IG Schiffmodellbau kommt wieder mit ganzen Flotte

Modellskipper im Langwedeler Burgbad

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„Los, Opa: Du auch!“ Der vierjährige Niklas lässt schon seit einiger Zeit ein kleines U-Boot im Burgbad fahren, lenkt zwischendurch die Barkasse Jupiter. Und dann bringt Opa Klaus-Dieter Wolk sein Binnenschiff zu Wasser. 

Langwedel - Der Heimathafen der Barkasse Jupiter liegt am Weichelsee (bei Rotenburg). Aber auch in Langwedeler Gewässern macht das Boot eine exzellente Figur, und sein Skipper lacht und strahlt über das ganze Gesicht ob seiner Navigationskünste. Niklas Wolk ist gerade mal vier Jahre alt und darf auch einmal an die Fernbedienung. Andreas Brandt geht das nicht viel anders. Die Männer von der IG Schiffmodellbau lassen auch den Bürgermeister im Langwedeler Burgbad mal ans Ruder.

Die Modellskipper waren gestern in Langwedel, um schon einmal auf einen Termin im kommenden Monat hinzuweisen: Am Sonntag des Langwedeler Marktes, also am 10. September, sind die Skipper und viele ihrer Schiffe wieder im Burgbad. Von 12 bis 17 Uhr kann man U-Boote, Kriegsschiffe, Hafenbarkassen, Binnenschiffe und noch eine ganze Menge mehr im Burgbad kreuzen sehen. Die Skipper sind in der Regel auch die Erbauer der Boote, geben wirklich gern Auskunft über ihr Hobby – und lassen vielleicht auch einmal den einen oder anderen Besucher ans Steuer.

Die Männer der IG Schiffmodellbau sind in diesem Jahr dann schon zum vierten Mal in Langwedel. Was auf die Initiative von Schwimmmeister Thomas Becker zurückgeht.

Die Interessengemeinschaft selbst gibt es seit 2008. Klaus Rieder sucht über eine Anzeige in der Kreiszeitung Gleichgesinnte für sein Hobby. „2008? So lang ist das schon her?“, wundert sich Wolfgang Burmann. Er ist wie etwa Bernd Weierich von Anfang an dabei. Jeder hatte seinen eigenen Haussee, jeder ging für sich auf Tour – bis der Hinweis auf den wunderbaren Weichelsee kam. Den nahmen dann alle als Heimathafen an.

Von ganz klein bis ganz groß: Am 10. September bringen die Modellskipper vom Weichelsee richtig viele verschiedene Boote mit nach Langwedel.

„Ich bau ja im Grunde lieber, als das ich fahre“, meint Burmann. Klar, das Bauen ist schon von ganz großer Bedeutung, findet auch der Opa von Niklas, Klaus-Dieter Wolk. Er hat übrigens auch Flugzeuge. Aber mit den Schiffen geht man zum See – „und entspannt sich. Im Gegensatz zur Fliegerei. Das ist Adrenalin.“

Er war gestern mit einem Kempenaar, einer speziellen Binnenschiffklasse am Start. Alles selbst gemacht. Kein Bausatz, keine vorgefertigten Teile (was beileibe kein Verbrechen wäre). Das Material, überwiegend Metall, kommt aus dem Baumarkt. „Materialwert: keine 100 Euro.“ Funksteuerungen bekommt man heutzutage ja auch schon für 80, 90 Euro. Aber 420 Arbeitsstunden stecken bis jetzt in dem Schiff. „Und es ist noch nicht ganz fertig.“ Sieht der Laie aber nichts von.

Also, die Modellskipper freuen sich am 10. September auf ganze viele kleine und große Besucher. Vielleicht bleibt ja einer davon bei ihrem Hobby kleben. Wer diesen Termin verpassen sollte oder mehr sehen möchte: Am 7. Oktober hat die IG ab 18 Uhr ihre Nachtfahrt auf dem Weichelsee. Sonst treffen sie sich immer sonntags von 10 bis 13 Uhr am See. 

jw

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