Bürgermeister Brandt: Bei uns lebten immer viele Flüchtlinge

Nach „Jahr des Ankommens“ jetzt Alltag der Integration

Langwedel - Nach dem „Jahr des Ankommens“ beginne jetzt der manchmal mühsame Weg der Integration so richtig, fasst Langwedels Bürgermeister Andreas Brandt im Jahresabschluss-Gespräch zusammen – und bezieht sich dabei natürlich auf die Flüchtlingssituation im Flecken.

Betreuung vor und nach der Schule, Beschäftigungsangebote aufzeigen, Organisation von Arztbesuchen, Hilfe beim Umgang mit Formularen und mehr gehören ebenso weiter dazu wie allgemein die Unterstützung beim Übergang vom Flüchtlingsstatus in die Arbeitswelt.

Grundsätzlich sei diese Gemeinde besser als andere für die Flüchtlings-Aufnahme gewappnet gewesen, denn es standen hier vom Landkreis schon seit 2004 angemietete Wohnungen zur Unterbringung von Asylsuchenden bereit, betont der Bürgermeister. Sammelunterkünfte in großen Hallen wie andernorts waren daher nie ein Thema im Flecken Langwedel.

Rund 170 Flüchtlinge wohnen hier zur Zeit. Es gibt viele ehrenamtliche Helfer und die ebenso organisierte „Flüchtlingshilfe Langwedel“.

Neben ehrenamtlicher auch professionelle Hilfe

Die Gemeinde stellte selbst zwei Ein-Euro-Kräfte für den Bereich bereit, und ein direkter Zugriff auf Versteigerungen des Fundbüros wurde gesichert. Fahrräder etwa, deren Besitzer nicht mehr ausfindig zu machen sind, werden nun erst mal für Flüchtlinge reserviert. Eine Fahrradwerkstatt ist ebenfalls eingerichtet. Doch es war auch nötig, professionelle Hilfe hinzuziehen, wenn es etwa ums Stellen von Anträgen auf Hartz IV oder das Bewerben um freie Arbeitsplätze ging. Weil es Ankommenden an entsprechenden, vor allem schriftlichen, Kenntnissen mangelte, wären ohne fachliche Hilfe und Koordination ganze Familien längere Zeit lang völlig ohne Geld geblieben.

Zwei Kräfte des Vereins Sozialpädagogische Familien- und Lebenshilfe Achim (Sofa) schließen die professionelle Lücke an je 15 Wochenstunden. Auch ein Arzt begleitet die Koordinatorenarbeit. Laut Brandt ist geplant, die Zusammenarbeit mit Sofa als Koordinationsstelle um ein weiteres Jahr zu verlängern.

Besonders hervor hebt der Bürgermeister im Pressegespräch aber auch die unbürokratische Hilfe bei der Flüchtlingsintegration durch Sportvereine, Schulen, Burgbad und Kirchengemeinden.

So durften Neuankömmlinge schon bald in Fußballteams mitspielen. Und was das Erlernen der neuen Sprache angeht, sei es erstaunlich, welch unglaubliche Fortschritte in nur kurzer Zeit hier gerade Mädchen und Jungen im Schüleralter machten.

Die Eingliederungsaufgaben und alles, was damit zusammenhängt, bleiben auch weiterhin, betont der Langewedeler Bürgermeister. Denn es seien auch im neuen Jahr und darüber hinaus notleidende Familien und einzelne Neuankömmlinge zu erwarten, denen die die Einheimischen angemessen helfen sollten.

la

Rubriklistenbild: © dpa/Symbolbild

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