Offene Ateliers und geführte Radgruppe bei der 4. Arttour im Flecken Langwedel

Die Nachhut fährt mit orangefarbener Warnweste

Sigrid Ernst (re.) gibt den Startschuss und schickt gemeinsam mit den Künstlerinnen Belinda di Keck (2. von re.) und Corinna Möller (3. von re.) die Radlerinnen auf den Kunstpfad. - Foto: Sommerfeld

Langwedel - „Gute Fahrt, viel Spaß, trockenes Wetter und kommt heil und gesund wieder.“ Ein kräftiger Strahl aus der Wasserpistole, und die Radlerinnen traten in die Pedale. So geschehen am Sonntagvormittag am Häuslingshaus. Dort gab Sigrid Ernst vom Langwedeler Kulturverein den Startschuss für die vierte „Arttour“, den Kunstpfad, den Interessierte mit dem Rad abfuhren - von Atelier zu Atelier.

Vorneweg Bijanka Müller vom Langwedeler Touristikverein, hinterdrein sieben Damen, die sich auf die Radtour mit Kunst freuten. „Wo sind die Männer?“, fragte Peter Waldmann, einziger Vertreter des männlichen Geschlechts. Er sah sich vor dem Start die Werke von Antje Fesl im Häuslingshaus, Keramikarbeiten von Corinna Möller und Gemälde von Belinda di Keck hinten im Garten an, wurde aber von Ernst sogleich in die Pflicht genommen: Er sollte die Nachhut der Gruppe bilden. Sigrid Ittermann drückte ihm eine orangefarbene Weste in die Hand - da half kein Widerspruch.

Auf dem Platz vor dem Häuslingshaus bekam die Gruppe ersten Zuwachs: Eine Dame hatte sich etwas verspätet und fuhr dem Trupp hinterher, hatte ihn aber bald eingeholt. Gemeinsam radelten die Zehn von einem Atelier zum anderen, sahen sich Bilder, Skulpturen und vieles mehr an.

Am anderen Ende der Tour, in Etelsen, wartete Elke Raddatz mit ihren Helfern, einem befreundeten Ehepaar, auf Mitfahrer. Vergebens - niemand wollte mit ihnen auf Arttour gehen, und so machte sich das Trio eben allein auf den Weg. Keine schlechte Idee: Die Drei hatten auch so ihren Spaß.

„Wir wurden überall freundlich empfangen“, lautete das Resümee sämtlicher Kunstradler. Und: „Toll, wie liebevoll und schön die Ateliers hergerichtet waren.“ Die Künstler waren ebenfalls zufrieden, aber auch erleichtert - zehn Personen passten gut in ihre Räume.

Zudem hatten sie bei den recht kleinen Gruppen genügend Zeit, um Fragen zu beantworten und zu informieren.

Außer den beiden geführten Gruppen waren zahlreiche Radler überwiegend aus Langwedel, aber auch aus Verden, Achim und Bremen unterwegs und besuchten die Künstler auf eigene Faust. „Im Laufe des Tages kamen rund 120 Gäste zum Häuslingshaus“, hatte Sigrid Ernst gezählt.

Dort herrschte ein Kommen und Gehen, Belinda di Keck und Corinna Möller freuten sich über angeregte Gespräche. Gern nahmen die Besucher an den hübsch gedeckten Tischen im Garten Platz und genossen Gyrossuppe aus dem Feuertopf, Kaffee und Kuchen.

is

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