Menschen sind wieder in der heimischen Natur unterwegs“, so Feder.

Bei der Anlage des Naturpfads sei nicht die Finanzierung der Knackpunkt gewesen, eher die Organisation in Corona-Zeiten. Zum Beispiel müsse das Aufstellen solcher Infotafeln vom Ordnungsamt des Fleckens genehmigt werden.

Die Standorte der einzelnen Schilder sind laut Herbert Feder so gewählt, dass sie sich auf die direkte Umgebung beziehen. „Der Schwarzspecht brütet zum Beispiel direkt in der Buche dort drüben“, erklärt Hans-Joachim Winter, ebenfalls Nabu-Mitglied, der für die Tafeln unter anderem Fotos zur Verfügung stellte. Doch Spaziergänger werden nicht immer das Glück haben, die beschriebenen Tiere „live“ zu erblicken. Eine denkbare Ergänzung auf den Tafeln findet Bijanka Müller darum QR-Codes, mit denen Besucher per Handyscan Vogelstimmen und andere Inhalte im Internet aufrufen können.

Das nächste gemeinsame Vorhaben ist bereits in Planung: eine große Infotafel an der Straße „Lustiger Strump“ in Völkersen, in der Nähe eines vom Nabu mit Bäumen bepflanzten Rundwegs.

Angesichts der gesunkenen Inzidenzzahlen und damit einhergehenden Lockerungen wollen die Kooperationspartner zudem wieder eine Exkursion anbieten. Sie soll rund um den Naturpfad führen. Interessierte können sich unter Telefon 0173/6873938 oder unter der E-Mail-Adresse hub@landleben-mueller.de an Bijanka Müller wenden.

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