Organisatorin zieht positive Bilanz

Nach „Langwedel im Advent“: Friedenslicht leuchtet ins neue Jahr

Vor Alexandra Blume-Sibbels Haus an der Marienstraße leuchtet das Friedenslicht. Wer es beim Lebendigen Adventskalender verpasst hat, kann sich dort bis einschließlich Neujahr noch eins abholen und es weiter verteilen.
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Vor Alexandra Blume-Sibbels Haus an der Marienstraße leuchtet das Friedenslicht. Wer es beim Lebendigen Adventskalender verpasst hat, kann sich dort bis einschließlich Neujahr noch eins abholen und es weiter verteilen.

Langwedel – Warum nicht mal gute Nachrichten verbreiten? Denn rund um die Weihnachtstage passieren mitunter kleine, wundersame Dinge, zum Beispiel bei der Aktion „Langwedel im Advent“ (LIA). Volker Penczek und Stephan Bierstedt singen zusammen „Stern über Bethlehem“ mit Gitarrenbegleitung, Familie Rondthaler und ihre Nachbarn stellen gemeinsam den Weihnachtsbaum auf und Maria Höhne spielt an ihrem Geburtstag für andere „Stille Nacht“ auf der Klarinette. Alles geschehen beim Lebendigen Adventskalender LIA, zu dem Organisatorin Alexandra Blume-Sibbel wegen der immer noch heiklen Pandemielage bereits im zweiten Jahr erfolgreich in digitaler Form eingeladen hatte.

„Durch die vielen positiven Kommentare habe ich gemerkt, es kommt an, gibt den Menschen einen Mehrwert, ändert und erhellt ihren Tag“, fasst Blume-Sibbel zusammen. Dies sei beglückend und „jedes Mal wieder ein Geschenk“, stellt die Langwedelerin fest und fügt hinzu: „Und dafür mache ich das auch.“ Denn für die in Teilzeit beschäftigte Verwaltungskraft war die Vorweihnachtszeit nach eigenem Bekunden auch „eine wahnsinnig anstrengende Zeit“. Seit Oktober sei sie beruflich mit einem mobilen Impfteam im ganzen Landkreis Verden unterwegs und habe sich an den freien Tagen bemüht, den Lebendigen Adventskalender vorzubereiten.

Blume-Sibbel zufolge gab es dieses Jahr viele Highlights: Allen voran der musikalische Auftritt von Maria Höhne. Als Alexandra Blume-Sibbel in der Gruppe liest, dass das Mädchen Geburtstag hat, und ihr zum Ehrentag gratuliert, erhält sie als Antwort ein Video mit besagter Klarinettenmusik. „Das hat mich so berührt, dass sie sich einfach gesagt hat: Ich schick’ jetzt was.“ Eigentlich ideal für ein weiteres Türchen im täglich fortschreitenden digitalen Adventskalender, den angemeldete Teilnehmer per WhatsApp-Broadcast mit dem Smartphone verfolgen, denkt die Organisatorin. Mit Maria Höhnes Einverständnis, das Mädchen hat Trisomie 21, fügt Blume-Sibbel das Video hinzu, damit auch andere LIA-Teilnehmer sich darüber freuen können.

Mit viel Vorlauf ist laut Blume-Sibbel ein Video der Boules spielenden Männertruppe „Alles nur kein Handball“ (ANKH) entstanden. „Wir haben uns im Vorfeld getroffen, weil sie unsicher waren, wie sie das machen sollen“, erzählt sie. Schließlich treten sie vor dem Küsterhaus in Daverden einzeln vor die Tür, stellen sich namentlich vor und stimmen gemeinsam ein Weihnachtslied an.

Einen Beitrag, der wegen seinem Mut zur Lücke auffiel, reichte Christin Sellinger vom Verein für Kultur und Geschichte Daverden ein. Es zeigt die dreifache Mutter beim Versuch, ein Weihnachtslied per Video aufzunehmen. Das heißt, sie versucht es, wird aber zig Mal von ihren Kindern dabei gestört. „Die Verpatzer hat sie alle mit eingereicht. Das zeigt, wie Weihnachten mit Kindern eben ist, und bringt Leichtigkeit in den Tag“, freut sich Blume-Sibbel. Überhaupt gehe es nicht um Perfektion. „Wichtig ist, dass die Leute zusammenkommen“, findet Alexandra Blume-Sibbel.

Die Menschen zusammenbringen soll auch das Friedenslicht aus Bethlehem, das mithilfe vieler Organisationen von Oberösterreich aus in der ganzen Welt verteilt wird. Die Aktion stand dieses Jahr unter dem Motto „Friedensnetz – ein Licht, das verbindet“. Das Friedenslicht, dessen Verteilung Blume-Sibbel selbst mit einem Windlicht vor ihrer Haustür übernahm, war nicht nur Teil von „Langwedel im Advent“. Interessierte können sich auch noch bis zum Neujahrstag bei Blume-Sibbels Friedenslicht „bedienen“. Im selbst geknüpften Macramé hängt es an der Veranda des Hauses.

Noch ganz im Schwung der gelungenen Aktion und getreu dem Motto „Nach dem Adventskalender ist vor der nächsten Aktion“ möchte Alexandra Blume-Sibbel auch 2022 zum Glückstag am 21. März wieder eine Mitmachaktion starten. „Denn bei allem, was wegen der Pandemie echt doof ist, müssen wir gucken, wie gehen wir mit der Situation um?“, findet Blume-Sibbel. In diesem Sinne freut sie sich über jede und jeden, die oder der sich jetzt für LIA 2022 mit einem Beitrag anmelden oder sogar schon eine Video- oder Audiodatei schicken will. Das geht per WhatsApp unter der Telefonnummer 0176/40767253.

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