1. Startseite
  2. Lokales
  3. Landkreis Verden
  4. Langwedel (Weser)

Multisports-Arena in Langwedel? Finden alle gut

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Jens-Peter Wenck

Kommentare

Die Oberschule möchte ihre Sportanlage saniert haben – und dann sollte da noch irgendwo ein Plätzchen für eine Multisports-Arena als Treffpunkt für Jugendliche sein, findet auch der Jugend-, Sport- und Sozialausschuss.
Die Oberschule möchte ihre Sportanlage saniert haben – und dann sollte da noch irgendwo ein Plätzchen für eine Multisports-Arena als Treffpunkt für Jugendliche sein, findet auch der Jugend-, Sport- und Sozialausschuss. © Wenck

Langwedel – Dass Jugendliche den Kunststoffplatz neben der Oberschule und hinter der Sternwarte schon lange als außerschulischen Treffpunkt ausgeguckt haben, ist im Flecken Langwedel hinlänglich bekannt. Tatsächlich wird hier auch Basketball und anderes gespielt. Die WGL nun hatte bereits im vergangenen Jahr den Antrag gestellt, in Langwedel sowie in Cluvenhagen neben der Mehrzweckhalle sogenannte Multisports-Arenen als Treffpunkte für Jugendliche zu bauen, die keinen Draht zum Vereinssport haben. Der Antrag war nun Thema im Jugend-, Sozial- und Sportausschuss.

Zwischen 25 000 und 60 000 Euro sollten diese Anlagen 2021 laut WGL kosten, je nach Ausstattung, und für Handball, Fußball, Basketball und mehr taugen. Unter Umständen könnte man auch Fördermittel des Landes Niedersachsen für diese Anlage, etwa durch das niedersächsische Förderprogramm „Startklar in die Zukunft“, bekommen.

„Ich bin ja privat auch im Sportbereich unterwegs“, so Hauptamtsleiter Rolf Korb. „Ich finde den Vorschlag gut, das gebe ich zu.“ Zumindest was den Standort zu einer Multifunktionsarena an der Oberschule betrifft. Vormittags ließe sich der Platz auch von der Schule mitnutzen. „So eine Doppelnutzung hätte Charme“, fand Korb. Erwachsene Vereinssportler, etwa Fußballer, könnten auf solch einem Platz allerdings nicht wirklich trainieren. „Dafür sind die alle zu klein.“ In Cluvenhagen allerdings gäbe es jetzt schon Probleme. Wo sich derzeit noch eine Schutzhütte und ein Basketballkorb befinden, gab es auch mal eine Skaterrampe – und notorisch Stress mit Nachbarn. „Bei der Errichtung einer attraktiven Multisports-Arena in Cluvenhagen werden die Konflikte und Probleme aufgrund der Nähe zur Wohnbebauung eher noch zunehmen“, schildert die Verwaltung ihre Sicht in der Beschlussvorlage.

Zum zeitlichen Ablauf heißt es in der Vorlage: „Sollte auf der Außensportanlage der Oberschule eine Multisports-Arena errichtet werden, müsste der Baugrund untersucht, ein Bauantrag gestellt, ein Immissionsschutzgutachten erstellt, der Baugrund wenn möglich hergestellt und die Maßnahme ausgeschrieben werden. Insofern ist eine Umsetzung in 2022 nicht realistisch.“ Derselbe Ablauf würde auch für den Standort an der Sporthalle Cluvenhagen gelten.

Laut Beratungsvorlage für den Rat soll die Gemeindeverwaltung den Auftrag bekommen zu prüfen, welcher Standort an der Oberschule für eine Multisports-Arena überhaupt infrage kommt. Die Oberschule hat nämlich beantragt, die Sportanlage neu zu gestalten beziehungsweise zu sanieren.

Die Kosten für den Bau einer solchen Anlage dürften insgesamt auch im sechsstelligen Bereich liegen, gab Rolf Korb zu Bedenken. Sobald die Kosten festgestellt sind, wird die Verwaltung entsprechend informieren. Der Jugend-, Sozial- und Sportausschuss sprach sich einstimmig für diese Vorgehensweise aus.

Nach dem niedersächsischen Förderprogramm „Startklar in die Zukunft“, das unter anderem Zuwendungen zur Förderung der Schaffung von Jugendplätzen in den Kommunen gewährt, sind laut Beschlussvorlage 90 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben, höchstens jedoch 35 000 Euro, förderfähig. Dieses Programm resultiert aus dem Bundesprogramm „Aufholen nach Corona“.

Antragsteller kann nach den entsprechenden Richtlinien nur der Landkreis Verden sein, führt die Verwaltung weiter aus. Der Landkreis erhalte insgesamt auch nur 35 000 Euro, mit denen maximal drei Maßnahmen im Landkreis förderfähig seien. Bisher wurde beim Landkreis eine Maßnahme, die von einer Kommune schon länger geplant war, angemeldet, sodass nur noch maximal 17 500 Euro zur Verfügung stehen. Die Maßnahme muss im Laufe des Jahres 2022 abgeschlossen werden. Laut Verwaltung ist dieser Zeitrahmen aufgrund der oben geschilderten Vorarbeiten aber kaum zu schaffen.

Auch interessant

Kommentare